Mein Tagesausflug auf die Insel Muuido endete hier allerdings - mit dem Bus ging es zurück zum Fähranleger und von dort aus weiter nach Jamjindo und aufs Festland. Die kleine Reise hat sich gelohnt und ich würde gerne mal wieder kommen - dann aber zu einer wärmeren Jahreszeit.
Auf Muuido kommt man am Bootsanleger Geunmuli Seonchakjang (큰무리선착장) auf der Nordseite der Insel an. Dort warten bereits Imbissstände und Restaurants auf die ankommenden Touristen. Aber auch Busse zur Weiterfahrt stehen bereit.
Unter einem "Kimbab-Laden" bzw. "Kimbab-Restaurant" versteht man übrigens ein kleines koreanische Restaurant, dass auf die koreanische Reiserolle Kimbab spezialisiert ist, aber auch sonst zahlreiche Gerichte zu günstigen Preisen im Angebot hat. Diese Imbisse gibt es eigentlich an jeder Straßenecke und haben meist rund um die Uhr geöffnet. Für um die 5000 Won (4 Euro) kann man dort gut und reichlich essen.
Meinen Spaziergang begann ich nördlich von der Parkanlage am Dongdaemun, dem alten östlichen Stadttor von Seoul. Hier befindet sich mit dem gleichnamigen Markt auch einer der größten Handelsplätze des Landes. Weitere Fotos vom Stadttor gibt es in diesem alten Beitrag.
Weit mehr überrascht hat mich jedoch der Chef des Lokals: Peter, ein freundlicher Amerikaner, kam direkt auf die Straße gelaufen, als er mich beim Studium der Speisekarte entdeckte. Vermutlich war er genau so überrascht wie ich, in dieser Ecke der Stadt einen anderen westlichen Ausländer anzutreffen. Er erzählte mir ein wenig von sich, dass er mit seiner koreanischen Frau und seinem Sohn seit ein paar Jahren hier wohnt und dieses Restaurant aufgebaut hat. Und dass er alle Gerichte einschließlich der Nudeln selbst herstellt.
Nach dem freundlichen Gespräch und Lust auf die hausgemachte Pasta entschied ich mich, Seyeong zum Geburtstag ein Essen im The Hidden Kitchen zu schenken. Dieses löste sie Mitte Oktober ein, und wir wurden nicht enttäuscht.
Vor kurzem entdeckten wir ein belebtes Restaurant in Bupyeong, Cheongsil Hongsil (청실홍실), welches sich auf diese Nudeln spezialisiert hat. Zu meinem Erstaunen gab es hier nicht nur kalte Nudeln, welche als Naengmomil (냉모밀) auf der Speisekarte ausgewiesen und in eine separat servierte Eiswassersuppe gedippt werden, sondern auch eine warme Nudelsuppe mit dem Namen Onmomil (온모밀). Dazu wurden Teigtaschen (Mandu) aus Buchweizen serviert.
An Restaurants mangelt es hier nicht und man kann sich das Essen sogar an den Strand bringen lassen. Wir entschieden uns für eine Nudelsuppe mit Meeresfrüchten, Haemul Kalguksu (해물칼국수) (eine Variante von Kalguksu (칼국수)).
Ein Oktabbang ist eine besondere Wohnform in Korea. Es handelt sich dabei um eine kleine Wohneinheit bzw. ein Häuschen, dass auf dem Dach eines anderen Gebäudes errichtet wird. Da in der Regel nicht die gesamte Dachfläche für die Wohneinheit genutzt wird, sind Oktabbang meist von großzügigen Dachterrassen umgeben. Ein Blick von der Terrasse auf die Umgebung zeigt, dass diese Wohnform in Myeonmokdong doch recht häufig vorkommt.
Seit der koreanischen Seifenoper Oktabbang Goyangi (옥탑방 고양이) aus dem Jahr 2003 verbinde ich, und vermutlich auch einige Koreaner, irgendwie etwas romantisches mit diesen kleinen Häuschen. Schade, dass wir so etwas nicht in Incheon gefunden haben.
Dieses Gericht heißt Andong Jjimdak (찜잙) und ist Hühnerfleisch mit Glasnudeln und Gemüse in einer süßen aber auch scharfen Brühe auf Sojasoßen-Basis. Namensgebend ist auch hier der Ort Andong aus der Mitte Südkoreas. Erhältlich ist es jedoch in ganz Korea; allein in Jongno gibt es mehrere darauf spezialisierte Restaurants.
Auch wenn man eher selten auf Straßenstände trifft, die beide Snacks verkaufen, ist mir genau dies bei meinem ersten Koreabesuch vor 12 Jahren widerfahren. Meine Augen schielten auf das Hotdog, bestellen tat ich mit meiner deutschen Aussprache aber "leider" ein Hoddeok. Zum Glück schmeckt beides!
Mitte September bin ich auf ein Restaurant gestoßen, welches sich auf das Gericht Andong Gukbab (안동국밥) spezialisiert hat, einem Rindfleischeintopf aus dem Ort Andong in der Mitte Südkoreas. Dieser Eintopf hat gewisse Ähnlichkeit mit der bereits vorgestellten Haejangguk (해장국), wird jedoch mit Rind- und nicht mit Schweinefleisch hergestellt. Kann ich nur empfehlen.
Da ich das klassische Donkkase schon mehrfach gegessen habe, gab es diesmal eine Variation: Goguma-Donkkase (고구마돈까스). Goguma (고구마) bedeutet "Süßkartoffel" und wird von Koreanern geliebt. Es handelt sich hier also um ein Schnitzel mit einer Füllung aus Süßkartoffelmus. Cordon bleu mal anders!
Beim Bestellen sollte darauf geachtet werden, dass die Silbe Bbyeo (뼈), Bedeutung Knochen, im Namen enthalten ist. Es gibt nämlich auch Varianten dieser Suppe ohne die großzügige Fleischeinlage.
Daneben gibt es eine weitere Variante dieses Gerichts mit dem Namen Kamjatang (감자탕), was übersetzt so viel wie "Kartoffelsuppe" heißt. Die beiden größten Unterschiede, die ich zwischen beiden Gerichten ausmachen konnte, sind zum einen die Kartoffeln (in Haejangguk nicht enthalten), zum anderen die Tatsache, dass Kamjatang nur in größeren Portionen, d.h. ab 2 Personen, bestellt werden kann, während Haejangguk auch Single-Kompatibel ist.
Am liebsten essen es die Koreaner wie folgt: Man nehme ein Salatblatt und/oder ein Sesamblatt in die Hand, lege darauf ein Stück gebratenes Fleisch, etwas Dip, Salatmischung und forme daraus ein kleines, mundgerechtes Päckchen. Einfach nur lecker. Ich persönlich lege auch gerne Kimchi mit auf den Grill. Und wer Sesamblätter nicht kennt, sollte sie unbedingt probieren! Absolut klasse, der Geschmack.
Übrigens ist Samgyeopsal eines der wenigen Gerichte, das von Haus aus ohne Reis serviert wird. Dieses kann man bei Bedarf natürlich mitbestellen. In unserem Fall wählten wir jedoch als zusätzliche Beilagen Kimchijjigae (김치찌개), einen Eintopf aus Kimchi, und Dosirak (도시락), was so viel wie Lunchbox bedeutet und aus Reis, Ei und Gemüse besteht. Der Name kommt daher, da es sich hierbei tatsächlich um eine typische Mittagsverpflegung von Schülern in Korea handelt.
Dazu gab es wieder unzählige Beilagen. Erwähnenswert ist hier vor allem Bossam (보쌈), was eigentlich keine typische Beilage, sondern üblicherweise ein eigenes Hauptgericht ist. Dabei handelt es sich um gekochtes Schweinefleisch, dass mit einer salzigen Soße und Chinakohl gegessen wird.
Wie die beiden unteren Fotos zeigen, waren wir auch noch in anderen Lokalen und haben in den kurzen zwei Wochen in Korea relativ viel Chicken gegessen. Gerade letzteres Foto zeigt einen sehr typischen Tisch in eine "Chimaek (치맥)" (kurz für: 치킨 & 맥주, Chicken & Beer). Neben dem Hähnchen, dort in Knoblauchmarinade, gibt es auch in diesen Grillrestaurants Beilagen zum Hauptgericht, und das sind typischerweise Popcorn, Rettich und Krautsalat. Während das normale koreanische Essbesteck aus zwei Stäbchen und einem Löffel besteht, ist Chicken so ziemlich das einzige Gericht welches - warum auch immer - mit zwei(!) Gabeln serviert wird.
Fuer fortgeschrittene Anfaenger, also den Intermediate Level, findet man dagegen leider kaum hilfreiche Angebote. Sehr ueberrascht war ich daher ueber das kostenlose und gut aufbereitete Angebot der Webseite TalkToMeInKorean.com. Neben Material fuer Einsteiger bietet die Webseite in der Rubrik 이야기 ein woechentliches Podcast (bisher sind schon 90 Folgen erschienen!) fuer Intermediate an. In den Episoden unterhalten sich jeweils zwei Personen ueber ein bestimmtes Thema, rein auf Koreanisch, ohne stoerendes Englisch. Neben der Audiodatei im MP3-Format kann auch eine Mitschrift des Gespraechs heruntergeladen werden. Ich bin begeistert!
P.S. Ich wuensche Euch allen ein frohes neues Jahr!Eine bunt gemischte französische Touristengruppe trifft sich am Flughafen, um gemeinsam das "Land der Morgenstille" zu besuchen. Hinter diesem lyrischen Namen verbirgt sich allerdings der totalitäre Staat Nordkorea. [...] Gilles de Maistres "Nordkorea für Einsteiger", ist ein unterhaltsames Roadmovie vor dem monumentalen Dekor omnipräsenter Propaganda und gleichzeitig das engagierte Bild des letzten praktizierten Kommunismus der Welt.
Mehr Infos: Arte.TV
Meine Familie hatte ich uebrigens zentral in Insadong untergebracht, im vergleichsweise guenstigen Hotel Sunbee. Ein Doppelzimmer kostet ca. 50 EUR pro Nacht, die Lage ist sehr gut.
Im Tumuli Park trifft man auf 23 weitere Silla-Grabhuegel. Einer davon, Cheonmachong, kann sogar betreten werden. Im Inneren werden einige Ausgrabungsstuecke ausggestellt sowie die Bauweise der Graeber vorgestellt.
Ein weiteres nennenswertes Grab in Noseodong ist Bonghwadae, mit 22 Metern der hoechste Silla-Grabhuegel.
In Gyeongju, wie eigentlich in jeder koreanischen Stadt, gibt es eine Love Motel Town. Wo ich meine Schwiegereltern vermutlich nicht unterbringen koennte, sahen wir dagegen kein Problem. Denn mal ehrlich: Ein besseres Preis-Leistungsverhaeltnis bietet kein Hotel!
Aus der Programminfo von 3sat.de:
Nach ihrem Erfolgsfilm "Full Metal Village" über die Heavy-Metal-Szene in der norddeutschen Provinz, stellt die Koreanerin Sung-Hyung Cho mit "Endstation der Sehnsüchte" ihren zweiten "Heimatfilm" vor, der dieses Mal tief in der Vergangenheit ihres Landes wurzelt. In Erinnerung gerufen werden die Schicksale dreier Frauen, die den Übergang von der alten in die neue Welt und wieder zurück mit großer Kraft und unbändigem Lebenswillen meisterten. "Endstation der Sehnsüchte" entführt mit viel Gespür für Humor und Situationskomik in eine Welt des gelebten Multikulturalismus mit all seinen Brüchen.
(Quelle: 3sat.de)
Fotoshooting
Wie sollte es auch anders sein, stand am Anfang der Zeremonie wieder das obligatorische Fotoshooting.
Begruessung der Eltern des Braeutigams
Im ersten Teil der Zeremonie begruessten wir meine Eltern mit einer Verbeugung. Anschliessend schenkten wir ihnen einen Drink ein. Was dann folgte, war sehr lustig: Meine Eltern mussten uns Kastanien und getrocknete Datteln zuwerfen, die wir gemeinsam mit Seyeongs Hanbok auffangen sollten. Dieses Ritual soll wohl Auskunft ueber die Fruchtbarkeit des Brautpaares geben bzw. ihnen diese wuenschen. Wie dem auch sei, einige Fruechte und Nuesse haben wir zum Glueck auffangen koennen. Abschliessend konnten meine Eltern noch einige persoenliche Worte an uns richten.
Begruessung der Eltern der Braut
Das Begruessungsritual wiederholte sich anschliessend mit Seyeongs Eltern und sie richteten ebenfalls einige nette Worte an uns.
Begruessung der Schwester des Braeutigams
Vermutlich nicht im offiziellen Protokoll vorgesehen, aber da meine Schwester mit ihrem Freund schon den weiten Weg nach Korea auf sich genommen hatten, begruessten wir die beiden ebenfalls im Rahmen der traditionellen Zeremonie
Anstoss Braut und Braeutigam
Nachdem wir bisher immer nur Drinks an andere verteilten, folgte nun ein Zeremonieteil, bei dem wir uns gegenseitig einen Drink einschenken und auf unsere Zukunft anstossen durften.
Dattel-Kuss
Etwas irritiert war ich von dem folgenden Ritual, da es ich nicht gleich verstand, was ich eigentlich machen sollte. Dabei sollte eine getrocknete Dattel per Kuss von Brsaut zu Braeutigam ueberreicht werden. Welche Bedeutung dies hat, kann ich nicht sagen.
Huckepack einmal um den Tisch...
Spaetestens bei der Huckepackrunde um den Tisch kamen mir erste Zweifel auf, ob es sich hierbei tatsaechlich um eine traditionelle Zeremonie handelt ... ;-)
Abschlussfotos
Selbstverstaendlich folgten auch am Ende der Zeremonie noch ein paar Bilder...
Geschenkuebergabe
... das offizielle Ende bestand schliesslich in der Verbeugung voreinander und der Ueberreichung eines Geschenkumschlags.
Snackbox
Die Snackbox, die waehrend der Zeremonie auf dem Tisch stand, haben wir spaeter mitgegeben bekommen. Sie enthielt verschiedene getrocknete Fruechte, Nuesse und suesse Snacks.
Waehrend Seyeong noch mit dem Fotoshooting beschaeftigt war, stellte ich mich an den Empfang und begruesste gemeinsam mit den Elternpaaren die eintreffenden Gaeste. Der Beginn der Zeremonie war fuer 13 Uhr angesetzt, was fuer die Gaeste bedeutete, dass das Buffet bereits ab 12.00 Uhr (und bis 15.00 Uhr) eroeffnet ist. Da zu koreanischen Hochzeiten vor allem auch Freunde und Bekannte der Eltern kommen, die das Brautpaar gar nicht kennen, wundert es wenig, dass zahlreiche Gratulanten nach dem Empfang direkt zum Buffet aufbrachen und der Zeremonie gar nicht erst beiwohnten. So waren wir spaeter auch ein wenig ueber die Abrechnung ueberrascht, als dort knapp 230 Essen ausgezeichnet waren, wir selbst aber nur knapp 50 Personen eingeladen hatten.
Einzug der Muetter
Um Punkt 13 Uhr begann schliesslich die Zeremonie mit dem Einzug der Muetter. Die Muetter hatten dabei die Aufgabe, auf der jeweiligen Familienseite die Kerzen zu entzuenden und anschliessend sich und die Gaeste zu begruessen. Gewoehnlicherweise sitzten die Gaeste der beiden Familien getrennt voneinander und ebenso wird auch am Empfang das Geld (in Korea schenkt man eigentlich nur Geld, und zwar in der Regel eine ungerade Summe) getrennt durch die jeweiligen Repraesentanten der Familen entgegen genommen. In unserem Fall waren die Plaetze aber gemischt besetzt, da meine Familie verstaendlicherweise nur wenige Gaeste hatte.
Einzug des Braeutigams
Die Muetter waren mit ihrem Teil der Zeremonie schneller fertig, als ich gucken konnte. Und schon war ich an der Reihe und musste bei Musik den Gang entlang bis zum Pastor marschieren. Etwas mulmig war mir schon, da wir die Zeremonie nie geprobt hatten. Vorne angekommen, begruesste ich mit einer Verbeugung den Pastor und die Gaeste.
Einzug des Brautvaters mit der Braut
Anschliessend wurde ganz traditionell die Braut von ihrem Vater an der Hand nach vorne gefuehrt und an mich als Braeutigam nach einer kurzen Begruessung uebergeben. Da Seyeongs Kleid ziemlich lang war, musste sie leider die meisste Zeit auf den Boden und ihre Fuesse schauen, um nicht zu stolpern.
Predigt und Trauung
Was folgte, ist mit einer kirchlichen Hochzeitsfeier bei uns in Deutschland zu vergleichen. Der Pastor eroeffnete die Zeremonie, hielt eine Predigt, betete, und es wurde gemeinsam gesungen. Lediglich die Bibelstellen haette man in Deutschland vermutlich anders gewaehlt und der Zeitplan waere nicht so eng bemessen. Der Empfang der naechsten Braut war naemlich bereits voll im Gange.Die ganze Zeit ueber standen wir mit dem Ruecken zur Menge und folgten den Worten des Pastors. Schliesslich kam das gegenseitige Eheversprechen, welches auch ich auf koreanisch aufsagte. Mit ein wenig Uebung und einem Sprickzettel ging das aber trotz Aufregung ohne grosse Versprecher ueber die Buehne. Befremdlich fand ich neben den Bibelstellen vor allem auch den abschliessenden Schwur auf die Bibel.
Liedvortrag
Was folgte war eine gelungene Ueberraschung: Seyeongs Mutter hatte eine professionelle Saengerin aus ihrem Kirchenchor dazu verpflichtet, eine Ballade fuer uns vorzutragen. Und die Frau hatte eine Wahnsinnsstimme! Absolut genial.
Danksagung der Vaeter
Nachdem die Muetter fuer die Eroeffnung der Zeremonie zustaendig waren, lag die Danksagung an die Gaeste bei den Vaetern. Beide richteten ein paar kurze Worte an das Publikum. Eine sehr liebe koreanische Freundin von mir, die als Germanistikprofessorin an einer koreanischen Universitaet taetig ist, stand meinen Eltern waehrend der gesamten Feier zur Seite und uebersetzte die Worte meines Vaters.
Segen
Es folgte der christliche Segen durch den Pastor.
Tortenanschnitt
Die Hochzeitstorte war nicht zum Verzehr gedacht, zumindest nicht waehrend der Feier. Der Anschnitt mit dem ueberdimensionierten Messer und das Anstossen mit Fruchtsaft war rein als Showeinlage fuer die Gaeste gedacht. Man hatte uns die Torte zwar zum Abschluss mitgegeben, aber sie war ungeniessbar. Wir sind froh, dass wir fuer diese Aktion nicht die angesetzten 250.000 Won bezahlen mussten. Dies verdanken wir dem Umstand, dass der Wedding Hall im Vorfeld ein Fehler bei unserer Terminplanung unterlief.
Verabschiedung
Nach knapp einer Stunde war die Zeremonie vorueber und wir bedankten uns bei unseren Eltern und Schwiegereltern mit Verbeugungen und Umarmungen. Gemeinsam wurde sich dann auch noch einmal vor den Gaesten verbeugt.
Auszug der Braut und des Braeutigams
Es folgte der Auszug des Brautpaares - wir hatten es geschafft!
Die Planung einer Hochzeitsfeier ist in Korea eigentlich gar nicht so aufwendig - wenn ich mal an den Stress denke, den einige Freunde hier in Deutschland hatten. Nachdem wir bereits vor einigen Monaten den Termin auf den 28. August festgelegt hatten, stand an erster Stelle die Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort. Hier bieten sich in Korea grundsaetzlich zwei verschiedene Locations an, naemlich eine Kirche oder eine Wedding Hall. Eine Wedding Hall ist ein auf Hochzeiten spezialisiertes Veranstaltungszentrum, das fuer Feiern meist komplette All-Inclusive-Packages anbietet. Feiern in Kirchen sind dagegen nur ueblich, wenn einer der Partner oder die Eltern aktive Mitglieder in einer Gemeinde sind und fordern etwas mehr Organisationsaufwand.
Zuerst wollten wir im Korea House in Jongno feiern, einer Wedding Hall, die auf Hochzeiten im traditionellen koreanischen Stil spezialisiert ist. Davon waren allerdings Seyeongs Eltern nicht so begeistert, da sie sich eine christliche Feier wuenschten. Zudem ist das Korea House vergleichsweise teuer. Daher planten wir zunaechst eine Feier in Seyeongs Kirche, haben diese Idee aber schnell wieder verworfen, da es Seyeong von der Organisation her zu aufwendig erschien. Schliesslich musste sie sich um das meiste alleine kuemmern, da ich in Deutschland war. Einen guten Mittelweg, mit dem im Endeffekt alle zufrienden waren, fanden wir schliesslich mit der Yeoido Teachers Union Wedding Hall. Dieses Veranstaltungszentrum im Herzen von Seoul bietet speziell Lehrern bzw. Beamten (Seyeong ist Grundschuhllehrerin) guenstige All-Inclusive-Konditionen und sowohl die Moeglichkeit einer christlichen als auch traditionellen koreanischen Zeremonie.
Das Komplettpaket der Wedding Hall enthielt so ziemlich alles, was fuer eine Hochzeitsfeier notwendig ist: Vom Leih-Brautkleid und -Smoking ueber Friseurtermin, Blumenschmuck, Brautstrauss und Hochzeitstorte bis hin zum Foto- und Videografen sowie dem Buffet fuer die Gaeste. Anders ausgedrueckt: Nachdem wir die Wedding Hall gebucht hatten, mussten wir nur noch fuer einen Moderator, musikalische Unterstuetzung, Einladungskarten und einen Hanbok (traditonelle koreanische Kleidung) fuer den traditionellen Teil der Zeremonie sorgen. Fuer die Leitung der Zeremonie konnten wir den Pastor von Seyeongs Kirchengemeinde gewinnen, fuer die Musik Mitglieder des Kirchenchors. All dies konnten wir bzw. Seyeong gluecklicherweise schon vor meiner Ankunft in Korea organisieren, und auch den Papierkram konnten wir groesstenteils schon gut im Vorfeld abwickeln.
