Jeollanam-Do, Korea

Boseong - Teeplantage

Nach dem "Mittagessen" bin ich von Jeonju mit dem Bus weiter nach Gwangju gefahren, und von dort aus in die kleine Stadt Boseong. Die Busfahrten haben insgesamt knapp 3 Stunden gedauert.

In Boseong dreht sich alles um Gruenen Tee. Und dafuer ist dieser Ort auch Landesweit bekannt.

Mit dem lokalen Bus bin ich vom Boseong Terminal zur Boseong Nokcha Dawon, der Teeplantage eines des groessten koreanischen Teeunternehmens (Daehan) gefahren. Diese steht Besuchen offen und das gut gepflegte Gelaende kann bei einem schoenen Spaziergang erkundet werden.

Boseong Teeplantage

Boseong Teeplantage

Natuerlich konnte man sich im Shop dann noch mit diversen Tee-Artikeln eindecken. Ich habe etwas Gruenen Tee sowie Bonbons aus selbigen erworben.

Im Cafe habe ich dann schliesslich noch einen Milchshake mit Gruenem Tee getrunken, welchen ich waermstens weiterempfehlen kann.

Obwohl es am Nachmittag etwas verregnet war, hat sich der Ausflug nach Boseong doch gelohnt. Nun bin ich aber wieder in Gwangju eingetroffen, damit ich diese Stadt gleich morgen Vormittag erkunden kann. Am Nachmittag soll es naemlich wieder zurueck nach Seoul gehen, denn schliesslich wartet dort jemand auf mich ;-)

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Jeollanam-Do, Korea

Boston Motel in Gwangju

Eigentlich wollte ich diese Nacht in einer im Reisefuehrer empfohlenen privaten Unterkunft verbringen. Diese sollte jedoch nicht das beste sein, dafuer aber 20000 Won kosten. Also habe ich mein Glueck zuerst in einem der vielen Motels versucht. Mit Erfolg! Im Boston Motel konnte ich den Zimmerpreis von 30000 auf 22000 runterhandeln, und wie man auf den Bild erkennen kann, ist das Zimmer wirklich spitze! Hier habe ich sogar einen modernen Rechner mit Internet! :)

Boston Motel

Jeollanam-Do, Korea

Gwangju - May 18th National Cemetery

Heute Vormittag hat es leider wieder geregnet. Zudem hatte ich auch noch ein weiteres Problem: Kein Geld. Abgesehen davon, dass Samstag ist und sowieso keine Bank geoeffnet hat, war auch keine in Sicht. Die Touristeninformation hat mir dann aber ein Kaufhaus empfohlen, in dem ich nach einer laengeren Diskussion schliesslich auch meine American Express Traveller Cheques losgeworden bin. Die Angestellten am Wechselschalter haben doch tatsaechlich noch nie so einen Cheque gesehen!! ...

Mit dem Bus bin ich dann zum May 18th National Cemetery (18. Mai Nationalfriedhof) gefahren, einer Gedenkstaette an das Massaker von Gwangju.

18. Mai Nationalfriedhof

18. Mai Nationalfriedhof

18. Mai Nationalfriedhof

Im Jahre 1980 fanden grosse Studentendemonstrationen gegen das damalige Regime statt. Am 18. Mai 1980 ist schliesslich das Militaer in Gwangju eingezogen. Obwohl die Soldaten anfangs ohne scharfe Munition ausgestattet waren, wurden viele Demonstranten mit Schlagstoecken getoetet oder verletzt. Dies hatte zur Folge, dass auch die Demonstraten aufgeruestet haben. Oeffentliche Gebauede wurden besetzt, Polizeistationen verwuestet, und schliesslich das Militaer aus der Stadt vertrieben. Doch die brutale Antwort des Militaers gab es neun Tage spaeter: Am 27. Mai 1980 wurde die Stadt von mit Schusswaffen ausgestatteten Soldaten eingenommen. Obwohl niemand damit gerechnet hatte, haben die Soldaten beim Zusammentreffen mit den Demonstranten das Feuer eroeffnet. Waehrend des Aufstands wurden insgesamt 154 Personen getoetet, 70 gelten als vermisst und weitere 4089 wurden verletzt oder inhaftiert. (Frei nach LP)

Als weitere Sehenswuerdigkeit bot sich noch die Gwangju Biennale an, ein internationales Kunstfestival. Da die Busfahrte zum und vom Friedhof leider sehr lange gedauert hat, habe ich jedoch darauf verzichten muessen.

Nach ca. 3,5 Stunden Busfahrt und 30 Minuten U-Bahn bin ich dann um 18.15 wieder im Hostel in Seoul eingetroffen, wo Jimin bereits auf mich gewartet hat.