In Suedkorea besteht Wehrpflicht, wohl auch aufgrund der angespannten Beziehung zu Nordkorea. Die Dienstzeit betraegt drei Jahre und duerfte kein Zuckerschlecken sein. Ueberall in Seoul trifft man daher auch auf uniformierte Soldaten, wie hier an der Wangsimni U-Bahn Station.
Das Lieblingsspielzeug der Koreaner ist das Mobiltelefon. Jeder hat eins, und jeder benutzt es. Ob in der U-Bahn oder im Restaurant, ueberall piep und summt es, ueberall wird auf der kleinen Tastatur im Megatempo gehaemmert. Und ob Mann oder Frau: jedes Handy wird verziert und es baumelt irgendein Kitsch an den kleinen Geraeten. Auch Jimin ist Weltmeister im SMS schreiben. Ich schaetze mal, dass sie so um die 20 Stueck pro Tag versendet. Dabei kann sie natuerlich blind auf der kleinen Tastatur tippen und hat die Nachricht bereits so schnell verschickt, dass man es kaum glauben kann :)
Eben war ich im grossen Elektronikmarkt in Yongsan. Der Markt ist wirklich riesig, und bietet Unmengen an Computern, Notebooks, MP3-Playern und Mobiltelefonen. Vermisst habe ich jedoch Haushaltsgeraete und andere Kleinelektronik. Vielleicht war ich aber auch nur zu blind.
Daher sind wir spontan mit der U-Bahn auf die Insel Yeouido gefahren. Diese Insel befindet sich im Hangang, dem Han Fluss, welcher Seoul in Nord und Sued teilt. Dort kann man am Flussufer sitzen und den Tag geniessen. Dementsprechend viel war auch los. Insbesondere junge Menschen haben es sich dort bei einem Bierchen gemuetlich gemacht.
Nach Anbruch der Dunkelheit haben wir dann von Yeouido aus eine einstuendige Bootsfahrt auf dem Han Fluss unternommen. Das war ein tolles Erlebnis, zumal die Lichter von Seoul einen schoenen Blick bieten. Und bei der ganzen Romantik durften koreanische Lovesongs waehrend der gesamten Fahrt natuerlich auch nicht fehlen....;-)
Nach der Besichtigung sind wir nach Ahyeon gefahren. Diese Shopping-Strasse ist insofern etwas besonderes, als dass es hier unzaehlige Geschaefte fuer Hochzeitskleider gibt. Da haben wir doch gleich mal was passendes ausgesucht... haha. Kleiner Scherz! ;-) Die Auswahl war aber wirklich riesig! Eigentlich wollten wir im Anschluss noch etwas singen, doch um 17.00 Uhr waren die dortigen Noraebang noch alle geschlossen.
Am 10.8. bin ich das erste Mal zur Gyeongbokgung Palastanlage gefahren. Dort angekommen musste ich leider feststellen, dass diese ausgerechnet Dienstags geschlossen ist. Also durfte ich nur die Eingangstore bewundern.
Anschliessend bin ich eine Station weiter nach Insa-Dong. Dort bin ich ziellos durch die Gegend gewandert und habe schliesslich auch ein einigermassen gutaussehendes Restaurant gefunden.
Nun fragt ihr euch sicher, wie ich denn bestellt habe? Nun, gluecklicherweise waren im Schaufenster Fotos von den Gerichten, und dazu der koreanische Name. Ich habe also die Zeichen abgeschrieben und dem Kellner unter die Nase gehalten. Hat alles gut geklappt! Das Essen war wirklich super gut!! Und hat nur 5000 Won (also so 4 Euro) gekostet. Dazu gab es Wasser kostenlos. (Mehrmaliges Auffuellen war auch noetig, denn erstens war es draussen ja immer noch mehr als heiss, zum anderen war das Fleisch gut gewuerzt...)
Heute hat es aber endlich geklappt. Gegen Mittag habe ich mich mit Jimin am Gyeongbokgung Palast getroffen. Heute konnten wir die Palastanlage aber endlich betreten und ich wurde sehr positiv ueberrascht! Ich haette nicht erwartet, dass die Anlage so gross und gut gepflegt ist. Ohne Bedenken kann man diesen Ort wohl als DIE Sehenswuerdigkeit von Seoul bezeichnen.
Fuer heute gibt es nicht so viel zu berichten. Um 12.00 Uhr habe ich mich mit Jimin zum Picknick im Olympia Park getroffen. Dort haben wir auch den ganzen Tag verbracht. Es war angenehm ruhig und auch das Wetter hat mitgespielt. Der Park ist jedoch riesig und meine Fuesse danken mir nun eine Ruhezeit im Hostel :)
Dort gab es einige historische Gebaeude, Tempel und Schreine zu bewundern. Jedoch ist dieses Gebiet keine typische Touristenattraktion. Menschen leben hier bzw. suchen diesen Ort fuer Gebete und Meditation auf. Daher konnte ich verstaendlicherweise auch nicht sehr viele Fotos machen. Da dies alles auf bzw. an einem Berg (mit einem recht steilen Anstieg) angesiedelt ist, hatte ich auch noch einen netten Blick auf den Seoul Tower.
Im Anschluss bin ich nach Yongsan gefahren und wollte mir den dortigen Markt fuer Elektronikartikel anschauen. Laut Reisefuehrer ist dies der groesste Markt seiner Art in Asien. Doch leider war er schon geschlossen. Naja, vielleicht dann naechste Woche nochmal...