Am Montag 16. August, dem Tag nach meiner Ankunft in Korea, haben wir schliesslich den ganzen Papierkram abgeschlossen. Das war eine Renne- und Warterei. Zuerst ging es zur Botschaft, dann zum Stadtviertelbuero, und schliesslich zum Auswaertigen Amt. Das Standtviertelbuero uebernimmt dabei die Rolle vom Standesamt, d.h. offiziell sind wir bereits seit diesem Tag verheiratet. Aber das ist in Korea reine Formsache. In einem Grossraumbuero wird nur schnell ein Formular ausgefuellt, alles andere abgestempelt, und die Sache ist erledigt. Keine Zeremonie, keine Glueckwuensche. Dafuer immerhin sehr preiswert, wie alle Behoerdenangelegenheiten in Korea.
Am Abend ging es dann noch zu den vielen Schmuckgeschaeften in Jongno - schliesslich mussten wir noch Ringe und Brautschmuck aussuchen und die sollten auch bis zur Feier fertig werden. Waehrend sich Seyeong ein schoen verziertes Schmetterlings-Set mit Kette, Ring und Ohrringen aussuchte, konnte ich meinen Geschmack bei den Ringen durchsetzten - relativ einfache, wenig verzierte, aber dennoch schoene Goldringe.
Am naechsten Tag, am Dienstag, ging das Programm voll weiter. Zuerst ging zuerst es nach Seoul, um bei dem Dienstleister der Wedding Hall fuer mich ein Frack auszusuchen. Das hat nicht lange gedauert, udn die Wahl fiel auf ein etwas dunkleres Exemplar mit einigen helleren Elementen bzw. Streifen. Anschliessend waren wir noch bei einem Geschaeft fuer die traditionelle Kleidung Handbok, um dort etwas fuer mich auszusuchen. Seyeong hatte sich bereits im Vorfeld einen Hanbok gekauft. Zu diesem Geschaeft sollte es am darauf folgenden Sonntag nochmals mit meiner Mutter gehen, da auch sie einen Hanbok auf der Feier tragen sollte.
Am Mittwoch stand Seyeongs Friseurbesuch an. Allerdings wurde dort nicht probefrisiert, sondern nur eine Typenberatung durchgefuehrt. Ob sich dafuer die vergleichsweise lange Anreise gelohnt hat, wage ich zu bezweifeln. Immerhin gab es im Anschluss noch eine Gesichtsmassage- All-Inclusive, versteht sich. Abschliessend ging es zur Wedding Hall, um Seyeongs Maße fuer das von ihr bereits im Vorfeld ausgesuchte Kleid abnehmen zu lassen. Und, fast habe ichs vergessen, am Abend haben wir noch eine Location fuer unsere kleine Party am Freitag ausgesucht.
Am Donnerstag stand Shopping auf dem Programm: Zum einen haben wir im koreanischen Supermarkt eine Grundausstattung koreanischer Lebensmittel fuer Deutschland besorgt, zum anderen ging es in den Luxus-Tempel von Lotte. Schliesslich gab es zur Hochzeit eine Gold-Mitgliedschaft von Lotte Duty Free geschenkt. Und so deckten wir uns auch noch ein wenig mit Ginseng und anderen Luxusguetern ein.
Am Abend brauchte ich noch einige Zeit, um das Hochzeitsprogramm ins Deutsche zu uebersetzen. Die Bibelsprueche haben mich schon etwas schockiert, aber der Pastor nimmt diese bei jeder Hochzeitsfeier und da will man dann auch nicht reinreden... In Deutschland gibts dann spaeter hoffentlich schoenere Bibelstellen.
Am Freitag vormittag war ich dann mit meiner lieben Freundin Jingeum verabredet, um die Details der Hochzeitsfeier zu klaeren. Sie ist ein sehr lieber Mensch und hat sich als Germanistik-Professorin mit ihren guten Deutschkenntnissen dazu bereit erklaert, meine Eltern waehrend der Hochzeitsfeier zu begleiten. Das stellte sich auch als sehr gute Entscheidung heraus und meine Eltern konnten dank Jingeum die Feier gut verfolgen und geniessen.
Am Freitag Abend fand schliesslich noch eine kleine Party im Garten Bier in Hongdae mit guten Freunden statt, quasi als Vorfreudeparty und aus dem Grund, dass auf der Feier knapp eine Woche spaeter selbst nur wenig Zeit fuer Unterhaltungen sein wuerde. Es war ein sehr netter Abend, dass muss man schon sagen.
Am Samstag Nachmittag trafen schliesslich meine Eltern in Korea ein, und so durften Sie unser Lieblings-Samgyeopsal-Restaurant in Bupyeong kennenlernen. Am Sonntag folgte schliesslich der letzte Planungsakt, naemlich die Hanbokauswahl meiner Mutter. Anschliessend machten meine Eltern und ich uns nach einem gelungenen Mittagessen mit Samgyetang, Bibimbab und Bulgogi fuer ein paar Tage auf den Weg nach Gyeongju. Doch dazu spaeter mehr.
Nach der Rueckkehr aus Gyeongju am folgenden Mittwoch fand das erste Treffen der Eltern statt. Das war schon spannend, aber verlief trotz der Sprachbarriere wirklich gut. Normalerweise geht man zu einem solchen Anlass wohl in einer traditionelles Hanjeongsik-Restaurant, aber dieses Essen (Reis mit extrem vielen Beilagen) erscheint mir fuer meine Eltern zu kompliziert, und so luden uns Seyeongs Eltern in ein Meeresfrueche-Shabu-Shabu-Restaurant ein. Da war fuer jeden etwas dabei, und Gabeln gab es auch - im uebrigen ein echtes Problem fuer meine Eltern in so manch anderem Restaurant.
In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag trafen dann auch meine Schwester und ihr Freund in Korea ein, so dass am Donnerstag und Freitag Sightseeing in Seoul auf dem Programm stand - auch hierzu spaeter mehr. Am Donnerstag Abend gab es schliesslich noch eine Abschiedsfeier mit Seyeongs Kollegen und Kolleginnen in Incheon. Fazit daraus: Koreanische Grundschullehrer(innen) sind gute Trinker ;-)
Am Samstag fand schliesslich die Hochzeitsfeier statt, aber hierzu werde ich noch einen separaten Bericht verfassen. Die Hochzeitsnacht war jedenfalls ziemlich umromantisch, was daran lag, dass wir Seyeongs Wohnung komplett ausraeumen mussten, da wir ja bereits am Abend des drauffolgenden Tages nach Deutschland fliegen sollten.
Vor dem Abflug nach Deutschland verbrachten wir noch etwas mit Seyeongs Eltern, zunaechst zu Hause, und anschliessend lud uns ihr Vater in ein sehr gutes Rindfleisch-Restaurant ein (Han-u, koreanische Kuh). Das war extrem lecker. Obwohl schon bei Essen die ersten Traenen flossen, war der Abschied von den Eltern am Abend vergleichsweise kurz und schmerzlos.
Es folgt ein kurzer Ueberblick der benoetigten Dokumente, wo man sie erhaelt und was mit ihnen zu tun ist. Dazu Vorlagen fuer die erforderlichen Uebersetzungen. Diese kann man naemlich getrost selbst vornehmen, ohne einen kostspieligen Uebersetzer. Die Deutsche Botschaft uebernimmt auch dann die Beglaubigung.
In Korea:
1. Die koreanische Verlobte muss die folgenden drei Familienurkunden einholen: 가족관계증명서 (Urkunde über die familiäre Verwandtschaft), 기본증명서 (Grunddatenurkunde) und 혼인관계증명서 (Urkunde über die eheliche Verwandtschaft). Diese Urkunden stellt jedes beliebige Registeramt in Korea (d.h. z.B. jedes Gu-Office in Seoul) gegen Vorlage der koreanischen ID-Card und eine geringe Gebuehr aus. Der Wohnort bzw. Geburtsort ist fuer die Wahl des Gu-Office unerheblich. Die Urkunden werden sofort ausgestellt.
2. Die drei koreanischen Familienurkunden muessen nun mit einer sogenannten Apostille versehen werden. Dabei handelt es sich um ein international anerkanntes Siegel fuer oeffentliche Urkunden und Dokumente, mit dem die Echtheit solcher Unterlagen bestaetigt wird. Dieses Siegel kann bei dem Ministry of Foreign Affairs and Trade in Jongno, Seoul (Wegbeschreibung) beantragt werden. Die Ausstellung dauert ca. eine Stunde.
3. Die drei koreanischen Familienurkunden muessen anschliessend ins Deutsche uebersetzt werden. Dies koennen die Verlobten getrost selbst vornehmen, da es sich um standardisierte, sehr einfache Urkunden mit wenig Text handelt. Daher kann ich auch drei entsprechende Uebersetzungsvorlagen zur Verfuegung stellen, die wir ebenfalls von einem Freund erhalten und verwendet haben: Urkunde über die familiäre Verwandtschaft, Grunddatenurkunde und Urkunde über die eheliche Verwandtschaft. (Mindestens die rot markierten Stellen muessen angepasst werden. Die Uebersetzungen stellen den Fall dar, dass der koreanische Partner zuvor noch nicht verheiratet war.)
4. Die angefertigten Uebersetzungen muessen nun zusammen mit den original koreanischen Urkunden bei der Deutschen Botschaft in Seoul zur Beglaubigung eingereicht werden. Die Bearbeitung dauert ca. 2 Werktage und kostet je Urkunde umgerechnet 10 Euro.
In Deutschland:
5. Der deutsche Verlobte muss nun unter Vorlage der drei mit Apostille versehenen koreanischen Urkunden und ihren beglaubigten Uebersetzungen am Standesamt seines Wohnsitzes in Deutschland ein sogenanntes Ehefaehigkeitszeugnis beantragen. Die Ausstellung dauert je nach Standesamt einige Tage und kostete in unserem Fall knapp 40 Euro. Laut Botschaft sollte man unbedingt darauf achten, dass die koreanischen Urkunden vom deutschen Standesamt zurueckgegeben werden, da sie spaeter bei der Botschaft (Schritt 6) erneut vorgelegt werden muessen.
Wieder in Korea:
6. Die beiden Verlobten muessen gemeinsam bei der Deutschen Botschaft in Seoul vorsprechen. Benoetigte Dokumente sind das deutsche Ehefaehigkeitszeugnis, die drei koreanischen Familienurkunden, die beiden Paesse, ein wenig Geduld und knapp 20 Euro. Zusaetzlich muss ein Fragebogen der Botschaft vor Ort ausgefuellt werden. Zu diesem Zeitpunkt muss man sich auch auf ein koreanisches Standesamt (Gu-Office) festlegen, an dem die Eheschliessung stattfinden soll. Die Botschaft stellt darauf hin zwei Dokumente in jeweils dreifacher Ausfuehrung auf: Die Declaration of Eligibility for Marriage und den Report and Certificate of Marriage. Letzteres Dokument ist der Vordruck der Eheurkunde, welches von dem koreanischen Standesamt abgestempelt wird.
7. Das Dokument "Report and Certificate of Marriage" muss nun ins koreanische uebersetzt werden. Auch diese Uebersetzung koennen die Verlobten selbst vornehmen. Eine Beglaubigung wird nicht benoetigt - zumindest war dies in unserem Fall beim Standesamt Yongsan Gu-Office so. Die Uebersetzung dient nur als Hilfe fuer die Beamten im Standesamt. Eine Vorlage: Koreanische Eheurkunde.
8. Jetzt kann das bereits bei der Botschaft festgelegte koreanische Standesamt fuer die Eheschliessung aufgesucht werden. Hier muss noch ein koreanischer Vordruck ausgefuellt werden und zusammen mit den beiden Dokumenten der dt. Botschaft, der angefertigten Uebersetzung, und den Paessen eingereicht werden. Sowohl auf dem Vordruck vom Standesamt als auch auf dem Report and Certificate of Marrage muessen zwei Zeugen angegeben werden und unterschreiben. Die Zeugen muessen jedoch nicht persoenlich auf dem Standesamt erscheinen. Gegen eine geringe Gebuehr werden nun die Vordrucke der Eheurkunde abgestempelt. Laut Botschaft soll man unbedingt darauf achten, dass auch das Datum der Eheschliessung gestempelt wird. Ein reiner Verwaltungsakt ohne zeremoniellen Character wie in Deutschland. Auch Glueckwuensche gab es von der Beamtin nicht.
9. Die Eheurkunde (Report and Certificate of Marriage) muss nun noch mit einer Apostille versehen werden, damit sie auch von den deutschen Behoerden anerkannt wird. Siehe Punkt 2.
(Stand: August 2010. Alle Angaben ohne Gewaehr. Aktuelle Informationen gibt es von der Deutschen Botschaft in Seoul)
Der Grundpreis fuer diese Karte inkl. Druck liegt z.B. bei 1.200 Won (nicht mal 1 EUR), und es gibt kraeftige Mengenrabatte. Da kann man echt nichts sagen. Und die Portokosten in Korea gehen auch gegen Null.
Auf einer koreanischen Einladungskarte findet man eigentlich fast immer die gleichen Informationen: Eine genaue Beschreibung der Location inklusive Umgebungskarte, die Namen der Braut, des Braeutigams und der jeweiligen Eltern sowie einen kurzen Text. Hier wird vermutlich auch meistens auf allgemeine Floskeln zurueck gegriffen, und der Kartenshop praesentiert auch eine grosse Auswahl an Texten. Welchen Text wir nehmen werden, steht noch nicht fest, aber von Seyeongs Mutter kam folgender Vorschlag:
하나님의 사랑으로 만난 두사람이
이제 새로운 가정을 이루는 약속을 하려합니다
참석하시어 많은 격려와 축복을 해 주시기 원합니다
Was - sofern mein Koreanisch nicht ganz eingerostet ist - frei uebersetzt in etwa folgendes heissen sollte:
Zwei Menschen, die sich mit Gottes Hilfe gefunden haben,
wollen sich das Versprechen geben, eine neue Familie zu gruenden.
Kommet zusammen, gratuliert zahlreich und gebt euren Segen.
Vor ziemlich genau 4 Jahren, im August 2006 habe ich auf dem Weg nach Korea zwecks Auslandsstudium an der Yonsei University einen Zwischenstopp in der Tuerkei eingelegt. Die zukuenftige Braut war zu diesem Zeitpunkt auf Europareise mit Endstation in Istanbul. Und wie es der Zufall so wollte, landeten wir in der gleichen Absteige, dem Orient Hostel in Istanbul. Istanbul, die Stadt auf zwei Kontinenten. Die Stadt, die Europa und Asien verbindet. Na wenn das mal kein Zeichen war?
Hostels sind bekanntlich sehr tolle Orte um Leute kennenzulernen, insbesondere wenn man alleine unterwegs ist. Man findet immer jemanden, um gemeinsam zu Essen, Sehenswuerdigkeiten zu besichtigen und ... manchmal auch zum verlieben :) Jedenfalls lernten wir uns an meinem zweiten Abend in Istanbul kennen und probierten mit einigen anderen Gaesten die tuerkische Spezialitaet "Raki" aus. Und da es so lustig war, stand am naechsten Tag gemeinsames Sightseeing in Istanbul auf dem Programm. Und da wir beide auf dem Weg nach Seoul waren, gab sie mir ihre Telefonnummer.
Meine erste Woche in Seoul war ziemlich stressig. Aber irgendwas bewog mich nach einigen Tagen, mich bei Seyeong zu melden. Und so begann unsere Freundschaft. Das eine Jahr ging schnell vorbei. Aber ich kam wieder. Und wieder. Und irgendwann kam auch sie nach Deutschland. Und wieder. Und gemeinsam ging es nach Suedostasien. Und wieder... aber das habt ihr hier ja auch schon alles im Blog gelesen, oder?
Um endlich auf Dauer zusammen zu sein, habe ich mich im letzten Jahr nach dem Studium um einen Job in Korea bemueht, was aber nicht so recht geklappt hat. Und so flog ich mit den ersten Interviewterminen im Oktober zurueck nach Deutschland und bin seit Dezember bei einem renommierten Unternehmen in Frankfurt bzw. aktuell in Nuernberg taetig. Aber ein fester Arbeitsplatz bedeutet natuerlich auch, dass man nicht mal eben wieder fuer ein paar Monate zwischendurch nach Korea kann. Und so entschieden wir uns fuer diesen grossen Schritt.
Natuerlich musste diese Entscheidung erst nach meiner Rueckkehr fallen, und so ging es - Betriebsferien sei dank - ueber Weihnachten wieder nach Korea, um die zukuenftigen Schwiegereltern kennenzulernen. Wie es sich fuer Korea gehoert, wussten diese natuerlich nichts von ihrem Glueck und dem Freund ihrer Tochter. Aber sie haben die Nachricht relativ gut aufgenommen, vor allem der Vater war mir gegenueber aufgeschlossen. Es galt also, die Mutter zu ueberzeugen.
Zum ersten Treffen lud ich ihre Eltern in ein teures, traditionelles koreanisches Restaurant in Seoul ein. Selbstverstaendlich im Anzug. Dazu kleine Geschenke aus Deutschland, um das Eis zu brechen. Der Vater spricht zwar recht gut Englisch, bestand aber auf Koreanisch, damit auch die Mutter dem Gespraechsverlauf folgen konnte. Der Sprachkurs an der Yonsei zahlte sich aus!
Auch wenn uns Deutschen immer so viel Direktheit vorgeworfen wird - die Koreaner sind nicht besser. Zunaechst wurden die harten Fakten geklaert. Fragen nach Alter, Beruf, Einkommen, Wohnverhaeltnissen, Religonszugehoerigkeit, regelmaessige Gottesdienstbesuche der Eltern, Geschwister und meiner Wenigkeit waren Programm. Dennoch kamen aber auch Hobbys, die gemeinsamen Zukunftsplaene, potentielle Hochzeitstermine und wie wir uns kennen und lieben gelernt haben, an dem Abend nicht zu kurz. Irgendwie kann ich die Eltern auch verstehen, schliesslich kannten sie mich nicht und wir hatten nur eine gemeinsame Woche vor uns.
Am naechsten Tag stand dann der Besuch im Elternhaus an, wo auch der Bruder und die Grossmutter noch ueberzeugt werden wollten. Hier war der Widerstand geringer als erwartet. In den folgenden Tagen ging es dann wandern, und auch die Mutter wurde etwas gespraechiger. Heilig Abend wird zwar in Korea nicht gefeiert, aber ich nutze die Gelegenheit den klassischen "Deutschen Kartoffelsalat mit Wuerstchen" vorzustellen. Die leckeren Wuerstchen vom Oesterreicher in Itaewon kamen ganz gut an.
Die Woche verging wie im Flug, und schon bald war ich wieder in Deutschland. Im Januar war Seyeong dann hier, und nach Ihrer Rueckkehr begannen dann die konkreten Planungen. Aber ueber die Formalien und den relativ geringen Organisationsaufwand einer koreanischen All-Inclusive-Hochzeit werde ich spaeter berichten...
Hochzeitstermin ist der 28. August 2010.
Alle drei Sendungen koennen (noch) ueber die ZDF Mediathek kostenlos abgerufen werden. Hier die Links:
Bin mal kurz... etwas laenger in Seoul - Teil 1: Von Gelehrten und Gefluegel
Bin mal kurz... etwas laenger in Seoul - Teil 2: Auf den Spuren des Kimchi
Bin mal kurz... etwas laenger in Seoul - Teil 3: Mit der U-Bahn zum Golfplatz
Mehr aus dieser Doku-Serie gibts hier: Bin mal kurz ...
Die Deutsche Botschaft in Seoul und NAX - Netzwerk Architekturexport der Bundesarchitektenkammer präsentieren eine Auswahl deutscher Architekten und deren Projekte als deutschen Beitrag zur Seoul Design Olympiade 2009. Der Ausstellungsort, die PLATOON Kunsthalle, ist selbst ein Beispiel für die Kreativität deutscher Architekten im Ausland.
Die Ausstellung gliedert sich in drei Teile und zeigt einen Querschnitt durch die vielfältigen Facetten zeitgenössischer deutscher Architektur.
Teil A – Die NAX Paten repräsentieren eine Gruppe ausgewählter Architekturbüros aus Deutschland, die sich bereits einen internationalen Namen erarbeitet haben.
Teil B - „da! Architektur in und aus Berlin“ Die Berliner Architektenkammer zeigt eine Auswahl von 63 aktuellen Projekten aus Berlin, verteilt auf die Bereiche Wohnungsbau und Handel sowie öffentliche Bauten und Landschaftsarchitektur.
Teil C – Serie: „Die Baumeister - deutsche Architekten weltweit“ von Deutsche Welle TV. Wer in der Architekturszene vorne mitspielen will, muss international bauen: Satellitenstädte in China, Fußballstadien in Südafrika, Hochhäuser in Dubai. In dieser Serie stellt DW-TV fünf junge Architektenteams vor, die ihre ersten internationalen Erfahrungen sammeln und begleitet die Baumeister weltweit auf Baustellen und in die nagelneuen Häuser.
Für Ihre Fragen zu deutscher Architektur und Architek-ten steht Ihnen Herr Ralf Zabel, NAX-Repräsentant in Korea zur Verfügung: ralfzabel(at)gmail(dot)com
Auf den Fotos sind zwei Buchweizen-Gerichte zu sehen: Makguksu (막국수) ist eine mit Naengmyeon (물냉면) vergleichbare Eissuppe mit Buchweizennudeln, und Memiljeon (메밀전) ist eine Variante des koreanischen Pfannkuchens aus Buchweizenmehl.
Folgende Info erhielt ich per Email, die ich an dieser Stelle gerne weiterreiche:
Sagen Sie uns Ihre Meinung!
Das Marktforschungsunternehmen BASIS-KONTAKT GmbH & Co. KG sucht deutsche Teilnehmer/innen für eine Gruppendiskussion rund um das Thema Südkorea.
Sie sollten das Land im vergangenen Jahr und insgesamt schon mind. zweimal besucht haben - aus geschäftlichen bzw. beruflichen Gründen, im Rahmen eines Urlaubs oder für Studienzwecke. Zudem suchen wir weitere deutsche Teilnehmer/innen, die einen längeren Korea-Aufenthalt (mehr als 3 Monate) absolviert haben. Sie sollten Lust und Zeit haben, uns ihre Erfahrungen, Eindrücke und Probleme offen mitzuteilen.
Die Diskussionsrunde wird am 17.9.2009 um 17:00 Uhr in Hamburg-Altona stattfinden und rund zwei Stunden Zeit in Anspruch nehmen. Als Dank für Interesse und Zeit erhalten Sie selbstverständlich eine kleine Aufwandsentschädigung (60,-€).
Haben Sie Interesse oder weitere Fragen?
Rufen Sie uns gerne an: 0800 - 22 74 756
Nicht nur über die Auszeichnung freue ich mich, sondern auch über den Preis: eine neue Digitalkamera. Ich hoffe nur, dass ich Sie auch hier in Korea direkt erhalten kann und sie mir nicht nach Deutschland geschickt wird. Mit meiner Email-Adresse aus der Gewinnerliste kann ich mich naemlich leider nicht auf der KTO-Homepage anmelden, um wie gefordert die Daten zu korrigieren.
Wer von den deutschen Korea-Bloggern wurde noch ausgezeichnet???
Den Urlaub in Suedostasien habe ich uebrigens gut ueberstanden und die Berichte folgen natuerlich auch noch. Nur nicht ganz so schnell ... aber eine Blog-Pause tut auch mal gut!
Als wir nun am vergangenen Wochenende in Samcheong-dong waren, haben wir wieder so ein vermeintliches Matjib entdeckt: Ein kleines Restaurant in einer Seitenstrasse, dass uns dank der langen Schlange vor dem Eingang schon bei unserem ersten Besuch in Samcheong-dong vor einigen Wochen aufgefallen ist. Dieses Restaurant war auf das Gericht "Ddoekbogi" (떡복이) spezialisiert, eine Art Reiskuchen in scharfer Sosse. Nun, ich muss ganz ehrlich sagen: So umwerfend war das Essen in diesem Restaurant nun leider doch nicht - etwas zu suess fuer meinen Geschmack. Auch Seyeong meinte, dass eine lange Schlange nicht immer "Matjib" bedeuten wuerde, bei einer Schlangenbildung die Koreaner dies jedoch annehmen und die Schlange dadurch automatisch immer laenger wird. Vielleicht das naechste Mal doch lieber wieder ins altbekannte Jjigae-Matjib in Jongno ...
Bei dem Ausflug nach Samcheong-dong ist mir nun jedoch ein kleines chinesisches Restaurant aufgefallen, in dem doch tatsaechlich einmal keine Jjangmyeong & Co auf der Speisekarte stehen: Neben Fruehlingsrollen findet man unter anderem auch zwei verschiedene Sorten gebratener Nudeln, die meiner deutschen Vorstellung von chinesischem Essen schon naeherkommen. Ob die Inhaber nun aber tatsaechlich auch aus China kommen, ist natuerlich wieder ein ganz anderes Thema. Zumindest ist jedoch Koreanisch nicht ihre Muttersprache.
Vor einigen Tagen hat sich nun ergeben, dass ich nach einer spaeten Feier in Sinchon weder Lust auf eine Uebernachtung in der Sauna oder im teuren Motel, noch auf eine Taxifahrt zurueck nach Incheon hatte. Und so kam mir die Idee, einfach mal wieder im Travelers A vorbeizuschauen. Bei meiner Ankunft im Hostel wurde ich zunaechst durch eine komplett renovierte Rezeption und einen neuen Aufenthaltsraum ueberrascht.
Waehrend diese Entwicklung positiv zu bewerten ist, liessen die aus meiner Sicht schlechten Neuigkeiten leider auch nicht lange auf sich warten: Es gibt kein Dormitory mehr! Es werden nur noch komplette Zimmer vermietet, und so konnte man mir als guenstigste Option nur ein Vierbettzimmer (ohne eigenes Bad) fuer 35.000 Won anbieten. Dieser Preis bezieht sich zudem auf die Nutzung durch nur eine Person - will man das gleiche Zimmer zu viert belegen, kostet es noch einmal bedeutend mehr. Ich finde es wirklich bedauerlich, dass man sich fuer diesen Schritt entschieden hat. Damit wird diese Jugendherberge fuer allein Reisende, aber auch Paare total uninteressant: Fuer 30.000 bis 40.000 Won bekommt man naemlich schon ein komfortables Motelzimmer mit eigenem Bad, manchmal sogar mit Whirpool und eigenem PC.
In Korea gibt es in jeder U-Bahnstation oeffentliche Toiletten. Ich nehme mal an, dass viele auch mit Wickeltischen ausgestattet sind? Wirklich wissen tue ich es aber nicht. Sofern es Gruenflaechen gibt und sie auch von Einheimischen betreten werden, wird es sicher keine Probleme geben. Auch in Asien kommen oft Piktogramme zum Einsatz, so dass Toiletten und aehnliche Einrichtungen auch ohne Sprachkenntnisse identifiziert werden koennen. An den Sehenswuerdigkeiten und in Touristenvierteln (in Seoul z.B. Insadong, Itaewon) kann man mit Englisch sowie Haenden und Fuessen gut auskommen - besucht man dagegen ein kleines koreanisches Restaurant in einer rein koreanischen Wohnsiedlung, koennte das Bestellen etwas schwieriger werden. Was Babynahrung angeht habe ich absolut keine Ahnung. Ich vermute mal, dass man sie schon irgendwie erkennen wird? Aber vielleicht meldet sich hier ja noch jemand zu Wort, der in aehnlicher Situation in Asien unterwegs war oder ist...
Den Palast kann man aber trotzdem weiterhin besuchen.
Regie: Gina Kim, USA/ROK 2007, 90 Min, 35 mm, Farbe, OmeU, deutsche Erstaufführung!
Darsteller: Vera Farmiga, Jung-Woo Ha, David Lee McInnis, Musik: Michael Nyman
Di, 4. November 19:45 CinemaxX 4
Fr, 7. November 22:15 CinemaxX 4
So, 9. November 19:30 CinemaxX 1
In Sophies perfektem Leben fehlt nur ein Kind. Etliche künstliche Befruchtungsversuche sind fehlgeschlagen, und Sophie sieht sich dem massiven Druck der koreanischen Familie ihres Ehemannes ausgesetzt, die sich einen Stammhalter wünscht. Als Sophie in der Klinik einen jungen, illegalen Koreaner trifft, reift in ihr ein kühner Plan, der scheinbar problemlos aufgeht: Sie bezahlt den jungen Mann für jeden Beischlaf und wird zur großen Freude des ahnungslosen Ehemannes schwanger.
"Never Forever" ist ein kleines, filmisches Meisterwerk und erhielt den Jury-Preis von Deauville. Michael Nyman schrieb einen sanft-intensiven, spirituell anmutenden Score u.a. nach Gedichten von Paul Celan.
Resurrection of the Little Match Girl (Sungnyangp ali sonyeoui jaerim)
Regie: Jang Sun-Woo, ROK 2002, 123 Min, 35 mm, Farbe, OmeU
Darsteller: Kim Hyun-Sung, Lim Eun-Kyeong, Kim Jin-Pyo
Do, 6. November 22:00 Roter Saal
Fr, 7. November 22:00 Roter Saal
Als Su einem verschlossenen Mädchen ein Feuerzeug abkauft, ist sein ödes Leben als Imbiss-Lieferant plötzlich vorbei. Denn als er die auf dem Feuerzeug abgedruckte Nummer wählt, öffnet sich ihm eine neue Welt: Ihm wird angeboten, bei dem Game "Die Auferstehung des Mädchens mit den Schwefelhölzern" mitzuspielen. Su ist sofort dabei, doch er ist nur einer von vielen Kriegern in einer virtuellen Welt, in der man sich neben asiatischer Kampfkunst mit Waffengewalt bekämpft. Dabei wird auch ein Freund aus der Realität zum Feind. Gewonnen hat der Kämpfer, an den das Mädchen mit den Feuerzeugen denkt, während es glücklich stirbt. Doch plötzlich geht im System etwas schief, und das Mädchen läuft Amok.
Quelle: Filmfest Braunschweig
Teil 1:
Teil 2:
Teil 3:
In einigen Internetforen habe ich gelesen, dass es in der Naehe vom Namdaemun Markt einige Geschaefte fuer Outdoorzubehoer und Rucksaecke geben soll. Dort ganz musste ich aber zum Glueck dann doch nicht hin.
Also sind wir vor einige Tagen dort hin und haben uns beide fuer den Travelmate 38 Liter fuer knapp 40 Euro entschieden. Das ist kein Riesending, und sowas wollte ich auch nicht. Mal abgesehen davon, dass ich eh kaum Klamotten habe, ist ein grosser Rucksack auch schwer und unpraktisch. Die Erfahrung habe ich bereits vor einigen Jahren in Kanada gemacht. Ich denke damit werden wir auskommen.
So auch zum Thema Malaria, eine nicht ganz ungefaehrliche Krankeit, die auch in Suedostasien vorkommt. Empfohlen wird auf vielen Seiten ein Medikament namens Malarone, das nur sehr wenige Nebenwirkungen haben soll und wahlweise zur Prophylaxe als auch als Stand-By fuer die Notfallbehandlung bei auftretenden Symptomen verwendet werden kann. Ausserdem gibt es in der Region angeblich einen nicht unbedingt vernachlaessigbaren Anteil an Erregern, die bereits gegen andere Medikamente/Wirkstoffe resistent sind. Nach ausgiebiger Recherche hatte ich mich daher fuer Malarone und letztere Anwendungsmethode entschieden.
Dann die Ernuechterung in der Apotheke: Kein Malarone ohne Rezept. Zugegeben: in Deutschland wird es wohl aehnlich zugehen. Also fahren wir zum Gesundheitsamt in Nowon und gehen dort in ein Beratungsgespraech um ein Rezept zu bekommen. Ich erlaeutere meine Sicht der Dinge und schwoere auf Malarone. Man haette meinen koennen, ich wolle das Zeug verkaufen. Die Dame vertritt allerdings eine etwas andere Ansicht. Sie meint, wir muessten eine Prophylaxe durchfuehren, und dass dafuer ein Medikament namens Lariam mit dem Wirkstoff Mefloquine besser geeignet sei, weil man es nur 1x woechentlich einnehmen muss. Dass laut Wikipedia und auch anderen, serioesen Quellen bereits einige Erreger in Suedostasien gegen diesen Wirkstoff resistent sind, scheint fuer die Dame nicht von Bedeutung zu sein. Auch ich habe natuerlich keine genaue Vorstellung davon, in wie weit dies in der Praxis von Bedeutung ist. Auf meine Nachfrage diesbezueglich geht sie jedenfalls nicht weiter ein. Also haben wir nun Lariam fuer die Prophylaxe verschrieben bekommen und auch erhalten. Insgesamt 9 Wochen lang muessen wir nun einmal woechentlich dieses Zeug schlucken. Richtig gehoert, auch noch nach Ende der Reise!
Was mit an Lariam aber viel mehr Sorgen macht als irgendwelche Resistenzen, sind die moeglichen Nebenwirkungen. Darauf wurde im Gesundheitsamt zwar auch hingewiesen, aber ganz wohl ist mir dabei nicht. Man kann zwar auch Lariam als Stand-By verwenden (davon hat die Dame nichts erzaehlt, steht aber im Beipackzettel), in wie weit das gut/geeignet ist, ist natuerlich schwer zu sagen. Ich werde wohl einfach mal auf die gute Frau hoeren und gleich mal die erste Tabelette einwerfen. Sollten hier im Blog Aenderungen meiner Persoenlichkeit oder sonstige psychische Nebenwirkungen bemerkbar werden, sagt mir bitte bescheid!
Zur Beruhigung: Das Zeug ist auch in Deutschland zugelassen, kann also nur halb so schlimm sein. Trotzdem schlucke ich nur ungerne Tabletten.
Und zum Abschluss noch ein kleines Lob an das koreanische Apothekensystem: Hier bekommt man Tabletten immer genau abgestimmt. Eine Packung Lariam entaelt davon 8, wir benoetigen laut Rezept aber 9 Stueck. Und die bekommt man auch in der Apotheke: Eine Packung + eine einzelne Tablette. So hat man nachher nicht unnoetig viel von dem Zeug rumliegen und spart auch noch Geld.
Ausserdem bewegt mich momentan eine ganz andere Frage: Wer von meinen Lesern arbeitet eigentlich in Korea? In den naechsten Wochen wuerde ich naemlich sehr gerne einige neue Kontakte zur arbeitenden Bevoelkerung knuepfen und mehr ueber Einstiegsmoeglichkeiten insbes. bei deutschen Unternehmen in Korea erfahren. Jedem Leser dieses Blogs duerfte eigentlich klar sein: Ich moechte fuer einige Jahre hier leben und arbeiten, sofern sich ein angemessener Job finden laesst. Aber bei welchem Unternehmen in Korea habe ich als Wirtschaftsinformatiker ueberhaupt gute Einstiegschancen? Oder sollte ich vielleicht doch lieber zunaechst einige Jahre in Deutschland arbeiten und mich dann entsenden lassen? Mein Studium neigt sich jedenfalls langsam aber sicher dem Ende zu und im Mai beginne ich mit meiner Diplomarbeit. Und dann? Zurueck nach Korea, das waere schoen.
Ich freue mich ueber Kontakte, Erfahrungsaustausch, Ratschlaege und Jobangebote!
Erreichbar bin ich per Email oder telefonisch unter 010-7218-2104
(Lebenslauf und weitere Details auf Anfrage)
월요일, 3월10일에는 출발할 것이다. 우선 두바이에서 2박 2일을 보내고 나서 3월13일에 한국에 도착한다. 한국에서 2달동안 여행하고 한국어 복습할 계획이 있을 뿐만 아니라 나에게 맞은 독일회사도 찾으려고 한다. 아마 졸업 하는 대로 곧 한국에서 일을 할 기회를 없어도 벌써 좀 알아보고 싶다. 나중에 꼭 몇년이나 한국에 살고 싶거든...
그럼.. 한국에서 보자.
-- Lewis Carroll: Alice’s Abenteuer im Wunderland
Am vergangenen Montag bin ich nach einem kurzen Zwischenstopp in den Niederlanden sicher in Deutschland eingetroffen. Die Beamten bei der Sicherheitskontrolle in Amsterdam waren mehr als unfreundlich, da fuehlte man sich doch gleich wieder "Herzlich Willkommen in Europa". Ansonsten habe ich schon jetzt super viel zu tun, werde ab morgen wieder fuer einige Tage in Hamburg arbeiten und muss mich auf einige in naechster Zeit anstehende Pruefungen vorbereiten. Daher wird es in diesem Blog vorerst auch etwas ruhiger werden. Ich gehe aber mal davon aus in etwa 6 Monaten wieder in Seoul zu sein, wenn auch nur fuer einen kurzen Besuch.
브라운슈바이크: 한독 언어교환 찾음.
독일에서도 계속 한국어를 이용하고 싶어서 브라운슈바이크에 사는 한국친구를 찾읍니다. 자기 나라의 언어와 문화를 서로 가르십시다. 관심이 있다면 이메일로 연락 해주십시오.
Jay ist in den letzten Monaten zu einem meiner besten Freunde geworden. Das Interessante an unserer Freundschaft ist jedoch, dass ich ihn bereits vor weit mehr als 2,5 Jahren kennengelernt habe, damals aber nur oberflaechlich zwischen Tuer und Angel. Als ich mein Praktikum vor 2 Jahren in Korea absolvierte, wohnte er naemlich bereits im selben Wohnhaus. Ein gluecklicher Zufall, dass ich im letzten Jahr eher unfreiwillig wieder in dieses Haus gezogen bin - denn sonst haette ich ihn wahrscheinlich nie so richtig kennengelernt. Seine Nummer hatte ich naemlich bereits vor meiner Ankunft in Korea neben den vielen anderen Telefonbuchleichen aus meinem Handy geloescht. Doch dann rief ploetzlich jemand unerwartet meinen Namen. "Flo, Du bist immer noch hier?". Wer haette gedacht, das daraus eine so gute Freundschaft entstehen wird?
Am kommenden Dienstag laeuft um 20.15 Uhr auf VOX die Sendung "Goodbye Deutschland - Die Auswanderer" mit einem Paar, das es nach Korea gezogen hat. Der Trailer ist natuerlich wie erwartet schon sehr vielversprechend. Zitat: "Das [Essen] ist absolut widerlich." ;-)
In eigener Sache: Ab sofort werden die Kommentare in diesem Blog moderiert, d.h. erst nach Ueberpruefung freigeschaltet und oeffentlich angezeigt. Ich denke die damit einhergehende Verzoegerung ist in Anbetracht der momentan anwesenden Unruhestifter akzeptabel.
Muscus gibt es uebrigens mehrmals in Seoul, u.a. auch in Central City beim Kangnam Express Bus Terminal. Insbesondere am Wochenende sollte man einen Tisch reservieren.
Homepage: muscus.co.kr
Korea
- Korea Law Blog - Interessantes Blog eines seit ueber 10 Jahren in Seoul taetigen amerikanischen Anwalts
- Bridging Culture Blog - Korean global business and popular culture
- Government for Foreigners - Neues Portal der Regierung fuer Auslaender
Internet/IT
- TechnoKimchi - Spicy Thoughts on Digital Generation in Asia
- Nateon fuer Linux und Mac - Geschlossener Betatest, aber immerhin, es tut sich was. Nicht dass ich noch einen weiteren Messenger braeuchte, aber viele Koreaner verwenden ihn leider.
- khtml2png - Screenshots von Webseiten erzeugen
- Remember The Milk - Todo-Listen mit diversen Erinnerungsfunktionen (noch nicht getestet)
Unterhaltung/Sonstiges
- Maniac Mansion Speedrun - 9 minutes - Da werden alte Erinnerungen wach
- Monkey Island Flash Film - Unterhaltsam
- Kaffeepad-Info - Alles rund um Kaffee-Pads (ueberlege mir eine Senseo zu kaufen)
- 미녀들의 수다 - Bekanntes koreanisches Fernsehprogramm (KBS Account erforderlich)
Das Museum liegt etwas ausserhalb von Seoul. Anfahrt ist moeglich per U-Bahn mit der Linie 4 bis zur Station Seoul Grand Park. Von dort aus kann man mit dem kostenlosen Shuttle-Bus zum Museum gelangen.
Von der Webseite:
Each class starts in the first week of every month.
Each class meets once a week.
Each class takes 12 weeks to finish (except advanced class).
After finishing one level, students can proceed to the next level by passing a test.
Students who have more than three unexcused absences cannot move to the next level, regardless of their performance. If there are reasons why students have to miss a class, the teacher should be contacted and informed in advance.
To join the class
Anyone, who stays in Korea for more than three months, is eligible to join the Korean class. Please come to registration at the Korea Foundation Cultural Center on Monday, Wednesday, or Friday at 18:30 ~ 20:30.
For registration you will need to produce one of the followings: A valid passport, a valid visa, Student Card, Alien Certificate of Registration
About Level Test
The level test is required for all students, except beginners for the Hangeul class. To join the September class, all students registered by Wednsday, August 29 are required to come to the Seminar room of the Korea Foundation Cultural Center on Friday, August 31 at 18:00. If you were not able to make the registration in advance, please come on Friday, August 31 at 18:00 to fill out the registration form and to see if you can be added to the class.
The written test consists of 15 relatively simple questions. Intermediate class students and advanced class students will also be given a short oral test.
Class Schedule
Monday 7 p.m.: Beginners class 1A, Beginners class 2A, Beginners class 3A
Wednesday 4 p.m.: Hangeul class, Beginners class 3B
Wednesday 7 p.m.: Intermediate class 1, Intermediate class 2, Advanced class
Friday 7 p.m.: Hangeul class, Beginners class 1B, Beginners class 2B
1. Hangeul (Korean alphabet) class (4 weeks)
This class is designed for students who are learning Korean for the first time. The focus is on how to read and write vowels and consonants.
2. Beginners class 1 / class 2 (4 weeks / 4 weeks)
In this class, students practice basic Korean conversation skills, from greetings to verb tenses.
3. Beginners class 3 (12 weeks)
In this class, students practice basic Korean conversation skills, from greetings to verb tenses.
4. Intermediate class 1/ Intermediate class 2 (12 weeks / 12 weeks)
This level will focus on fluency and accuracy by learning advanced grammar and conversation.
5. Advanced class
This class is designed to help advanced students to improve their Korean to near native-like fluency. Students will also study TV commercials to learn Korean.
Beide Buecher sind fuer die Mittelstufe ausgelegt und bieten jeweils 20 Lektionen mit 3 Abschnitten. Die Qualitaet der mitgelieferten CDs ist gut und die Buecher enthalten sowohl Transskripte der gesprochenen Dialoge als auch Loesungen zu den Fragen. Auch wenn die Titelseite des Buches Exciting Korean Listening Intermediate (ISBN 89-539-0875-2, 23.000 Won) durch den grossgedruckten englischen Titel etwas irritiert, findet man im Buch selbst bis auf eine kurze Gebrauchsanweisung kein weiteres Englisch. Das Buch Mastering Intermediate Korean Listening within a Month (ISBN 89-7141-738-2, 25.000 Won) der Yonsei University verzichtet (vom Titel einmal abgesehen) komplett auf Englisch. Im Vergleich wirkt das erstgenannte Buch etwas leichter, sowohl von den Dialogen und der Wortwahl als auch vom Stil und Umfang der dazugehoerigen Fragen.
Obwohl ich die Flyer schon oefters im KLI gesehen habe, bin ich erst vor etwa drei Wochen eher zufaellig einmal dort gewesen. Entgegen aller Befuerchtungen fand ich dort tatsaechlich nicht nur Auslaender, sondern auch kontaktwillige Koreaner. Die Atmosphaere war locker, man gesellt sich einfach zu einer Gruppe oder laesst sich von den Organisatoren an einen Tisch bringen. Bei Bier und Eistee und mit netten Leuten lernt es sich doch gleich viel besser. Die Angabe "Delicious Foods" auf dem Flyer fand ich allerdings etwas uebertrieben. Vorher etwas Essen gehen kann nicht schaden.
Ich habe den Markt schon oefters erwaehnt, aber kaum Fotos in den Blog gestellt. Bei meinem gestrigen Besuch habe ich leider auch wieder viel zu wenige Bilder aufgenommen, daher hier neben ein paar Fotos von gestern noch einige aus meinem Archiv von vor 2 Jahren. Man muss es aber wirklich einmal selbst erleben!
- Feet Man Seoul - Seoul Fashion Blog
- KoreaBeat - Ausgewaehlte koreanische Nachrichten uebersetzt
- Taiwanoca - Dennis Blog hat eine neue Adresse.
- Mein Deutschland - Seine Frau bloggt auch, allerdings auf chinesisch
- Made in Korea - Reportage (Video) eines Austauschstudentens
- Gusts Of Popular Feeling - insbes. Architektur und Entwicklung in Seoul
- Nabi on Javascript - Koreanisch schreiben, an jedem PC!
- The Grand Narrative - Unterhaltsam
- What the world eats - Photo Essay in der Time
- Korean Language Notes - lange nicht mehr aktualisiert, aber viel Interessantes
- Going to Korea - das Blog von Jens und Jin-A
- Hugin - Open Source Panorama Tools fuer Linux
- Sunyou - Hier bekommt man Deutschen Kaffee (noch nicht ausprobiert)
- Lao Ocean Girl - Ein schoenes Blog
- ARTE Videos & Podcast - Als Abwechselung zum koreanischen Fernsehen
- SEOUL (Magazine) - Juli Ausgabe als PDF
- Let's Learn Korean - Gemeinsam Koreanisch lernen
- Abenteuer Seoul - Ein neuer, deutschsprachiger (gedruckter) Reisefuehrer in Vorbereitung
- Hakookstories - Matthias studiert ab August an der Korea Univ.
- Kleiner Bruder in Korea - am Pohang Accelerator Lab (PAL)
1) 세월
경우에 따라서 세월이 가는 느낌이 달라요. 예를 들면 심심할 때, 지루할 일을 할 때, 초조하게 무언가를 기다릴 때 등등 시간이 지나가지 않을 것 같아서 좀 빨리 갔으면 좋겠다고 바라는 사람들이 있어요. 그런가 하면 시간이 너무 빨리 가고 있다고 생각할 때도 있어요. 특히 나이가 먹다가 보면 지난 주, 달이나 해가 얼마나 빨리 갔는지 믿을 수 없어요. 더구나 재미있는 일을 할 때, 애인이나 좋은 친구와 보내는 시간은 눈 깜짝할 사이에 간 것 같아요.
저도 그런 적이 있어요. 중.고등학교에 다닐 때 우리 가족은 작은 시골 마을에 살았고 운전을 할 수 없어서 많이 불편했어요. 그 때는 빨리 열여덟살 됐으면 좋겠다고 생각했는데, 이제는 그 나이가 훨씬 지나고 무얼 하든지 시간이 빨리 가는 것 같아요. 예를 들면 한국에 왔던 때가 어그제 같은데 벌써 10개월이 지났어요. 그렇지만 몇년전부터 계속 미래의 계획을 세워서 귀중한 제 시간을 별로 잃어 버리지 않아요.
2) 이것 참 큰일났네!
누구들지 꿈과 소원도 있어요. 그것이 크던 작던 이루려면 계속 생각하고 계획을 세워요. 그때분만 아니라 평소에도 시간관리가 필요해서 계획을 해요. 우리의 귀중한 시간이 빨리 지나가니까요. 그렇지만 계획대로 살아도 뜻밖의 일이 생길 수 있어요. 그럴 때는 사람들이 “이것 참 큰일났네!“라고 하고 그 일에 따라서 자기의 계획을 고쳐야 해요. 특히 슬프거나 힘든 일이 생겼을 때는 그것이 아주 어려워요. 그런가 하면 물론 좋은 일도 갑자기 일어날 수 있지요. 예를 들면 복권이 당첨된다면 얼마나 좋을까요?
저도 그런 경험이 있어요. 몇년전에 CeBIT라는 컴퓨터 박람회에서 생각없이 인터넷 해킹 경기에 참가했어요. 약 한 달 후에 새로운 컴퓨터를 사려고 했는데 그때따라 갑자기 그 참가했던 경기에 대해서 안내문을 받았어요. 일등에 당첨해서 새로운 컴퓨터를 받다니 정말 큰 일이었죠! 물론 제 생활에도 힘든 뜻밖의 일도 생겨요. 그렇지만 생각을 잘 하는 데다가 가족이나 친한 친구한테서 받은 도움 덕분에 어떤 곤란이 있어도 항상 이겨낼 수 있었어요.
Bei Nacht sieht es fast noch besser aus, siehe Sungnyemun at night bei Marmot's Hole.
Die Webseite ist inzwischen auch auf Englisch verfuegbar und auch eine Online-Ticketreservierung moeglich, aber viele Filme sind bereits ausgebucht. Hier sei anzumerken, dass bei der Reservierung nicht gleich bezahlt werden muss, d.h. selbst bei im Internet voll ausgebuchten Filme gibt es oft noch einige freie Sitzplaetze, da die Leute nicht erscheinen. Bei Interesse an einem ausgebuchten Film also einfach mal vor Ort vorbeischauen.
Ein noch viel besseres Foto zu diesem Thema gibt's bei Term ;-)
큰 마음을 먹고 독일으로 돌아가는 비항기표를 샀다. 약 13,5개월 한국에 산 후에 10월 1일에는 귀국할 것이다. 생각만 하면 벌써 섭섭해지기는 하지만 물론 독일도 좀 그립다. 내년 봄에 다시 한국으로 짧은 여행을 갈 수 있었으면 좋겠다...
Webpage und Programm bislang nur auf koreanisch verfuegbar: pifan.com
Siehe auch: Mein Bericht ueber das PIFAN 2005
Die Sogang legt sehr grossen Wert auf das "Sprechen", waehrend die Yonsei oft als "Grammatik"-Schule abgestempelt wird. Ich persoenlich bin mit der Yonsei zu frieden - Sprechen kann ich auch in meiner Freizeit ueben.
- Ich bin jetzt in Level A-4, da B-5 in diesem Semester nicht angeboten wird. Beide Kurse setzten beim gleichen Stoff an, von daher nicht weiter tragisch. Der A-Kurs geht jedoch etwas schneller voran und deckt damit in einem Semester insgesamt mehr Stoff ab als der B-Kurs.
- In meiner neuen Klasse sind wir insgesamt 14 Schueler - fast zu viel fuer meinen Geschmack. Darunter 2 Franzosen, 2 Russen, 4 Japaner, 1 Amerikaner, 4 Chinesen und meine Wenigkeit. Waehrend ich die vergangenen 3 Semester im B-Kurs fast mit den gleichen Leuten verbracht habe und dadurch eine tolle Gemeinschaft entstand, habe ich nun ausschliesslich neue Gesichter um mich herum. Meine neuen Mitschueler machen aber auch einen netten Eindruck.
- Im Gegensatz dazu ist die neue Lehrerin etwas durch den Wind. Letztes Semester gefiel mir bedeutend besser. Das ist leider wirklich Glueckssache.
- Es gibt nun auch einen Wahlpflichtkurs. Zur Auswahl stehen Sprechen, Lesen, Hoeren und Schreiben. Ich habe mich fuer Sprechen entschieden.
- Das neue Arbeitsbuch ist nun komplett auf koreanisch, inkl. Grammatikerklaerungen. Auf den ersten Blick wirkt es schwer, ist aber nur halb so schlimm. Gut gefallen mir die koreanischen Erklaerungen der Vokabeln - das ist fast hilfreicher als eine englische Uebersetzung.
In diesem Zusammenhang habe ich auch den (neuen?) kostenlosen Online-Sprachkurs der SNU entdeckt.
안내문: 여러분께 할 말이 있는데요. 제 한국어로 쓴 글에는 틀린 것을 찾으시면 고쳐 주십시오. 미리 감사 드리겠습니다.
Uebrigens, am Dienstag beginnt der naechte Sprachkurs. Bin auf die neuen Mitschueler gespannt.
Die Insel ist wirklich vergleichsweise klein, man kann in ca. 1 Stunde zum anderen Ende gehen. Es gibt keine oeffentlichen Verkehrsmittel und auch sonst wenig Verkehr, da die Insel nur knapp 300 Einwohner zaehlt. Es ist wirklich sehr ruhig, und das einzige, was man hier wirklich machen kann ist - ich zitiere mal den Vermieter meiner Unterkunft: "푹 쉰다", "sich mit voller Hingabe ausruhen".
Es gibt einige Pensionen und Bungalows, die in der Saison Juli/August sehr teuer werden koennen. Fuer meine moderne Unterkunft, die viel besser ausviel als nach Lektuere des Lonely Planets befuehrchtet, habe ich 40.000 Won bezahlt. Laut Vermieter bekommt er dafuer waehrend der Hochsaison bis zu 120.000 Won.
Da weder die Saison bereits begonnen hat noch Wochenende ist, haben sich nur sehr wenige Touristen auf die Insel verirrt. Den Strand direkt vor meiner Unterkunft musste ich mir daher nur mit einer angereisten Familie teilen.
Klingt jetzt nach Paradies, aber leider nur fast. Scheinbar haben die Krabben gerade Nachwuchs bekommen, am ganzen Strand wimmelt es davon. Das ist etwas gewoehnungsbeduerftig und laed nicht wirklich zum "an den Strand legen" ein, aber ein Bad im Meer habe ich mir dadurch nicht nehmen lassen.
Erreichen kann man Boyeong in ca. 2 Stunden mit dem Bus (stuendlich) vom Kangnam Express Bus Terminal. Vom Busterminal in Boryeong aus faehrt dann ein Citybus direkt zum Strand.
In vielen Parks, insbesondere direkt am Han Fluss, kann man sie naemlich stundenweise mieten. Eine Stunde kostet ueblicherweise 3.000 Won. Ist man laenger als 4 Stunden unterwegs, zahlt man den Tagespreis von 12.000 Won. Ich finde es echt fair, dass man sich fuer die Mietdauer nicht gleich entscheiden muss, sondern zunaechst nur fuer eine Stunde zahlt. Uebrigens muss man einen Ausweis od.aehnliches hinterlegen.
Und nun ein echter Insider-Tipp, den auch viele Koreaner nicht kennen: Da quasi alle Verleiher am Han Fluss zum gleichen Unternehmen gehoeren, kann das ausgeliehene Fahrrad auch an anderer Stelle abgegeben werden. Dies sollte man bei der Ausleihe direkt mitteilen, damit dort kein Ausweis hinterlegt werden muss, sondern nur die Handynummer aufgenommen wird.
Wie dem auch sei, habe ich es am vergangenen Wochenende endlich einmal geschafft, eine groessere Tour zu unternehmen und so auch Seoul etwas besser kennenzulernen. Es hat wirklich Spass gemacht, und gefaherlich ist auch nicht. Denn was Motorradfahrer koennen, kann ich als Fahrradfahrer schon lange: die Fussgaengerwege benutzen :)
Fotos habe ich leider kaum welche gemacht, irgendwie nur vom 63 Building. Aber ich moechte sich trotzdem nicht vorenthalten.
어학당 수업이 끝나고 짧은 방학이 시작됐다. 아직 계획을 세우지 않았는데 다음 주에 서울을 떠나서 어디든지 갈 것 같다. 다음 어학당 학기가 6월 25일에 시작된다.
한국에 온 지 벌써 9개월 됐는 것을 믿을 수 없다. 어떻게 시간이 이렇게 빨리 갔니? 2주일 후에 3번째 어학당 학기 뿐만 아니라 교환 프로그램도 끝난다. 그렇지만 벌써 독일에 돌아갈 수 없다고 생각한다. 다행히 독일에는 다음 대학원 학기가 10월말에 시작돼서 시간이 좀 남았다. 비싼 어학당 학비(1,480,000원)가 내야해도 한 학기(10주) 더 공부하기로 했다. 독일에 돌아갔을 때 얼마나 한국하고 여기서 사귄 친구들이 그리울지 모르다. 그때 열심히 공부해서 졸업하는 대로 한국에 돌아오는 소원을 꼭 이룰 수 있을 것이다.
Musik: Last Train von Chinese Whisper (Creative Commons License)
Das Video gibts auch als AVI zum Download: seoulbusride.avi (50 MB)
Nanu? 2 grosse Kerzen und 7 kleine? Richtig... Die beiden grossen Kerzen zaehlen jeweils 10 Jahre, die kleinen jeweils 1 Jahr. Das ergibt also 27 Jahre. Nach koreanischer Alterszaehlung! Natuerlich bin ich "erst" 26 Jahre alt geworden...
Auch wenn die Karte eine Sendung aus Deutschland vermuten laesst - dieses Set habe ich von Seyeong bekommen. Die Karte hat sie aus ihrem Urlaub in Deutschland vor 2 Jahren mitgebracht. Sie ist der Meinung, ich braeuchte mehr Kosmetik. Mir reichte bisher ein Shampoo, aber jetzt muss ich mich mit diversen Lotionen, Gesichtsreiniger und Faltencreme (Welch Kompliment!) auseinandersetzten... Das heisst dann wohl morgens 15 Minuten frueher aufstehen, um das ganze Zeug aufzutragen ;-)
Und so klingt Happy Birthday auf Koreanisch:
Die Eröffnungszeremonie mit einer Lichtshow, Auftritten koreanischer Popstars und einem Feuerwerk findet am Freitag, 27.4. von ca. 20:00 bis 21:30 Uhr an der Festivalbühne auf Yeoido statt.
Alle weiteren Informationen:
Eher unfreiwillig habe ich mir vor einigen Tagen eine neue Digitalkamera gekauft, das knapp 1 Jahr alte Modell Canon Digital IXUS 800 IS (Testbericht), nachdem vor einigen Tagen nach 3 Jahren und knapp 7500 Bildern meine zugegeben schon etwas betagte aber dennoch bisher ausreichende Kodak EasyShare DX6440 ihren Dienst quittiert hat. Das musste natürlich ausgerechnet auf der Tour nach Panmunjom passieren (War sehr cool!). Neben der Ixus 800 standen noch das neuere (und somit auch teurere) Modell Canon Digital IXUS 850 IS sowie die brandneue Sony CyberShot DSC-T100 in der engeren Auswahl. Die Unterschiede zur 850 sind meiner Einschaetzung nach eher gering und die Sony bietet ein schickes Design und einen groesseren Zoom, ist dafür aber langsamer (Zoom/Bildverarbeitung) als die Modelle von Canon. Ausserdem hatte ich auch sofort bei der ersten Testaufnahme (Habe es doch tatsächlich geschafft, einen Anbieter in Yongsan davon zu überzeugen, dass ich mir meine Wunschmodelle zunächst grüdlich anschauen möchte.) mit der Sony meinen Finger auf dem Bild, da das Objektiv eher ungünstig platziert ist. In anbetracht der Auszeichnungen und Tests ist meine Wahl wohl ganz gut, auch wenn die neue Kamera weniger manuelle Einstellmoeglichkeiten als meine alte Kodak und auch kein 3:2 Bildformat bietet. welches ich persönlich ästhetischer finde. Aber die Bilder lassen sich ja schliesslich nachbearbeiten...
Der Komplimente, die auch bei mir von Herzen kämen, sind im Hinblick auf deine Seite von anderen Nuku-Gefährten bereits genug gewechselt. Als ich vor kurzem aus lauter Heimweh ganz gezielt nach Seiten über Süd-Korea suchte, bin ich deiner Homepage begegnet - die wohl beste Infoseite über Korea, welche den Alltag in Süd-Korea hautnah miterleben lässt und durch die bildhafte Beschreibung der Lebenspraxis einen befähigt, sich über ein unbekanntes Land ein besseres Bild zu machen.
Ich bin eine Süd-Koreanerin, die bis Mitte der 80er Jahre in Süd-Korea die berüchtigte konfuzianische Erziehung genießen „durfte“ und danach hier in Deutschland die westliche Kultur kennen gelernt hat. Wie sich bald herausstellte, lag mir die Geisteshaltung der abendländischen Kultur wohl schon immer näher. Durch deine Tagesberichte, oder besser gesagt dein Tagebuch, merke ich, dass Du jetzt in der koreanischen Alltagskultur etwas siehst, was du anfangs noch nicht sehen konntest. Wie du sicherlich auch mitbekommst, rebarbarisiert die eigene mitgebrachte Kultur zugleich auch die längst inkultivierte Kehrseite der fremden Kultur. Mit anderen Worten, sie hat gute und schlechte Seiten, Yin und Yan eben. Vor allem ist das Fremdartige einer fremden Kultur, also das, was einem am meisten stört, genau dasjenige, was einem selbst die größte Mühe bereitet, es zu begreifen, sofern man nicht selbst die Erfahrung machte, in einer ganz anderen Kultur geboren und aufgewachsen zu sein.
Ich bin schon seit 21 Jahren nicht in Korea gewesen und habe mich seitdem auch kaum für irgendwelche sozialen Veränderungen in Süd-Korea interessiert. Doch durch die immer stärker werdende Sehnsucht nach meiner Familie hatte ich dieses Jahr angefangen, über mein Heimatland Süd-Korea sehr viel ausführlicher zu recherchieren. Dabei halfen mir zwar einige andere gute Homepages, die umfangreiche wissenschaftliche Betrachtungen auf nahezu allen Ebenen anstellten, aber gerade aus diesem Grund immer unbrauchbarer wurden, weshalb es erst dein Tagebuch vermochte, gerade vor dem Hintergrund meiner eingestaubten Erinnerungen an Süd-Korea ein anschauliches Bild über das heutige Süd-Korea zu gewinnen. Meine Mutter, die seit Anfang der 90er Jahre wieder in Korea lebt, ist zwar der Meinung, dass sich allmählich eine sehr große positive Wandlung in Süd-Korea vollzieht, über die ich mich selbst sehr freue, dennoch, nach all meinen Recherchen auch in diversen koreanischen Zeitungen, bin ich doch etwas enttäuscht, dass sich so wenig verändert hat. Süd-Korea hatte zwar enorme wirtschaftliche Fortschritte zu verbuchen und damit internationale Weitsicht und kulturelle Großzügigkeit gewonnen, doch in den Köpfen der Koreaner im Hinblick auf ihre traditionelle konfuzianische Geisteshaltung sehe ich keine ernsthafte Veränderung. Vom Konfuzianismus gibt es sicher vieles, was ich den Europäern hier wärmstens empfehlen könnte, aber es gibt auch vieles, was die Koreaner in dieser Hinsicht von anderen Kulturen lernen könnten.
Ich denke, dass es einen Kulturkampf vom Typus Advokatus diaboli gibt, der mit dem Generationenkonflikt in Süd-Korea seit dem schwindelerregenden globalen Wirtschaftsboom zu tun hat, und welcher in latenter Form eher um den Kern der kulturellen Identität schwebt, anstatt ihn offen zu problematisieren. Der traditionelle, zu tief verwurzelte Konfuzianismus, dessen Praxis der ursprünglichen Grundidee widerspricht, erschwert das Umdenken und blockiert somit auch die vernünftige Kommunikation zwischen den beiden Generationen und zwischen den einzelnen Süd-Koreanern. Vor allem die Vergesellschaftung des konfuzianischen Denkens innerhalb eines immunisierten Kapitalismus setzt die einzelnen Koreaner noch stärker unter den sozialen Druck einer Wunschökonomie, so dass eine natürliche Form der Kommunikation noch schwieriger wird. Die Modernisierung der kulturellen Geltung erlangt dadurch keinen wirklichen Schub.
In koreanischen Schulen sind zwar zunächst organisatorisch die etwas andere, liberalere Erziehungsmethode als früher eingeführt worden, dennoch, ob die Koreaner die wahre Bedeutung wirklich erkannt und inkorporiert haben, erscheint mir doch sehr fraglich. Ich wünsche mir daher sehr, dass die Koreaner auch in diesem Bereich bald erkennen würden, dass die grundsätzlichen sozialen Probleme auf der Ebene der Kommunikation lauern.
Oder mit anderen Worten - ist die naive Bildgläubigkeit eines konfuzianischen Idealbildes denn überhaupt kompatibel mit der Realität der Omnipotenzphantasien einer Wirtschaft, wo andere Ideale zählen?
Es gibt sehr viele schöne Seiten im Zusammenleben und im Miteinander der Menschen in Süd-Korea, die ich hier in Deutschland oft vermisse, aber es gibt auch ein paar große Dissonanzen im koreanischen Denken, welches das Miteinanderleben unbeschreiblich schwer macht, was viele Koreaner in ihrer konfuzianischen Beschränktheit trotz all ihren persönlichen Unzufriedenheiten einfach nur erdulden. Die meisten Koreaner machen sich nicht einmal darüber Gedanken, wo wirklich die eigentliche Problematik liegt, um diese unnötige Schwierigkeit für alle aufheben zu können.
Dazu möchte ich ein paar Beispiele nennen, die im Großen und Ganzen in Süd-Korea noch üblich zu sein scheinen. Diese stammen aus meinen persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen mit der konfuzianischen Erziehung und aus persönlichen Geschichten aus dem privaten und aus dem öffentlichen Bereich. Die Beschreibungen der Beispiele sollen stets auf die Potentialität hinweisen, die in vielen koreanischen Familien und bei einzelnen Süd-Koreanern latent vorhanden sind.
Beispiele:
Kommunikationsblockade zwischen Eltern und Kindern:
Die Älteren haben das Rederecht und entscheiden. Die Jüngeren dürfen nicht frei dagegen Position beziehen. Frustration der Kinder, die sie sich letztendlich gegen sie selbst richtet und Gefühlsreaktionen in ihnen implodieren lassen, weil das in ihnen stark verwurzelte konfuzianische Verständnis sie in ihrem natürlichen Verhalten, ihrer natürlichen Urteilskraft, was richtig und falsch sei, einengt. Spätere potentielle Tendenz zum Dogmatismus. Statt Respekt schlechter Umgang mit den Familienmitgliedern und auch mit anderen Mitmenschen.
Demütigung statt Demut vor dem eigenen Selbstvertrauen, bedingt durch den streng lehrmeisterlichen Charakter des koreanischen Erziehungsstils. Die innere Instabilität schürt Gewaltpotentiale, die, werden sie dauerhaft gegeißelt, zu chronischer Depression führen können, dann aber oft als Geisteshaltung missverstanden.
Strenges Streben nach konfuzianischen Ideal-Menschenbild:
Klare Vorstellung der Rolle und des Verhaltens einer Frau und eines Mannes. Gegenseitige unrealistische, weil idealistische Erwartungshaltungen können die Kommunikationsprobleme noch mehr verstärken. Ständiger Vergleich und permanente Überprüfung des Fremd- und Selbstbildes mit dem Idealbild führt zu kontinuierlicher Selbstauslöschung. Schablonierte und mechanische Kritik gegenüber jenen, die vom allzu schablonierten und mechanischen Verhalten abweichen, anstatt mal die Schablonen zu überprüfen und diese zu kritisieren.
Das Problem bei der Heirat:
Eltern entscheiden letztendlich. Mögliche Verschlimmerung der Eltern-Kind-Beziehung. Möglichkeit zur Beendigung der Eltern-Kind-Beziehung, falls die Kinder ihre Entscheidung durchsetzen. Besonders Frauen stehen unter sozialem Druck. Bei der Wahl, welcher Mann der Richtige ist, entscheidet vor allem sein Hab und Gut, sein Beruf, seine Bildung, seine Manieren, dann erst das Aussehen und die Liebe. Daher neigen die Männer immer mehr dazu, ausländische Frauen zu heiraten, deren Beuteschema realistischer ist.
Hohe Scheidungsrate:
Die meisten lernen sich nicht so innig kennen, weil sie sich nicht so zeigen, wie sie wirklich sind, weil sie lieber dem konfuzianischen Idealbild und lieber der Erwartungshaltung der anderen gerecht werden wollen, denn ansonsten wird eine Person schlecht angesehen, und es besteht Ablehnungsgefahr. Hier achten auch besonders Frauen auf ihr „richtiges“ Verhalten, weil die Heirat von Frauen wichtiger erachtet wird als von Männern. Sie lernen sich erst nach der Heirat kennen, wenn sie endlich zusammenleben, oft erleben sie in dieser nahen Lebenssituation ihre größten Enttäuschungen.
Kinderlosigkeit:
Zuerst gilt: Sich existentiell abzusichern (was sehr viel Geduld und Zeit erfordert), erst eigene Eigentumswohnung bzw. eigenes Haus für die Zukunft anschaffen und auch die Kosten für die lebensnotwendigen Versicherungen decken können. Dieser normative Druck lässt die Gedanken an die eigene Familienplanung (finanzielle Versorgung der Kinder für die Bildung und für eine sichere berufliche Zukunft) bei den meisten Heiratsaltrigen in weite Ferne rücken. Kinder kriegen wird wegen der hohen Verantwortung beinahe als Zumutung oder als Belastung empfunden.
Florian, wenn Jimin sich gar nicht mehr gemeldet hat, hatte sie sicher auch ihre eigenen persönlichen Gründe und vor allem mögen die Eltern eine wichtige Rolle spielen. Sei aber nicht traurig, denn ihre Reaktion hat vielleicht am allerwenigsten mit ihrer Zuneigung zu Dir zu tun, sondern mit der konfuzianischen… na Du weißt schon. Es ist bei Koreanern üblich, dass, wenn sie einmal eine Entscheidung getroffen haben, diese nicht mehr in Frage stellen können - und ganz besonders in der Mann-Frau-Beziehung. Wenn eine Geschichte beendet ist, ist es damit meistens endgültig, obwohl sie auf der emotionalen Ebene vielleicht ganz anders handeln würden. Soviel zur Tragik der Liebe, was auch etwas Kosmisches hat, und was die Europäer seit dem ollen Goethe und Chopin ja so erfolgreich überwunden haben, weshalb für sie die Liebe kaum noch etwas Magisches hat, weil ihre Aufklärer ganze Arbeit geleistet haben. Koreaner vertrauen nach einer Zeit der trauten Zweisamkeit irgendwann auf den gemeinsamen Bund der Ehe und in dieser ganz privaten familiären Angelegenheit werden selbst unter Koreanern alle Etiketten (Beruf, Position, Bildung etc.) in Betracht gezogen: Da haben Ausländer allein durch die Herkunft zunächst einmal die allerschlechtesten Karten. Es ist zwar von Familie zu Familie und je nach der Situation unterschiedlich, wie sie darüber denken, aber in den meisten Fällen sind ausländische Schwiegersöhne und -töchter gar nicht gern willkommen. Es sei denn, die Kinder haben länger im Ausland gelebt und studiert, und der Schwiegersohn oder die Schwiegertochter ist entweder gut betucht oder genießt einen hohen sozialen Status (Beruf), erst dann wären die koreanischen Eltern bereit, die Heirat überhaupt in Erwägung zu ziehen. In Japan sollte es ähnlich schwierig sein.
Und die junge Frau von deinem Nachhilfeunterricht, die Dich plötzlich ignoriert, sah sich durch die mehrmaligen gemeinsamen Unternehmungen vielleicht eines (verliebten) Tages damit konfrontiert, einer für sie befremdlichen möglichen Realität (Liebesbeziehung mit einem Ausländer) nicht mehr ausweichen zu können und zieht sich lieber zurück, weil sie aus Angst gegenüber ihrer eigenen Kultur keinen anderen Ausweg sah.
Da die Koreaner gelernt haben, ihre innere Gedanken- und Gefühlswelt nicht nach außen zu zeigen, mögen sie auf andere geheimnisvoll wirken, in Wirklichkeit graut es ihnen davor, offen und unbefangen über ihre wahren Gefühle zu reden, aus Scham sich selbst und den anderen zu verletzen, sich selbst und den anderen zu überrumpeln oder eben dadurch selbst den Eindruck zu erwecken, unhöflich zu sein. Ich finde dieses Verhalten bei Koreanern, gerade in einer Liebesbeziehung, in jeder Hinsicht scheinheilig, weil sie sich nicht trauen, ihre Gedanken und Meinungen zu verkörpern. Aber im konfuzianischen Sinne bedeutet die innere Welt nach außen zu kehren Pein, Scham und Schwäche.
Also, Florian, nimm das unangenehme Unverständliche nicht zu persönlich, obwohl es dir nicht leicht fallen mag, weil du gegenwärtig nun mal dort lebst und immer wieder direkt damit konfrontiert wirst. Du weißt ja langsam, dass es auch in Süd-Korea viele verrückte Menschen gibt, über die man sich zwar ärgern kann, aber von denen einige so inkultiviert sind, dass sie eher komisch wirken. Du kannst schon sehr gut koreanische Schriften schreiben und ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und weitere Fortschritte in der koreanischen Sprache.
Selbsterfahrungstrips, Diskussionen und Fragen über koreanische Zumutungen verfolge ich in Zukunft mit großem Interesse.
Habe vielen Dank
Jooeun, Yi
Das Sebyeongwan Guesthouse ist eines der grössten Gebäude aus der Joseon Dynastie. Das Gästehaus wurde etwa 1604 erbaut.
Ohne grosse Erwartungen habe ich mich daher gestern zum Cowon Kundencenter in Kangnam aufgemacht und bin von dem super Service einfach nur begeistert! Innerhalb einer Stunde wurden sowohl Display als auch Festplatte (angeblich hatte die auch einen Defekt) kostenlos ausgewechselt. Dabei musste ich nicht einmal einen Kaufbeleg vorzeigen. So gewinnt man zufriedene Kunden! Sollte ich mir jemals wieder ein Multimedia-Geraet zulegen (zur Zeit sind ja mobile Videoplayer bzw. Fernsehgeraete angesagt), wird es bestimmt wieder ein Cowon.
Fuer Touristen bietet sich insbesondere der Besuch des recht grossen Jinjuseong Fortress aus der Goryeo Dynastie an. Die Befestigungsanlage liegt im Zentrum der Stadt und kann in wenigen Minuten vom Busterminal aus erreicht werden. Hier befindet sich auch das Jinju National Museum.
Am Montag habe ich noch zwei Ausfluege in die Umgebung von Pohang gemacht, moechte aber an dieser Stelle anmerken, dass man die Entfernung unterschaetzen kann, sofern man nur einen Blick auf die Karte der Touristeninformation wirft...
Aus Zeitmangel konnte musste ich leider nach der Haelfte des Weges wieder umkehren, daher gibt es auch keine Nahaufnahme vom Leuchtturm. Eigentlich wollte ich heute noch auf die kleine Insel Jukdo fahren und morgen vormittag eine Bootsfahrt um Ulleungdo unternehmen, doch die Faehre nach Jukdo nimmt erst naechsten Monat wieder ihren Betrieb auf. Daher habe ich schon heute um 15 Uhr das Boot nach Pohang zurueck genommen.
Es gibt uebrigens sogar zwei Boote um diese Uhrzeit: Ein groesseres Boot, und ein kleineres (langsameres). Die Touren dauern 3 Stunden bzw. 5 Stunden, und kosten beide jeweils 37.000 Won. Ich habe die fuenfstuendige Tour gebucht - ausversehen - es gibt naemlich verschiedene Ticketschalter. Dafuer war das Boot aber auch nicht ueberfuellt und man konnte auch nach draussen auf das Deck gehen und so schoene Fotos schiessen. Ob das bei dem groesseren Boot moeglich ist, weiss ich nicht. (Auf dem Rueckweg nach Pohang (53.000 Won) - ja, ich bin nun schon wieder auf dem Festland - war dies naemlich nicht erlaubt, und ich meine es ist das gleiche Boot.)
Zu Dokdo selbst will ich an dieser Stelle nicht mehr viel sagen. Es handelt sich im wesentlichen um zwei Felsen, um die sich aber seit Jahren ein Territorialstreit zwischen Japan und Korea abspielt. Die Japaner nennen die Inselgruppe Takeshima, international ist sie auch unter dem Namen Liancourt Rocks bekannt. Weiteres kann man z.B. bei Wikipedia nachlesen.
Daher habe ich mich also heute in Dodong-ri nochmals etwas genauer umgeschaut. Zunaechst ging es zum Daewonsa Tempel.
Im Anschluss habe ich mich zum Yaksu Park aufgemacht. Dort gab es, oh Wunder, weitere Tempelaehnliche Bauwerke zu begutachten.
Wenn ich nicht ganz falsch liege, muesste der Name "Yaksu" soviel wie "gesundes Wasser" bedeuten, d.h. dementsprechend gab es im Park dann auch eine Quelle. Ich bin diesen Quellen gegenueber ja etwas skeptisch, aber die Koreaner schwoeren darauf. Manche wandern taeglich zu solchen Quellen mit grossen Kanistern...
Als wenn das nicht genug waere, gibt es auch noch eine Gondel (7.500 Won), mit der man auf den ca 300 Meter hohen Manghyangbong fahren kann. Von dort aus kann man bei klarem Wetter sogar die knapp 80 Kilometer entfernte Inselgruppe Dokdo sehen - bei dem heutigen Regen natuerlich unmoeglich. Der Blick auf Dodong-ri war aber auch sehenswert. Im Sommer kann man die Gondel uebrigens bereits vor Sonnenaufgang nehmen und vom Berg aus den Sonnenaufgang geniessen.
Ausserdem gibt es noch zwei kleine Museen im Yaksu Park. Eines ist der umstrittenen Inselgruppe Dokdo gewidmet, das andere Ulleungdo selbst. Eintritt frei.
Abgestiegen sind wir Richtung Nari Valley, wo wir gegen 14.00 Uhr eingetroffen sind und gegessen haben. Vor dort aus ging es eine kurze Strecke mit dem Bus an die Nordostkueste der Insel, von wo aus wir schliesslich einen etwas einfacheren Weg richtung Dodongri gewandert sind. Dort sind wir auch schliesslich um 18.00 Uhr wieder eingetroffen.
Die letzten 5 Kilometer haben wir dann aber doch mit dem Taxi zurueckgelegt. Es ging einfach nicht mehr!! Insgesamt sind wir bestimmt 10 Kilometer bergauf bergab gewandert...
Nun aber zur Ueberschrift dieses Eintrags. Ihr glaubt nicht, wie ueberrascht ich war, als es am spaeten Abend auf einmal an meiner Moteltuer pochte... rumps, rumps... Ich dachte mir: Ein besoffener Nachbar, hab also gar nicht reagiert. Daraufhin oeffnete sich die Tuer und zwei Polizeibeamte traten ein. Was habe ich denn nun schon wieder angestellt? Gluecklicherweise gar nichts ;-) Es hat naemlich am gleichen Tag ein Raubmordueberfall auf ein lokales Schmuckgeschaeft stattgefunden, und nun wird der Taeter gesucht. In diesem Zusammenhang ueberpruefen die Beamten auch alle Motels und nehmen die Personalien der Gaeste auf... An dem Abend habe ich mich vorsichtshalber nicht mehr auf die Strasse begeben...
Zwei Beispiele:
1) Ich habe einige Monate lang einer Studentin einmal pro Woche Nachhilfe in Deutsch geben. Es war eigentlich immer ganz nett, und wir waren im Anschluss auch oft noch zusammen Abendessen. Vor ca. 3 Wochen war sie dann einmal krank und hat mir kurzfristig abgesagt. In der Woche darauf konnte ich dann nicht, weil Feiertag war und ich anderes vor hatte als mitten im Tag besagter Aktivitaet nachzugehen. Ich habe ihr natuerlich diverse Ausweichtermine in der Woche angeboten. Scheinbar war sie dann aber so beleidigt, dass sie darauf ueberhaupt nicht mehr eingegangen ist und meine wiederholten Nachfragen via SMS einfach ignoriert hat. Das finde ich ehrlich gesagt ganz schoen unverschaemt, schliesslich habe ich mir bisher immer sehr viel Zeit fuer sie genommen, und sie war es, die am Anfang auf mich zugekommen ist und um den Unterricht gebeten hat.
2) Einige Leser erinnern sich bestimmt noch an meine fruehere Freundin. Seitdem die Beziehung zu Ende ist, habe ich so gut wie nichts mehr von ihr gehoert. Ich bin nun seit ueber einem halben Jahr in Seoul und habe ihr mehrfach angeboten, mich einmal auf einen Kaffee zu treffen, da ich mich natuerlich auch wundere, wie es ihr geht und was sie so macht. Aber ich erhalte einfach keine Antwort auf Email oder SMS. Und ans Telefon geht sie auch nicht, wahrscheinlich weil sie meine Nummer sieht. Das finde ich ehrlich gesagt ganz schoen traurig - wir waren schliesslich eine lange Zeit befreundet.
Habt ihr auch solche oder aehnliche Erfahrungen hier gesammelt?
So, genug gemeckert. Zum Thema Einsturz des Sampoong Kaufhauses faellt mir uebrigens gerade auf: Auch das Haus, in dem ich wohne, wird zur Zeit aufgestockt! Muss ich mir jetzt Sorgen machen? :-o Und etwas Erfreulichen habe ich auch noch: Am Mittwoch beginnen meine etwa 10 taegigen Ferien. Sofern das Wetter mitspielt, werde ich endlich mal wieder raus aus Seoul und eine kleine Reise machen :)
1995년 6월 29일에 서울시 서초구 서초동 삼풍 백화점이 무너졌을 때 502명 죽은 데다가 900명 이상 다쳤다.
Faehrt man heute an den Ort des Geschehens, sucht man nach Hinweisen auf diesen schrecklichen Tag jedoch vergebens. Das Grundstueck ist laengst wieder neu bebaut mit Apartments, Cafes und schicken Geschaeften. Eine Hinweistafel oder ein Mahnmahl ist nicht auffindbar.
오늘은 그 데에서 벌써 새 건물들을 지었다. 사람들한테 물어도 어느 기념비 뿐만 아니라 안내 표시도 찾을 수 없다.
Mit dem Internet habe ich aber schliesslich doch noch einige Gedenkstaetten ausfindig machen koennen. Das wohl groesste Mahnmahl befindet sich im Seoul Citizen's Forest in Yangjaedong, Seocho-gu.
마지막 인터넷으로 어느 기념비들을 찾았다. 제일 큰 것은 서울 서초구 양재동 시민의 숲 안에 있는 삼풍참사 위령탑이다.
Hintergrundinformationen (사고 안내):
Ajumma - von Jina Tae.
Anmerkung: "Ajumma" kommt von dem Wort "Ajumeoni" und wird woertlich als "Tante" bzw. "verheiratete Frau" uebersetzt. Es ist eine alltaegliche Anrede fuer aeltere Frauen in Korea. Das Wort wird aber auch mit typischen Verhaltensweisen/Kleidung/usw. eben dieser Damen verbunden und daher von juengeren Frauen nicht allzu gerne gehoert.
Ajumma, wir moegen dich so unglaublich gerne, so unglaublich gerne.
Du bist schoener als eine Blume; Ajumma, wir moegen dich wirklich gerne.
Wir moegen Dich, moegen Dich, unglaublich gerne moegen Dich.
Ajumma, wir moegen Dich so unglaublich gerne.
Das Leben ist zwar hart, aber wir moegen Dich wirklich gerne.
Auf unserem Weg gibst Du und Freude und Liebe!
Du bist schoener als eine Blume; Ajumma, wir moegen dich wirklich gerne.
Anfahrt: Mit der U-Bahn bis zur Station Dongincheon (동인천), von dort aus mit dem Bus oder Taxi zum Faehranleger (인천항연안여객터미널). Erste Abfahrten der Faehre: 7.45 Uhr, 8.45 Uhr, 9.30 Uhr. Letzte Rueckfahrt: 16.20 Uhr.
Ich bin zwar kein Profikoch, habe aber schon den einen oder anderen Versuch gewagt. Daher moechte ich an dieser Stelle drei (vereinfachte) Gerichte bzw. Anwendungsmoeglichkeiten mit bekannten koreanischen Pasten vorstellen. Guten Appetit!
Gericht: Samgyeopsal (삼겹살) - Gebratenes Schweinefleisch
Paste: Sagyejeol Ssamjang (사계절 쌈장) - Gewuerzte Bohnenpaste
Zutaten: Reis, duenngeschnittenes Schweinefleisch, Kimchi, Knoblauch, weiteres Gemuese nach Wunsch
2) In einer Pfanne das duenngeschnittene Schweinefleisch (ca. 150~200g pro Person) anbraten, dann in mundgerechte Stuecke schneiden (hierfuer eignet sich im koreanischen Stil eine Haushaltsschere) und nach Wunsch gut durchbraten.
3) Das Kimchi kann dazu entweder roh gegessen werden, oder viel besser, zu dem Fleisch mit in die Pfanne geben (nicht unbedingt vermischen) und braten. Selbiges gilt fuer das Knoblauch.
4) Das war's schon! Die Sagyejeol Ssamjang Paste wird als Dip fuer das Fleisch oder auch rohes Gemuese verwendet.
Gericht: Bibimbab (비빔밥) - Reis mit Gemuese
Paste: Gochujang (고추장) - Roter Pfeffer Paste (im Asiamarkt oft als "Paprikapaste" bezeichnet)
Zutaten: 1 Schale Reis, Gemuese (es bietet sich ein fertig abgepackter, kleingeschnittener Salatmix aus dem Supermarkt an), 1 Spiegelei.
1) Reis kochen und das Spiegelei zubereiten.
2) Zusammen mit dem Salatmix (ca. eine grosse Hand voll) in eine Schale geben und je nach gewuenschtem Schaerfegrad Gochujang dazu geben (Richtwert: 1-2 Essloeffel).
3) Gut durchmischen und fertig!
Gericht: Doinjangjjigae (된장찌개) - Bohneneintopf mit Tofu
Paste: Doinjang (된장) - Bohnenpaste
Zutaten: 400ml Wasser, 2-3 EL Bohnenpaste, 1/4 Zwiebel, 1/2 Kartoffel, 5cm Zucchini, 2 Pfefferschoten, 100g fester Tofu, auf Wunsch weiteres Gemuese (z.B. etwas Chinakohl), Pilze oder auch etwas Schweinefleisch; dazu 1 Schale Reis.
2) Das uebrige Gemuese kleinschneiden.
3) Zwiebel- und Pfefferschotenstuecke sowie Zucchini zusammen mit den vorgekochten Kartoffeln in ca. 400ml (neues) Wasser geben. Dazu ca. 2-3 Essloeffel Bohnenpaste. Das ganze ca. 7 Minuten lang kochen.
4) In Wuerfel geschnittenes Tofu zugeben und weitere 3 Minuten kochen lassen.
5) Zusammen mit Reis essen.
Update vom 23.2.07:Die URLs haben sich leider kurz nach meinem Posting geaendert und wurden jetzt aktualisiert.
"Hallyu" ist koreanisch und bedeutet "Welle", und das schöne Wortspiel "Hallyu Wood" beschreibt den aktuellen Boom des koreanischen Films. Auch die Berlinale ist längst in einer Art Korearausch. In Europa bilden sich schon die ersten Fanclubs. [...]
Nun wird es aber wohl so langsam Zeit, die Weihnachtsdekoration wieder abzunehmen. Schliesslich feiern wir an diesem Wochenende bereits das zweite Neujahresfest - nach dem Mondkalender. Wuensche euch einen guten Rutsch :)
Der Autor Michael Hurt betreibt uebrigens auch einen weiteren interessanten Blog, Scribblings of the Metropolitician.
Das Buch enthaelt die nach Auffassung des Autors ca. 500 wichtigsten Zeichen fuer den taeglichen Gebrauch (koreanische Zeitungen). Zunaechst werden die Radikale vorgestellt, anschliessend nach verschiedenen Themen zusammengestellte Zeichen. Zu jedem Zeichen wird die Aussprache in Hanguel, die Bedeutung auf Koreanisch und Englisch, eine englische Erklaerung ueber die Zusammensetztung des Zeichens, die Strichfolge und eine liebevolle Zeichnung angegeben. Wenn ich jetzt auch noch Zeit zum Lernen haette, waere es perfekt! ;-)
Titel: Learn Hanja The Fun Way (외국인을 위한 재미있는 한자)
Autor: Lee Young Hee (이영희)
Verlag: 한국문화사
ISBN: 89-5726-232-6
Preis: 14.000 Won (Knapp ueber 10 Euro)
Nachtrag vom 14.1.2007: Bereits am Mittwoch bin ich nach insgesamt 5 Naechten aus Danyang zurueck gekehrt. Danyang ist eine kleine Stadt, die ich uerbrigens schon einmal im letzten Jahr als Ziel einer Bootsfahrt auf dem Chungju Lake fuer den Besuch der Gosu Kalksteinhoehle angesteuert hatte. Wie dem auch sei, der Aufenthalt war super und hat sehr viel Spass gemacht. Wir waren in einem recht guten Resort unterbracht und ich habe mir eine Wohnung mit 4 weiteren koreanischen Studenten geteilt. Insgesamt haben ca. 35 Personen an der Deutschen Woche teilgenommen. Fuer die Studenten gab es ein intensives Programm mit mehreren Unterrichtsstunden pro Tag. An diesen Einheiten habe ich nicht teilgenommen und konnte erfreulicherweise ausschlafen. Das war auch ganz gut angesichts der langen Abende im koreanischen Stil. Neben dem formalen Unterricht wurde den Studenten aber auch ein breites Rahmenprogramm geboten. Unter anderem wurde jeden Abend ein Deutscher Film mit koreanischen Untertiteln gezeigt, ein Wein & Kaeseabend sowie ein Kochabend organisiert. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die hoffentlich nicht nur mir, sondern auch den Studenten viel Freude bereitet hat.
Generelles & Erster Eindruck
Die Yonsei war auf ihre internationalen Studenten sehr gut vorbereitet - was bei fast 350 Neuankoemmlingen aus aller Welt, darunter 11 Deutsche, auch notwendig erscheint. In der Anfangsveranstaltung wurde uns der Ablauf und die Kurswahl sehr gut erklaert, so dass ich hierbei keinerlei Probleme hatte. Daneben gibt es verschiedene studentische Organisationen und Clubs, die sich um das Wohl der auslaendischen Gaeste bemuehen. So gibt es Touren durch Seoul, Vortraege zur koreanischen Kultur, Kinoabende, Buddy- und Sprachtandem-Programme. Der Campus der Yonsei ist riesig, aber dank dem wunderbaren Aufenthaltsraum "Global Lounge", in dem man nicht nur lernen, sondern auch auf gemuetlichen Sesseln etwa 15 internationale Nachrichtenkanaele (u.a. auch Deutsche Welle) verfolgen kann, laesst sich wunderbar und in einer lockeren Atmosphaere Kontakt zu anderen Austauschstudenten und/oder den lokalen Studenten aufbauen. Und diese sind auch ueberwiegend sehr interessiert. Man braucht jedenfalls keine Angst haben, hier zu vereinsamen.
Der Unterricht ist etwas verschulter als an der TU Braunschweig und zeichnet sich dementsprechend durch eine geringe Kursteilnehmerzahl, Hausaufgaben und Anwesenheitspflicht aus. Auch die Bindung zu den Professoren ist enger, d.h. es werden gemeinsame Abende organisiert und es ist nicht ungewoehnlich, wenn Professoren an Partys teilnehmen und ihre Studenten zum Alkohol-Konsum (leider auch ein wesentlicher Aspekt der koreanischen Kultur) auffordern, dem zumindest die einheimischen Studenten aus Respekt kaum wiedersprechen koennen.
Ich wurde korrekt als Graduate Student eingestuft und konnte dementsprechend Kurse sowohl aus dem Undergraduate-Bereich als auch dem Graduate-Bereich waehlen. Dabei gilt es, ein Minimum von 9 Credits (ca. 3 Vorlesungen) einzuhalten, dass Maximum liegt fuer Undergraduate-Studenten bei 18 Credits und fuer Graduate-Studenten bei 15 Credits. Neben den regulaeren Kursen werden auch verschiedene Koreanisch-Kurse angeboten, je nachdem, wie intensiv man sich mit der Sprache beschaeftigen moechte.
Ich denke, dass sich auch die zukuenftigen Studenten der TU Braunschweig hier wohl fuehlen werden, allerdings moechte ich dringend dazu raten, sofern keine Kontakte nach Korea bestehen, dass sich diese fuer das Studentenwohnheim bewerben. Die Wohnungssuche ist hier leider sehr anstrengend und schwierig. Eine Teilnahme an dem Buddy-Programm duerfte daneben den Einstieg erleichtern und die Partner helfen sicher gerne bei der Anschaffung des wohl wichtigsten Gegenstandes in Korea: dem Mobiltelefon.
Details zur Kurswahl
Generell gilt, dass Kurse im Umfang von mindestens 9 bis maximal 12, 15 bzw. 18 Credits kurz vor Beginn des Semester gewaehlt werden muessen bzw. koennen. Dies erfolgt komfortabel ueber eine Webseite. Dabei ist eine Frist zu wahren. Eine rechtzeitige Anmeldung puenklich zur Eroeffnung des Verfahrens ist empfehlenswert, da ich von einer begrenzten Teilnehmeranzahl je Kurs ausgehe. Die Kurswahl kann innerhalb der ersten Semesterwoche noch geaendert werden, danach prinzipiell jedoch nicht mehr. Eine gewisse Ausnahme stellt die sogenannte Ruecktritts-Periode dar, welche kurz nach den Zwischenpruefungen liegt, d.h. in der Mitte des Semesters. In diesem Zeitraum koennen Kurse unter Wahrung der minimalen Anzahl an Credits abgewaehlt werden. Diese Kurse erscheinen jedoch weiterhin - entsprechend gekennzeichnet - auf dem Transcript.
Die Anzahl der maximalen Credits ergibt sich wie folgt:
1) Das 12 Credit-Limit gilt fuer Studenten, die mind. einen (max. zwei aufeinanderfolgende Kurse pro Semester moeglich) Sprachkurs am Korean Language Institute belegen. Dabei handelt es sich um einen Intensivkurs, vergleichbar mit dem vom Sprachenzentrum der TU angebotenen Deutschkurs, d.h. Mo-Fr. jeweils 4 Stunden am Vormittag (10 Wochen). Ein Sprachkurs wird mit 6 Credits angerechnet, und die Teilnahme an diesem Programm ist auf wenige Austauschstudenten pro Semester begrenzt, d.h. bei Interesse sollte man sich fruehzeitig im Buero der Division of International Education and Exchange anmelden.
2) Das 15 Credit-Limit gilt fuer Graduate-Studenten.
3) Das 18 Credit-Limit gilt fuer Undergraduate-Studenten.
Ein Unikurs hat i.d.R. einen Umfang von 3 Credits.
Neben dem Intensivsprachkurs gibt es fuer Interessierte als Alternative einen weniger intensiven Kurs, am Abend, Mo-Fr, jeweils 2 Stunden, ueber das gesamte Semester. Fuer diesen Kurs werden ebenfalls 6 Credits angerechnet, das Credit-Limit von Punkt 1) findet dann meines Wissens jedoch keine Anwendung.
Ansonsten gilt: In den meisten Unikursen gibt es sowohl Zwischenpruefungen als auch Abschlusspruefungen, aus denen sich die Endnote zusammensetzt. In einigen Kursen, zumindest im Graduatebereich, werden stattdessen Seminararbeiten gefordert. Es besteht Anwesenheitspflicht (i.d.R. mind. 70% bei Unikursen, 80% bei Sprachkursen) und das Aufsteigen in den naechsten Level bei den Intensivsprachkursen erfordert mind. 60% der Punkte in allen Pruefungsabschnitten.
Meine Wahl war wie folgt:
1. Semester:
1) Graduate Kurs "Culture and Business" (Marketing)
Behandelt sehr interessante Themen aus dem Bereich Marketing, ist allerdings auch sehr fordernd. Es gibt zwar offiziell keine Zwischen- und Abschlusspruefungen, jedoch gab es ein "Quiz", dass einer Zwischenpruefung nahekommt. Ausserdem muessen ein ca. 7-seitiges Research-Paper zu einer kulturellen Institution sowie ein 20-seitiges Research-Paper zu einem relevanten Thema angefertig werden. Ausserdem gibt es jede Woche teilweise sehr umfangreiche und nicht immer leicht verstaendliche Artikel bzw. Buchauszuege zum eigenstaendigen Durcharbeiten, die im Unterricht anschliessend diskutiert werden. Auf Grund der Teilnahme an dem Intensivsprachkurs habe ich mich letztendlich fuer den Ruecktritt von diesem Kurs in der Withdrawl-Period entschieden.
2) Undergraduate-Kurs "Modern Korean Society and Culture"
In diesem Kurs wird die Geschichte und wirtschaftliche sowie kulturelle Entwicklung Koreas behandelt. Der Kurs ist interessant und auch der Dozent gefaellt mir sehr gut. Koreaner sind oft sehr viel weniger selbstkritisch als wir Deutschen, daher wurde ich teilweise positiv ueberrascht, wie gut und offen von diesem koreanischen Dozenten auch auf die Schwierigkeiten der Gesellschaft eingegangen wird. Auch hier gibt es woechentlich Artikel als Hausaufgabe, die jedoch nicht ganz so umfangreich und auch leichter verstaendlich sind.
3) Intensivkurs Koreanisch
Ich belege den Intensivkurs Koreanisch im 2. Level (von 8 ). Der Kurs zeichnet sich durch eine kleine Teilnehmeranzahl (ca. 12 Schueler) und sehr motivierte Lehrkraefte aus. Die Teilnehmer kommen fast alle aus verschiedenen Laendern und ich bin der einzige Austauschstudent in meiner Klasse. Die anderen Teilnehmer belegen nur diesen Sprachkurs und sind nicht an der Uni eingeschrieben. Der Kurs macht sehr viel Spass, bedeutet aber auch viel Arbeit. Innerhalb von 4 Stunden lernen wir sehr viel: Taeglich kommt neue Grammatik hinzu und insbesondere auch neue Vokablen. Es gibt taeglich Hausaufgaben (in einem moderaten Umfang), und Nachbereitung ist auch wirklich notwendig. Da die meisten Teilnehmer jedoch sehr viel Geld fuer diesen Kurs bezahlen, ist die Motivation recht gut, was natuerlich auch den Lernprozess foerdert.
Da mich der Sprachkurs sehr voranbringt, habe ich mich entschlossen, im zweiten Semester keine weiteren Unikurse zu belegen, sondern entsprechend dem Credit-Limit zwei weitere 10-woechige Intensivsprachkurse zu belegen.
Unterkunft - Wohnung oder doch lieber Studentenwohnheim?
Die Wohnungsmieten in Seoul sind sehr hoch, und momentan sogar am steigen - jedenfalls ging sowas gerade durch die Medien.
Die meisten Austauschstudenten leben im International Dorm. Im Gegensatz zu den anderen Dorms der Yonsei ist dieses nicht ganz so restriktiv. Ich kenne zwar nicht die Details, aber ich glaube die Ausgehsperre ist nicht so strikt oder gilt zumindest nicht am Wochenende. Kann ich Dir aber nicht garantieren, dass hab ich irgendwo mal nebenbei so aufgeschnappt. Die groessten Vorteile des Dorms sind 1) die geringen Kosten und 2) die Naehe zum Campus. Du brauchst gerade mal 5 Minutenvom Dorm zum Hoersaal. Ausserdem kann man so natuerlich leicht Freunde finden. Nachteil ist - zumindest aus meiner Sicht - dass man dadurch einfach zu viel Kontakt zu anderen Auslaendern hat. Mich interessiert Korea sehr (bin auch hauptsaechlich zum koreanisch lernen hier), und ich habe einfach keine Lust, 24 Stunden von Amerikanern und anderen Auslaendern umgeben zu sein. Fast alle meine Freunde hier sind Koreaner. (Liegt auch daran, dass ich schon oefters hier war). Ausserdem teilt man sich ein Zimmer mit einem anderen Studenten. Ist auch nicht jedermanns Sache.
Die Wohnungssuche ist leider sehr schwierig. Von denjenigen Studenten, die nicht im Wohnheim leben, wohnen die meisten in sogenannten Hasuk-Jibs. Das ist eine Art privates Wohnheim. Du hast dort i.d.R. ein eignes moebliertes Zimmer, teilst aber Bad mit den anderen Bewohnern. Dort wohnen oft auch viele Koreaner und es gibt wirklich super viele Hasuks rund um die Uni (fuer dich interessant: East Gate-Bereich der Yonsei). Hinzu kommt noch, dass im Preis auch Verpflegung inbegriffen ist, d.h. zumindest zwei Mahlzeiten, wenn nicht sogar drei. Weiss ich nicht genau, bzw. ist wohl auch unterschiedlich. Manche sehen dies als Vorteil an, manche als Nachteil. Kommt sicher auch drauf an, wie gut die Hausdame kochen kann und wie Abwechselungsreich das Essen ist. Du solltest aber auch im Hinterkopf haben, dass Koreaner sehr viel ausgehen, und das kostet natuerlcih auch Geld. Manche Studenten aergern sich dann, das Essen quasi doppelt zu bezahlen. So guenstig sind die Hasuk-Jibs naemlich leider auch nicht. 300.000 ~ 450.000 Won solltest Du schon einkalkulieren.
Moechtest Du ein (kleines!!) Ein-Zimmer-Apt mit eigenem Bad, kleiner Kochnische, musst Du mit AB ca. 300.000~400.000 rechnen. Leicht auch 500.000 Won. Groesstes Problem: Bei vielen Apartments werden SEHR hohe Kautionen verlangt. In der Regel gilt: Je geringer die monatliche Miete, desto hoeher die Kaution. Das liegt daran, dass die Vermieter mit der Kaution spekulieren. Ich habe mich nach meiner Ankunft um die Yonsei herum nach einem One-Room Apt. gesucht und nichts passendes gefunden. Preis-Leistungsverhaeltnis stimmte nie, vor allem hab ich nicht selten Kautionen ab 2000 Euro bis 20000 Euro angeboten bekommen. Das war echt zum verzweifeln.
Ein Problem ist auch, dass das Wohnheim schnell ausgebucht ist, Du Dich also moeglichst rasch entscheiden musst. Ein Hasuk findest Du sicher immer noch, aber wie gesagt, auch nicht gerade billig.
Da Du nur ein Semester bleibst, und (ich nehme mal an) weder Koreanisch sprichst noch hier bereits koreanische Freunde hast, waere das WOhnheim vielleicht wirklich die beste Wahl. Mit English kommt man bei der Wohnungssuche naemlich auch nicht weit.
Weitere Informationen
Hintergrundinfos bei Wikipedia: Free Hug (Engl.) und hier das Original Free Hugs Video, mit dem alles begann: Free Hugs Campaign. Inspiring Story! (music by sick puppies)
Je Mahlzeit werden die Pillen eines Beutelchens eingenommen. Der Beutel mit der geringeren Anzahl an Pillen ist, wie die koreanische Aufschrift verraet, fuer Mittags bestimmt.
Dr. C.O. Kim (Zahnarzt):
Chongrohoekwan, Room 401
71-4 Chongro-2-ga,
Chongro-gu, Seoul
Tel 02-733-2662
Achtung: Die Assistentin spricht weder Deutsch noch Englisch, daher Termin am Telefon ggf. von koreanischem Bekannten abmachen lassen oder einfach direkt vorbeischauen.
Wie man die Praxis findet:
An der U-Bahnstation Jongno 3-ga den Ausgang 15 nehmen und der Strasse folgen. Schon fast von dem Ausgang aus kann man etwas entfernt auf der gleichen Strassenseite ein grosses Gebaeude mit der Aufschrift "...요리학원" (an die ersten beiden Silben erinnere ich mich nicht mehr, sorry) sehen. In diesem Gebaeude (Jongno-Building, 종로빌딩) befindet sich die Praxis im 4. Stock.
Informationen zu weiteren Aerzten auf der Seite vom Goethe Institut.
Das Holiday In befindet sich wie auch das Traveler's A in zentraler Lage, ist mit 17.000 Won/Nacht allerdings etwas teurer. Im direkten Vergleich ist der Preis aber durchaus angemessen: Bei diesem Hostel handelt es sich schlichtweg um ein ummodelliertes Motel. Die kleinen Dormitoryzimmer haben jeweils ein eigenes Bad, es gibt eine brauchbare Kueche, einen Aufenthaltsraum mit neuen PCs zur kostenlosen Nutzung, regelmaessig finden Videoabende statt. Die Angestellten wirkten freundlich und es machte einen sehr sauberen Eindruck. Eine Wegbeschreibung findet man auf der Homepage
Nach dem Check-In ging es nach Myeongdong in Koheis Lieblingsrestaurant fuer Budaejjiggae. :-D
Am Samstag war habe ich mir das kleine aber dennoch interessante Sudoguksan Museum of Housing and Living angeschaut. Es befindet sich in der Naehe der Dong-Incheon U-Bahn-Station und soll an die Sudoguksan-Nachbarschaft, eine Slum-aehnliche Gegend, erinnern. Diese wurde 1998 abgerissen und an ihrer Stelle wurden inzwischen moderne Apartmentkomplexe errichtet.
So sehen uebrigens die "modernen" Apartmentkomplexe aus...
Am naechsten Morgen haben die Studenten Kimchi-Jjigae zum Fruehstueck zubereitet - lecker!
토요일에는 오전 10시쯤 일어났다. 먼저 바다를 구경했다. 그리고 식사를 하고 등산하러 설악산에 갔다. 약 5시간 동안 등산을 했다. 조금 힘들고 다리도 아팠지만 산에서 본 경치가 정말 아름다웠다. 그래서 기분도 더 좋아졌다. 낙산 비치에 돌아온 후에 저녁을 먹었다. 거기에서 나는 처음 회를 먹어 봤다. 맛있었지만 그 천막 식당에서 처음부터 밥을 주지 않아서 싫었다. 식사 후에 노래를 부르고 춤을 추려고 노래방에 갔다. 우리 팀사람들의 기분이 너무 좋았기 때문에 정말 즐거운 시간을 보냈다. 그리고 마지막에 바닷가에서 불꽃을 쏘아 올렸다.
일요일에는 일출을 보려고 일찍 일어나서 바다에 갔다. 아름다웠다. 아침에 학생들이 맛있는 김치찌개를 준비했다. 다음 날에 수업이 있기 때문에 아침을 먹은 후에 서울쪽으로 떠나야 했지만 직접 가지 않고 먼저 낙산사에 들렀다. 재미있었지만 전에 그 절은 타서 재가 됐기 때문에 많이 구경할 게 없었다. 서울에 오는 길에 다시 한 번 횡계 근처에 있는 양떼목장에 들렀다. 작년에 나는 벌써 거기에 여행을 갔는데 너무 놀랐다. 유명한 곳이구나.
마지막에 밤에 서울에 도착했다. 우리 팀은 모두 피곤했지만 또 한 번 먹으러 식당에 갔다. 이번에는 고기를 먹고 싶어서 삼겹살 집에서 식사를 했다. 먹은 후에 우리 팀은 헤어졌다. 내 기분이 조금 슬퍼졌다. 이 친구들과 너무 즐거운 주말을 보냈고 그들은 영어를 잘 할 수 없었기 때문에 한국어도 많이 연습했다. 다시 만나고 싶다.
Wie wichtig diese Pruefung ist und von der Bevoelkerung ernst genommen wird, durfte ich heute live erleben. Ich bin extra frueh aufgestanden, und habe mich noch vor dem Sprachunterricht zur Seoul High School in Banpo aufgemacht. Zunaechst bin ich mit dem Bus zur Bangbae Station gefahren. Dort standen schon viele Polizisten. Als ich nach dem Weg fragte, hielt man mich wohl fuer einen Schueler und setzte mich prompt in ein Auto und karrte mich direkt zur Schule. Auf diese Art und Weise wurden auch einige der Schueler dort hin befoerdert. Denn wer zu spaet kommt, muss ein Jahr warten. Aus diesem Grund fangen auch fast alle Unternehmen an diesem Tag etwas spaeter an zu arbeiten - und die Strassen waren wirklich erheblich ruhiger als sonst (Ich habe mit dem Bus in Rekordzeit zur Uni geschafft, aber das ist ein anderes Thema...). Vor der Schule standen bereits sehr viele Menschen: Eltern, ehemalige Schueler, Reporter. Mit Cheering-Spruechen und Schildern wurden die Prueflinge willkommen geheissen. Es wurde Kaffee und Schokolade verteilt. Ein interessantes Erlebnis.
오늘은 대학수학능녕시험이 있었다. 구경하려고 일찍 일어나고 집근처에 있는 고등학교에 갔다. 먼저 집 앞에 버스를 타고 가다가 길을 잘 모르기 때문에 어느 장류장에 내려야 하는 걸 버스운전자에게 물았다. 버스를 내린 후에 공중의 자동차가 학생들을 기다렸다. 저도 그 차를 탈 수 있었다. 그 차로 반포동에 있는 서울고등학교에 갔다. 응원하려고 거기에 사람들이 많이 왔다. 재미있었다. 사진들을 찍은 후 에 어학당에 늦게 올까봐 빨리 버스 정류장에 돌아와서 버스를 연세대학교쪽으로 탔다. 이 시험 때문에 회사들은 일이 늦게 시작해서 오늘은 교통이 복잡하지 않았다. 그래서 9시 전에 어학당에 도착할 수 있었다. ^^
Da die grosse Mehrzahl der KoreanerInnen kein oder nur sehr eingeschraenktes Englisch sprechen, hatte der Ausflug fuer uns beiden Deutsche sogar noch einen schoenen Lerneffekt. Auch wenn mein Koreanisch noch lange nicht so gut ist wie das von Ralf, konnte ich dennoch viel von dem gesagten verstehen oder zumindest im Sinn erahnen. Und die Studenten haben sich auch wirklich Muehe geben, mit uns langsam zu sprechen :)
Ich werde das Wochenende und damit auch den Paepaero Day mit einigen Architekturstudenten im Seoraksan-Gebirge verbringen. Drueckt uns die Daumen, dass das Wetter mitspielt... Sonst sitzten wir am Ende noch in der Unterkunft fest und essen ... Paepaero.
어제부터 서울의 날씨가 너무 나뻐졌다. 춥고 비도 왔다. 그리고 밤에 첫눈도 왔도! 일요일에는 날씨가 아직도 좋고 구경하러 창덕궁에 갔기 때문에 정말 놀랐다!
한국어 쓰기하고 듣기 시험은 쉬웠지만 말하기하고 읽기 시험은 조금 어려웠다. 마지막에 1급 교과서를 끝냈는데 이제 2급 교과서를 공부하기 시작할 것이다. 더 어려워질 것 같지만 그래도 재미있을 것 같다. 한국어를 더 배우려고 다음 학기는 어학당에만 다니기로 했다.
요즘 방학 생각을 하고 있다. 약 2주 동안 어디로 갈까? 일본이나 싱가포르가 재미있을 것 같다. Bjoern가 아직도 도쿄에서 살아서 그 친구의 집에서 잠을 잘 수 있다. 하지만 내가 따뜻한 날씨를 좋아하니까 아마 동남 아시아가 더 좋을 것 같다.
자, 크리스마스 때 좀 외롭겠지만 독일에 안 가고 싶다. 부모님, “죄송합니다. 새해 10월에 뵙겠습니다. 슬퍼하지 마십시오!“
In den vergangenen zwei Wochen standen Zwischenpruefungen an, sowohl an der Uni als auch in der Sprachschule. Die Pruefungsfragen im Unikurs "Modern Korean Society and Culture" entsprachen im Wesentlichen dem im Vorfeld angekuendigten Umfang und stellten daher kein allzu grosses Problem dar. Meinen zweiten Unikurs, "Culture and Business", habe ich wie bereits erwartet in der Drop-Period abgewaehlt. Die dortigen woechentlichen Reading-Assignments waren sowohl vom Umfang her sehr viel als auch nicht gerade leicht verstaendlich. Ausserdem wuesste ich nicht, woher ich noch die Zeit fuer das geforderte 20seitige Research-Paper nehmen soll. Der Koreanischkurs laesst mich naemlich kaum zur Ruhe kommen.
Die Pruefungen an der Sprachschule habe ich auch recht gut gemeistert. Es gab fuenf auf zwei Tage verteilte Pruefungen: Schreiben (Grammatik), Hoeren-Verstehen, Lesen-Verstehen, Vorlesen, frei Sprechen. Dabei waren die beiden letztgenannten Pruefungen fuer mich am schwersten.
Der Sprachkurs macht nach wie vor sehr viel Spass, wird nun aber auch immer anstrengender. Das liegt vorallem daran, dass sich mein Wortschatz langsam aber sicher dem Ende zuneigt und ich dem Lernen der vielen neuen Vorkabeln kaum hinterherkomme. Wie dem auch sei, habe ich entschieden, im naechsten Semester nur den Sprachkurs zu belgen (dann zwei Mal jeweils 10 Wochen) und keine weiteren Unikurs zu hoeren. Ich denke davon habe ich mehr...
Alle weiteren Infos auf: Cinekorea.de
Gerade mal 19 Jahre alt ist Geum-ja, als sie wegen Mordes an einem kleinen Jungen verurteilt wird. Das Schockierende scheint jedoch nicht die Tat an sich zu sein, sondern die engelsgleiche und attraktive Erscheinung der Mörderin. Im Gefängnis fällt Geum-ja durch ihre Hilfsbereitschaft auf, die ihr schnell viele Freunde unter den anderen Häftlingen macht, und so wird sie nach der Haft als geläutert entlassen. Doch sie verfolgt einen Racheplan, auf den sie sich 13 Jahre lang vorbereitet hat.
"Lady Vengeance" ist der dritte Teil in Chan-wook Parks Rachetrilogie. Der Film ist weniger wild als der Vorgänger "Old Boy", der beim 18. filmfest Braunschweig lief, und überzeugt trotz einiger drastischer Gesaltdarstellungen durch ruhige und sanfte Bilder.
Regie: Chan-wook Park, ROK 2005, 112 Min, 35 mm,
Farbe, OmeU
Darsteller: Yeong-ae Lee, Min-sik Choi
Mi, 8. November 22:30 CinemaxX 3
Do, 9. November 14:45 CinemaxX 3
Mo. 23. - Fr. 27. Okt.
Der Koreanische Studierendenverein an der Universität Bielefeld, dessen Zweck der Kulturaustausch zwischen Korea und Deutschland ist, richtet das "Korea Film Festival 2006" aus. Vorgeführt werden fünf koreanische Filme mit deutschen oder englischen Untertiteln, jeweils von 18 - 20.30 h (s.t.).
Auf dem Programm stehen: Brotherhood (TaeGukGi): Mo. 23. Okt., Hörsaal 5; Der große Betrug: Di., 24. Okt., Hörsaal 5; Nowhere to hide: Mi. 25. Okt. Hörsaal 6; Welcome to DongMakGol: Do. 26. Okt., Hörsaal 5; Erinnerung des Mordes: Fr. 27. Okt., Hörsaal 5
Eintritt frei.
Weitere Infos: Kunibi.net
Anm: Ich uebernehme keine Garantie dass es diese Universitaet tatsaechlich gibt ;-)
Quelle: Spiegel Online
Das erinnert mich irgendwie an die Busfahrt heute morgen... ;-)
월요일 오전에 세은을 만났다. 그 친구가 독일말을 공부한다. 그래서 나는 그 친구에게 독일말을 가르친다. 보통 한 주에 한번 만난다, 강남역에서 만나서 한 시간을 보냈다.
나중에 다른 친구들도 만났다. 다른 친구의 이름은 세영이다. 교보에서 만났다. 세영의 친구들도 왔다. 우리는 같이 책을 읽었다. 세영이는 인천에 있는 대학교 기숙사에서 사니까 보통 많이 만날 수 없다. 추석 동안 지난 주에 날마다 서울에 있었다. 그래서 자주 봤다.
두 주 전에 세영이 생일이었는데 롯데월드표를 선물로 줬다. 목요일에 같이 거기에 갔다. 너무 재미있었고 즐겁게 시간을 보냈다.
토요일에 다시 만났고 강화도로 여행을 갔다. 신촌에서 버스로 한 시간 40분쯤 걸렸다. 거기에서 자전거를 빌려서 탔다. 밤에 서울에 돌아왔다. 서울 대학교근처에서 독일에서 온 친구를 만났다. 그 친구가 독일로 떠나서 송별회를 했다. 사람들이 많이 왔고 술도 많이 마셨다.
그래서 일요일에는 집에만 있었다 . *lol*
(Dieser Wochenbericht war eine Hausaufgabe und enthaelt im Wesentlichen nichts anderes als bereits berichtet. Daher keine Uebersetzung)
Vielleicht sollte auch ich noch schnell Urlaub in Pjöngjang machen, bevor die Stadt in Schutt und Asche gelegt wird... Kim Jong-il ist schliesslich nicht der einzige unberechenbare "Politiker" :-?
- Seoul Power 2006 - Stefan unterrichtet an der Korea University
- What is Life - Eun Song studiert an der Hankuk University of Foreign Studies
Einfach mal vorbeischauen :)
Wenn ich mich das naechste Mal bei jemanden entschuldigen (사과 [謝過]) moechte, ueberreiche ich einen Apfel (사과 [沙果]) ;-) - Frei uebersetzt also 사과하다 = jmdn. äpfeln :P
Fordert mich jemand zu einer Schneeballschlacht auf (눈싸움), werde ich dieser Person tief in die Augen (눈) schauen ;-) Vorteil: Bei einer Augenschlacht (눈싸움) gibt es wenigstens keine blauen Flecken^^
Ansonsten geht es aber meistens um Hochzeit und die anderen typischen koreanischen Gespraechsthemen *rolleyes* Der Sprachkurs ist aber wirklich lustig und ich geniesse (noch) jeden Tag, auch wenn es nicht gerade wenig Arbeit ist.
Am Abend folgte die sehr schoene aber auch etwas traurige Abschiedsparty von Gitte im Ausgehviertel der Seoul National University. Liebe Gitte, bitte komm ganz schnell wieder zurueck nach Korea!
du scheinst ja ein Koreaspezialist zu sein ;) . Ich habe mal eine Frage an Dich, die Du hoffentlich beantworten kannst: Ich absolviere im Frühjahr ein Auslandsemester in Seoul und möchte danach noch gerne etwas durch Asien reisen. Ein Teil meines Gepäcks muss schon vorher nach Deutschland zurück, ich würde die Sachen gerne schicken. Kennst Du eine günstige und sichere Versandmethode von Korea nach Deutschland. UPS mit 330€ ist etwas teuer ;)
Schöne Grüße
Katherina
Auch ich stehe vor der Frage, wie ich meinen ca. 25~30 kg schweren Koffer am guenstigsten zurueck nach Deutschland bekomme... wollte zum Abschluss naemlich auch noch etwas reisen. Fuer jeden Tipp waere ich dankbar.
Die Hochzeit fand in einem Hotel statt. Kurz vor 17.00 Uhr sind wir eingetroffen, und es ging auch gleich los: Einzug von Braut und Braeutigam in westlicher Kleidung, dazu etwas Popmusik, Ansprache, Ja-Wort. Kein Kuss, kein Ring. Dafuer aber ueberall Kameras, damit das anwesende Publikum jeden Schritt des Paares auf den beiden Grossleinwaenden auch verfolgen kann. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass viele der Anwesenden wirklich nur an dem Essen interessiert waren. Besonders toll war dies aber auch nicht: Es gab eine Art Mischung aus koreanischen Beilagen (Kimchi, Reis, Nudeln) und westlichem Dinner (Hacksteak, Karotten). Nach dem Essen, also ca. 1,5 Stunden spaeter, sind viele bereits gegangen. Das Brautpaar hat sich schliesslich fuer die traditionelle koreanische Zeremonie umgezogen.
Bei dieser haben kaum Gaeste zugeschaut, ich fand sie aber wesentlich schoener als den kitschigen "westlichen" (amerikanischen?) Teil der Feier. Nach insgesamt nur 2 Stunden waren aber auch wir bereits wieder auf dem Heimweg.
Mein Fazit: Traditionelle koreanische Hochzeitskleidung ist wirklich schoen, feiern sollte man aber lieber in Deutschland ;-)
Aehnliche Erfahrungen hat Gitte auf einer anderen Hochzeit gesammelt.
Es war die wohl groesste Party, auf der ich je war. Die Strassen waren ueberfuellt von Studenten beider Universitaeten, so dass es kaum ein durchkommen gab. Es wurde gesungen, Ketten gebildet, Restaurants "gestuermt" und so lange Radau gemacht, bis es Freibier bzw. Freisoju gab. Manchmal gab es auch etwas zu essen. In einigen Restaurants haben sich Absolventen aelterer Generationen aufgehalten, die dieses wohl mitfinanziert haben. Nach einigen Stunden auf der Strasse ging es schliesslich auf den Campus der Korea Univ, wo ein unglaubliches Nachtpicknick stattfand. Wohin man auch schaute, ueberall sassen Studenten in grossen Gruppen zusammen. Bringdienste haben buchstaeblich tonnenweise Essen und Soju angeliefert - auch wieder Geschenke der aelteren Generationen (so wurde es mir erklaert). Das ganze verief unglaublich friedlich, und die vermeintliche Revalitaet der beiden Universitaeten war schnell vergessen. Es fuehlte sich auch nicht an wie eine der anonymen Audimax-Partys in Braunschweig, sondern wie eine riesige Privatparty mit tausenden von Freunden.
Drei Cheering-Songs zum reinhoeren:
연세여 사랑한다 (Ich liebe Dich, Yonsei!)
파란 (Blau)
J 에게 (Fuer J)
아카라카: Fotos der Cheerleader und weitere Songs zum Download
친구가 인천에 있는 경인교육대학교 미술교육과에서 단닌다. 그래서 오늘은 저기에 갔고 그림들을 봤다. 재미있었다.
Der kleine Gehilfe ist aber nicht schlecht, umfasst er doch neben dem Koreanisch-Englisch bzw. Englisch-Koreanisch Woerterbuch noch zahlreiche weitere Nachschlagewerke (u.a. Englisch-Englisch, Koreanisch-Koreanisch, Chinesische Zeichen, Englischer Slang und Sprichwoerter...)
Ansonsten haben diese Woche meine Kurse begonnen, und ich befuerchte, es wird in Arbeit ausarten. Waehrend in dem Undergraduate Kurs ein Mid- und Final-Exam in Form schriftlicher Pruefungen anstehen (wahrscheinlich ueber die ca. 400 Seiten Skript, die ich gestern bekommen habe) muessen wir in dem Graduate Kurs ein Paper ueber ca. 20 Seiten zu einem wohl recht frei waehlbaren Thema verfassen. Dazu gibts natuerlich auch woechentliche Lektuere ueber einige Seiten, die dann in der "Vorlesung" besprochen werden. Sobald der Koreanisch Kurs dann beginnt, werde ich wohl gar keine Freizeit mehr haben. Aber wer braucht die schon, schliesslich sind ja auch alle anderen den ganzen Tag am lernen...
Ueberigens ist die Uni echt super...! Vor allem die sogenannte Global Lounge. Fotos folgen irgendwann...
Die Wohnungssuche war mal wieder der reinste Horror, und in der Naehe meiner Uni habe ich nichts Brauchbares finden koennen. Es war entweder zu klein, zu dunkel (Keller), oder zu teuer. Insbesondere an Kaution habe ich alles zwischen 2000 Euro und 15000 Euro angeboten bekommen...
Schliesslich habe ich meine Vermieterin vom Vorjahr angerufen und wie es der Zufall so wollte, wurde gerade exakt die gleiche Wohnung frei, in der ich bereits im letzten Jahr gewohnt habe. Sie ist nicht gerade guenstig, und auch von der Uni etwa eine Stunde mit dem Bus entfernt - dafuer aber vergleichsweise gross, kleine Kaution (eine Monatsmiete), kein Jahresvertrag, usw. Und in meiner alten Nachbarschaft fuehle ich mich richtig wohl!
Es ist doch schoen zu spueren, dass man nicht vergessen wurde. Angefangen bei dem Angestellten im Convenience Store, der gleich einen Smalltalk mit mir begann und fragte, wo ich denn so lange geblieben sei. Aber auch die nette Kimbab-Dame hat sich ueber meinen Besuch gefreut. Und gestern Nacht auf der Strasse ruft ploetzlich jemand "Flo, Du bist immer noch hier?" - Ein Nachbar, dem ich frueher gelegendlich ueber den Weg gelaufen bin. Ja, meine Nachbarschaft ist doch die Beste...
Ich habe mich fuer zwei Kurse entschieden:
- Culture and Business aus dem Graduate Bereich, Mittwochs 15.00 - 17.50 Uhr
- Modern Korean Society & Culture aus dem Undergraduate Bereich, Dienstags & Donnerstags je 14.00 - 15.50 Uhr
Zusaetzlich beginnt am 25. September der 10-woechige Koreanisch Kurs, welcher taeglich von 9.00 bis 13.00 Uhr stattfinden wird. Daher bezweifle ich bereits, dass ich beide der oben genannten Kurse bis zum Ende des Semesters belegen werde.
In der ersten Semesterwoche gibt es eine Course Change Period, in der die Kurswahl nochmals angepasst werden kann. So kann man sich nach der ersten Vorlesung noch umentscheiden. Danach gibt es nur noch Anfang November die Withdrawal Period, in der von einzelnen Kursen zurueckgetreten werden kann. Diese werden dann aber dementsprechend im Transcript aufgelistet. Wobei ein W fuer Withdrawal sicher besser ist als eine 5 (hier: F), sofern man aus zeitlichen Gruenden nicht mehr zu den Kursen gehen kann...
Es gibt naemlich eine sehr strikte Anwesenheitspflicht!! 8-O Verpasst man mehr als 1/3 einer Vorlesung, bekommt man automatisch ein F, unabhaengig davon, wie gut die Pruefungen ausfallen.
아이구...
Seit gestern Nachmittag bin ich nun schon wieder in Seoul. Da ich noch immer totmuede bin - heute war naemlich bereits die Orientation an der Yonsei - werde ich mich an dieser Stelle kurz fassen. Weitere Bilder aus Istanbul folgen dann auch erst in den naechsten Tagen.
Vorweg: Mein Telefon ist wieder angemeldet, allerdings habe ich eine neue Nummer bekommen. -> gibts dann per SMS oder Email.
Zur Orientation-Veranstaltung kann ich nur sagen: Hut ab! Sie war perfekt organisiert, angefangen mit einer Rede vom Praesidenten der Yonsei, ueber umfangreiche Praesentationen zur Universitaet, Online-Kursanmeldung, studentischen Gruppen bis hin zu einer Fuehrung ueber den riesigen Campus. Ausserdem werden in der naechsten Woche diverse Touren in und um Seoul angeboten. Ich habe mich fuer die DMZ Tour angemeldet, da sie mit 10.000 Won ein unschlagbar gutes Angebot ist. Vor zwei Jahren habe ich fuer diese Tour 50.000 Won bezahlt, und war damals auch nicht in der Grenzstadt.
Im Gegensatz zur Uni in Deutschland muss man sich hier schon zu Beginn des Semesters auf bestimmte Kurse festlegen. Die Kurse kann man nur in der ersten Semesterwoche noch aendern, und in der Mitte des Semesters gibt es dann noch eine "Withdrawl Period", d.h. die Moeglichkeit, von einzelnen Kursen zurueckzutreten. Dabei muss ein Minimum bzw. Maximum an Credits eingehalten werden. Alles in allem also sehr unflexibel.
Ich kann aus dem gesamten Kursangebot (Informatik, Business, Chemie, ...) waehlen, sowohl aus dem Undergraduate- als auch aus dem Graduate-Bereich. Ausserdem werden zwei Arten von Koreanischkursen angeboten: 1) Kurse von der DIEE, die waehrend des gesamten Semesters taegl. 2 Std. am spaeten Nachmittag stattfinden, sowie 2) Intensivkurse des KLI, die 4x jaehrlich stattfinden, jeweils 10 Wochen, 4 Std. taeglich am Vormittag.
Ich habe mich fuer den KLI Kurs entschieden, da ich lieber am Vormittag lerne. Meine Credits sind dadurch in diesem Semester auf 12 begrenzt, wobei der Sprachkurs 6 Credits einbringt. Ich muss mindestens Kurse im Umfang von 9 Credits belegen. Ich koennte also 2x 10 Wochen Sprachkurs machen, oder 1x 10 Wochen Sprachkurs und bis zu zwei weitere Unikurse (fast alle Kurse bringen 3 Credits). Ich habe mich fuer letztere Moeglichkeit entschieden, damit ich auch etwas anderes als nur das Sprachlabor zu sehen bekomme.
Der Sprachkurs beginnt auch erst Ende September, waehrend die Unikurse am 1.9. anfangen. Fuer den Sprachkurs habe ich mich heute angemeldet, da dort nur sehr begrenzte Plaetze zur Verfuegung stehen. Die anderen Kurse muss ich Montag im Online-Portal waehlen.
When Hermann Gustav Theodor Sander (1868-1945), as documents suggest, was appointed as a military attache to the German Embassy in Japan in 1905, he probably had no idea what he would bring home after his two-year stay in Asia. [...]
What Hwang Kyung-sook, a former journalist in Korea, saw was none other than an astounding discovery illuminating her home country at the dawn of the 20th century. Those photographs, colonial postcards, letters and documents ― over 300 in all ― from one man's journey to Asia in 1906 and 1907, are now on display at the exhibition, "A German, Hermann Sander's Journey" at the National Folk Museum of Korea in downtown Seoul. [...]
"A German, Hermann Sander's Journey" runs until Aug. 28 at the National Folk Museum of Korea. The museum is open from 9 a.m. to 6 p.m. daily except for Tuesdays. Admission is 3,000 won ($2.60) for adults; 1,500 won for youth ages 7 and 18, and free for children under age 6. For more information, call (02) 3704-3151 or visit the Web site, www.nfm.go.kr.
So lernt man z.B. im Kontext des Internationalen Marketing die 5 Kulturfaktoren nach Prof. Hofstede kennen, die ich hier am Beispiel Deutschland/Korea vorstellen wollte:
- 1) Machtdistanz (PDI)
- 2) Individualismus (vs. Kollektivismus) (IDV)
- 3) Maskulinitaet (vs. Feminitaet) (MAS)
- 4) Grad der Unsicherheitsvermeidung (UAI)
- 5) langfristige (vs. kurzfristige) Orientierung (LTO)
Eine kurze Internetrecherche fuehrte mich jedoch direkt zu den Seiten von Herrn Prof. Hofstede, auf denen er seine Untersuchungsergebnisse diverser Laender veroeffentlicht hat. Daher werde ich auf eine eigene Ausfuehrung verzichten.
Mich verwundert bei diesen Werten allerdings die Einschaetzung der Maskulinitaet, heisst es doch in der offiziellen Erklaerung des Faktors:
Diese Interpretation des Faktors ist im Hinblick auf die obigen Werte meiner Meinung nach unangemessen, da doch gerade in Korea die Stellung der Frau vergleichsweise niedrig ist.
Im Artikel The Expatriate Manager in South Korea, Cross Cultural Communication wird dieser Faktor ein wenig anders formuliert, und trifft es schon besser:
Eventuell werde ich einmal bei Herrn Hofstede bezueglich den Maskulinitaets-Werten bzw. der Definition nachfragen... Oder habe ich in meinem Lernstress etwas falsch verstanden? Japan ist uebrigens mit einem Maskulinitaetswert von 95 bewertet.
Auf weitere Ausfuehrungen moechte ich nun aber verzichten und und verweise fuer weitere Details auf:
In diesem Artikel geht es im Wesentlichen um die hohen Scheidungsraten in Korea sowie um die "verdeckten Scheidungen", d.h. Trennungen im Falle der noch nicht vor dem Gesetz geschlossenen "Ehen" junger Paare (laut dem Autor nicht ungewoehnlich in Korea).
Insbesondere mit der folgenden Aussage trifft er meiner Meinung nach, unabhaengig von dem Scheidungs-Problem, den Nagel auf den Kopf und bringt eines der groessten Probleme der heutigen koreanischen Gesellschaft zum Ausdruck:
Despite rapid social change in Korea people still allow others to barge across personal boundaries and interfere in their lives to a degree that is totally unacceptable for adults who are in full control of their faculties. They don’t stand up to their parents. But nor do they obey _ they pretend to but live secret lies.
One of my colleagues, who is almost 40, just got a tongue-lashing from her mother who discovered her smoking. Mum doesn’t know she’s been at it since she was a student. People are willing to live according to how faceless society says they should, rather than according to what fulfils them and leads to personal happiness.
[...]
Der Einstufungstest entspricht im schriftlichen Teil dem Yonsei Uebungsbuch. D.h. die Aufgabenstellung ist auf Koreanisch, es ist aber immer ein Beispiel gegeben. Ausserdem ist (zumindest bei den ersten paar Punkten) immer klar was die wollen. D.h. wenn du das Buch irgendwie bekommen kannst, waere es sicher hilfreich. Due uebungen sind z.b. Postpositionen einsetzen, 2 Saetze richtig verbinden (mit, und, oder, weil), auf einfache Fragen Antworten schreiben, etc.
Man darf sich nicht wundern, wenn man nur die ersten 6 oder 7 Punkte schafft, der Testbogen deckt alle levels ab. Nachher kommt man zu einem muendlichen Test. Das ist im Prinzip ein Gespraech mit Fragen wie:
- Wie heisst du?
- Woher kommst du?
- Seit wann bist du in Korea, lernst Koreanisch, etc. ?
- Wie und wann bist du zum kursgebaeude gekommen?
- Was hast du heute zum Fruehstueck gegessen?
Sie stellen sich schon auf dein Level ein und formulieren gegebenfalls die Fragen etwas um, wenn mans nicht gleich versteht. Aber die Einstufung ist recht subjektiv. Wir drei Wiener sind in 3 unterschiedliche Levels eingestuft worden. Aber innerhalb der ersten Kurswoche kann man, wenn der Level nicht passt den Kurs wechseln (bzw. Sie legen es einem nahe)
Mein Problem war, dass ich zwar die Grammatik ganz gut kann, aber im Sprechen und Hoeren auch nicht so geuebt bin. ich bin jetzt im B2 Kurs, das kenn ich momentan zwar schon die Grammatik, aber vom Tempo beim Sprechen passts.
Die werden schon erkennen, dass du kein totaler Anfaenger bist. Und alleine die Tatsache dass der ganze kurs auf koreanisch abgehalten wird (was immer ziemlich lustig ist wenn neue Vokabel dann mit Haenden und Fuessen erklaert werden), hilft echt viel.
Ich kenne deine Homepage und hab schon einige Male vorbeigeschaut. Ab wann bist du in Korea?
Viele Gruesse
Klaus
Heute hat mich meine Dorfbank in den Wahnsinn getrieben. Sie hat naemlich "bereits vor Monaten" ihren Visa-Anbieter gewechselt und allen Kunden entsprechend neue Karten zukommen lassen. Ich wurde dabei allerdings prompt vergessen und habe es somit erst gemerkt, als es bereits zu spaet war: YOUR CREDIT CARD DETAILS HAVE NOT BEEN ACCEPTED BY THE CLEARING HOUSE: AUTHORIZATION DENIED. Na Danke. Bis zum Abflug nach Korea werde ich aber hoffentlich eine neue Karte haben... ansonsten wechsel ich ganz zur Citibank.
Desweiteren habe ich gerade festgestellt, dass ich gar nicht - wie angenommen - an der Graduate School of International Studies (GSIS) studieren werde, sondern in der Division of International Education and Exchange (DIEE). Ich bin nun etwas verwirrt. Ich dachte eigentlich, ich wuerde nur im Graduate-Bereich studieren, und nun doch auch Undergraduate? Naja, auf der Homepage heisst es, "dass einige ausgewaehlte Studenten auch Kurse an der GSIS belegen koennen". Ob ich da zugehoeren werde? Hmm. Andererseits haette ich - laut Homepage - als Student der DIEE die Moeglichkeit, auch einen Intensiv-Sprachkurs zu belegen. Aber ist das nicht etwas viel, so einen Sprachkurs und dann noch regulaere Kurse? Naja, Gitte hat's ja auch geschaft, gelle?
"Für meinen lieben Mann sorge ich mit drei guten Mahlzeiten am Tag."
"Oh. Indian-Reis zum Frühstueck!"
"Aehm... Präsidenten-Reis zum Mittag?!"
"WAS?! Walfisch-Reis zum Abendessen??!"
Jaja, lecker Instant-Reis... Wie gut, dass wir Männer heutzutage auch selbst kochen können ㅋㅋ - Anm. Keine Ahnung, wie man 사또밥 richtig uebersetzt....
오늘 연세대학교에서 결정을 받았다. 9월부터 그학교에서 다닐 수 있다! 좋다! *mrgreen*
In Panmunjom stehen sich seit Jahrzehnten die Grenzsoldaten von Nord-und Südkorea Aug in Aug gegenüber. Es gibt neben einer 'Entmilitarisierten Pufferzone' auch eine 'Gemeinsam genutzte Zone', eben den Joint Security Area. Ein blutiger Grenzzwischenfall soll von neutraler Seite untersucht werden. Die Schweiz schickt eine koreastämmige Sonderermittlerin, die die Hintergründe darlegen soll. [...]
Der Film ist einfach nur klasse und sollte nicht verpasst werden!
Lieber Shawn, Danke für die vielen Eindrücke aus Korea und China. Gerne hätte ich es Dir einmal persönlich gesagt.
Die Geschichten von Shawn sind im Internetarchiv von archive.org größtenteils erhalten, wenn leider auch viele Bilder fehlen: Korea Life Blog (archive.org)
Datum: 06.Juni 2006, 13:00-16:00 Uhr
Ort: Audimax (Arcisstrasse 21), TU München
Eintritt frei!!!
Top1: Eröffnungsrede des koreanischen Minister für Information und Kommunikation
Top2: Cyber Game Event
Die FIFA 2006-, Starcraft-, CountStrike-CyberGame Weltmeister treten an! Wer hat Lust gegen sie anzutreten. Freiwillige gesucht die gegen die Weltmeister spielen.
Verlosung von 2 Handys aus Korea.
Die ersten 300 Teilnehmer erhalten jeweils einen 1GB USB-Stick gratis.
Veranstalter: Ministry of Information and Communication of Korea.
Mein persoenliches Highlight:
Habe ich das wirklich gesagt? Liebe Japaner, bitte nehmt meine Worte nicht zu ernst ;-)
Selbst in Braunschweig gibt es eine koreanische Kirchengemeinde. Gestern hat mich Hyekyung zu einer Feier eingeladen. Es war eine tolle Gemeinschaft und ich habe viele nette Menschen kennengelernt.
Vor kurzem habe ich meine erste Klausur hier geschrieben. Vorbereitet hatte ich mich nach dem Stil wie ich es sonst gewohnt war. Theorie samt Formel verstehen und anwenden können. [...] Jeder schrieb in so einem Tempo Rechnungen und Definitionen nieder als ginge es um deren Leben. Dabei waren dann Rechnungen enthalten, die man als "normaler" Mensch nicht einfach so ohne weiteres nachdenken auf Blatt Papier bringen kann. Da ist mir aufgefallen, dass die Aufgaben zum größten Teil schon mal als Hausaufgaben auf waren. Die Studenten hatten einfach alles auswendig gelernt samt Lösungsweg und waren den nur noch am runterschreiben ohne großartig nachzudenken. [...] Grund für das im Akkord runterschreiben der Klausur, war das diese so angesetzt war, dass man mit dem letzten Sekunde alles fertigrechnen konnte. Ich für meinen Teil hab dann einfach mal gemütlich vor mich hingerechnet und hab so die Hälfte der Klausur bearbeiten können. [...]
어머... 다시 서울에 가요? 아마 팔월부터 연세 대학요에 다니겠어요.
Eventuell ab August. Studieren an der Yonsei. Hmm...
Einige gesammelte Links:
Kennt jemand noch weitere interessante Homepages, die das Leben und Studium an der Yonsei erleichtern? Studentenportale od. aehnliches?
Achja, ich werde mir eine Auszeit goennen - vom bloggen. Aus Braunschweig gibt es sowieso nichts besonderes zu berichten. Behaltet mich aber im Feedreader, die naechste Reise kommt bestimmt!
I will take a break from blogging. I gotta relax... Keep an eye on my rss feed for future updates... Thanks.
Leider hat er vollkommen Recht. Mehr als dicke Leitungen haben die Koreaner wirklich nicht zu bieten... aber angeblich sollen jetzt die ersten Universitaeten mit Linux ausgestattet werden. Ob's was bringt?
Mehr Fotos bei Term im Blog...
Am Samstag hat mich Jaehyeon zu einem Ausflug mit seiner Familie in ihr Lieblingsbad eingeladen. Mit dem Auto sind wir etwa 2 Stunden Richtung Gangwon Provinz unterwegs gewesen, und ich konnte somit koreanische Kinderlieder kennenlernen... denn die kleine Sumin besteht auf ihre Songs waehrend der Fahrt :) Zum Mittag waren wir in einem auf Tofu spezialisierten Restaurant - mal etwas anderes. Etwa drei Stunden haben wir die heissen Baeder und Saunen genossen, bevor es am spaeten Nachmittag wieder zurueck nach Seoul ging. Dort haben wir den Abend in typisch koreanischer Manier bei Galbi und Soju ausklingen lassen...
Das Event am 25.3 wird sich insbesondere durch original koreanisches Essen von anderen Partys abheben. Fuer Stimmung sorgt die Münchner Band "Sour Beat Cream" sowie DJ Flo (Anm.: das bin nicht ich ;)) mit HipHop und R&B.
Geldspenden werden ebenfalls gerne entgegen genommen, und der HAJA! e.V. garantiert, dass jeder einzelne Cent an die Waisenhäuser fliesst. Als gemeinnuetzig anerkannter Verein kann der HAJA! e.V. auf Wunsch steuerlich absetzbare Spendenquittungen ausstellen.
Alle weiteren Informationen: Red Shirt Day
Weitere koreanische Internet-Radiostationen im Shoutcast.com Verzeichnis
Ubiqitous - das Schlagwort der koreanischen Informationsgesellschaft bedeutet soviel wie Omnipraesenz: Informationstechnologie und Vernetzung von Informationen im Alltag ueberall und zu jeder Zeit. Korea ist laengst zu einer bedeutenden Wirtschaftsnation geworden. Mehr als 80 % der Bevoelkerung nutzt einen superschnellen Breitband-Internetzugang. Am erfolgreichsten im koreanischen Netz sind Mini-Homepages - die koreanische Antwort auf Webblogs, private Homepages und Chatforen.
Wdh. um 4.30 Uhr
Quelle: rtv.de
Ein Dossier von Christian Schmidt-Häuer in der Zeit.
Luminarie ist von einem italienischen Wort abgeleitet, das so viel bedeutet wie „Lichterfest“. Die italienischen Lichterfeste gehen auf eine religiöse Zeremonie im südlichen Italien Ende des 16. Jahrhunderts zurück, die zur Ehrung von Heiligen stattfanden. Durch farbenfrohe Lichter an öffentlichen Straßen und Plätzen sollte die religiöse Verehrung angeregt werden. Während anfänglich mit Öl- und Gaslampen gefeiert wurde, kamen später Glühbirnen zum Einsatz. Dadurch wurden die Lichterfeste immer großartiger und phantasievoller. Riesige Holzrahmen, die von Kirchenfenstern, Kathedralen und Moscheen beeinflusst waren, wurden mit bunten Glühlämpchen dekoriert.
[...]
Quelle und mehr: Koreaheute.de
Undergraduate oder Graduate Bereich?
Wie schwer bzw. zeitintensiv ist das Studium, auch im Vergleich zu Deutschland?
Alle Kurse sind etwa drei Stunden lang und meist in zwei Teile auf verschiedene Tage verteilt. Es gibt pro Kurs 3 Credits, Limit an der KU sind 20 Credits für Austauschstudenten. Ausnahme Koreanisch: Das ist vier Mal pro Woche, gibt aber auch nur drei Credits.
Alle von mir besuchten Kurse sind in einigermaßen gut verständlichem Englisch, wobei das z.T. sehr stark variieren kann. Sowohl positiv als auch negativ... Je schlechter das Englisch, desto mehr wird Koreanisch gesprochen, was die Sache dann auch komplex werden lässt, weil mir oft die kor. Fachterminologie fehlt.
Nun zur Frage ;-)
Wie schwer: Ich muss nahezu jede Stunde vorbereiten, vor allem Neuro und Strategic Management. In Koreanisch tun das die anderen auch - ich sitze da eher leicht gelangweilt drin. Solltest du also auch einen fordernden Koreanisch-Kurs besuchen, dann rechne mal mit mindestens einer Stunde Vorbereitungszeit pro Kursstunde(!). Ich muss teilweise zwei Stunden für Neuro und Strat Mgmt aufbringen. Machst du's dir aber leicht und wählst nur irgendwelche billigen Marketing/... Kurse, dann kannst du auch total unvorbereitet reingehen und schreibst gute Noten (90+ %-Punkte) Hängt also von deiner Lust und Laune ab, wieviel du tun möchtest. Insgesamt ist das Level in meinen Kursen deutlich höher als in Deutschland, weil man eben vorbereitet reingehen muss und auch aktiv mitarbeiten sollte. Das grobe Bewertungsschema ist häufig wie folgt: 10% Anwesendheit (1mal fehlen -> 90% von den 10%; zweimal fehlen -> 60% von den 10%; dreimal fehlen -> durchgefallen durch den ganzen Kurs!), 20% aktive Teilnahme am Unterricht (Melden & sinnvolle Antwort), 0-20% unangesagte Tests, 0-10% Research Papers / Hausaufgaben u.ä, 20-40% Midterm-Exam, 20-40% Final Exam.
Organisatorisches? Vorlesungen oder eher Seminare? Anzahl der Studenten?
Vielleicht noch ein Tip: die GSIS ist - für meinen Geschmack - ein wenig stark auf Ausländer ausgerichtet, Du kommst quasi in ein Ausländerghetto. Versuche, ein Zimmer bei einer Ajuma außerhalb des Campus (bevorzugt Westseite) zu bekommen - das ist vielleicht ein bisschen teurer, aber sicherlich kulturell und insbesondere kulinarisch interessanter.
Organisatorisches gäbe es eigentlich irgendwie ne Menge zu sagen, aber mir fällt spontan ziemlich wenig ein. Hängt auch wiederum von deiner Heimatuni ab. Kurse im Vorhinein auszuwählen, wie oft von dt. Unis gewünscht, ist nicht sinnvoll und ich würde alles dafür tun, dass du dich nicht schon in Deutschland darauf festlegen musst. Vor allem, wenn man weiß, wie oft dann die Kurse geändert werden (speziell in Korea). Das Hauptproblem ist aber, dass du eventuell in einen Kurs hineinkommst, der überhaupt nicht deinen Erwartungen entspricht und dann wird's zur Qual. Ich habe mir während der Add/Drop Period so viele Kurse wie möglich angesehen und mir die besten herausgepickt. Das würde ich jedem empfehlen.
Ich hoffe mal, Jimin ist nicht so verrückt...
Der ganze Artikel Talking to a Brick Wall: Single, Conservative Korean Women kann in ihrem auch ansonsten sehr interessanten Blog The Asia Pages nachgelesen werden.
Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten, ein Praktikum in Korea (oder auch anderswo) zu finden:
1) Beziehungen
2) Vermittlung durch eine Agentur, z.B. AIESEC, IPC Darmstadt, KOPRA
3) Initiativbewerbung
Da ich weder Beziehungen dieser Art nach Korea noch grosse Chancen bzw. ein grosses Angebot bei den genannten Vermittlungen gesehen habe, bin ich den (steinigen) Weg der Initiativbewerbung gegangen. Dazu habe ich mir zunächst die kostenpflichtige Mitgliederliste der Koreanisch-Deutschen Industrie und Handelskammer zukommen lassen, um einen Überblick der ansässigen deutschen Unternehmen zu erhalten. Inzwischen kann diese Liste auch Online einsehen werden, jedoch ohne Nennung der Geschäftsführer, Telefonnummern und Adressen.
Ich habe mich anschliessend bei etwa 10 Unternehmen beworben. Dazu habe ich bei den Firmen zunächst angerufen und mich mit der Personalabteilung verbinden lassen. So konnte ich die entsprechenden Ansprechpartner und deren Email-Adressen in Erfahrung bringen. Ich habe mich ausschliesslich per Email beworben. An Dokumenten habe ich nur Anschreiben und Lebenslauf (beides in englischer Sprache und amerikanischen Standards entsprechend) eingesendet.
Die meisten Unternehmen haben mir auch geantwortet, das Interesse ging aber leider gegen Null. Dies mag zum einen daran liegen, dass Praktika in Korea nicht so verbreitet sind wie in Deutschland, zum anderen aber auch an der Sprache. Selbst in den "Deutschen Unternehmen" wird oftmals nur auf Geschäftsführungsebene Deutsch gesprochen und vielen Mitarbeiter liegt auch die Englische Sprache nicht sehr gut.
Mit dem vielversprechensten Unternehmen habe ich schliesslich bis zu meinem Korea-Urlaub im vergangenen Jahr den Kontakt gehalten und wurde auch zu einem Vorstellungsgespräch vor Ort eingeladen. Dieses verlief sehr gut, aufgrund von Umstrukturierungsmassnahmen und anstehendem Wechsel der Geschäftsleitung wollte man mir aber auch dort keine grosse Hoffnung machen. Daher habe ich mich zusammengerauft und schliesslich noch weitere Bewerbungen versendet.
In einem zweiten Bewerbungsgespräch wurden mir wieder Hoffnungen auf ein Praktikumsplatz gemacht. In diesem Gespräch wurde mir ausserdem der Geschäftsführer eines weiteren Unternehmens genannt. An diesem habe ich mich zu guter Letzt auch noch gewendet und wurde prompt zu einem weiteren Bewerbungsgespräch eingeladen. Von der lockeren Atmosphäre war ich begeistert und auch das Geschäftsfeld der Firma sagte mir vollkommen zu. Noch in diesem Gespräch erhielt ich eine Zusage. Glück gehabt.Am Mittwoch, 30.11.2005 um 14.15 Uhr im Hessen Fernsehen:
Vom Aufstehen am frühen Morgen bis sie abends erschöpft ins Bett sinken. Zu Wort kommen ausschließlich die Protagonistinnen, die von ihren Träumen, Wünschen und Erwartungen erzählen.
Opulente Bilder von den Feierlichkeiten dokumentieren Klischees, aber auch Unbekanntes: Kommt selbst eine koreanische Hochzeit nicht ohne Karaoke aus? Warum erhält der Ehemann Schläge auf die Fußsohlen? Warum wechselt die Braut ständig ihr Brautkleid?
Die Reportage von Anne Basak und Catherina Conrad erzählt ganz mühelos davon, was es für junge Frauen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund heißt in Deutschland zu heiraten.
Quelle: hr-online.de (Dort ist auch ein Filmausschnitt erhältlich)
Fliegen werde ich zur Abwechselung mit KLM Royal Dutch Airlines und gebucht habe ich bei dem sehr empfehlenswerten Reisebüro und Korea-Spezialisten Hajo Siewer Jet-Tours. Dessen Homepage wird ständig aktualisiert und bietet stets günstige Flugverbindungen von Deutschland nach Seoul. Auch die Beratung via Email und Telefon ist top!
- Teen Korean, ein liebevoll animierter Kurs, nicht nur für Teens. (Englisch)
- Umfangreicher Sprachkurs der Sogang University (Englisch)
- Sprachkurs von Radio Korea International (Deutsch)
- An Introduction to Korean von J. David Eisenberg (Englisch)
- KOSNET, das Korean Study Network (Englisch)
- Online Intermediate College Korean mit Texten, Grammatik, Vokabeln und MP3's (Englisch)
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Wohnen
Eine Übernachtung im Mehrbettzimmer einer Jugendherberge bzw. einem Hostel kostet um die 15.000 Won. Das günstigste mir bekannte Hostel in Seoul ist das Travelers A und liegt bei 12.000 Won/Nacht. In Busan kann ich das sehr gemütliche Busan Blue Backpackers für 15.000 Won/Nacht empfehlen.
Leider liegen viele der Jugendherbergen etwas ausserhalb der Zentren, so dass ich während meiner Rundreise durch Korea im vergangenen Jahr meist auf die etwas teureren Motels zurückgegriffen habe. Je nach Motel gibt es schlecht bis sehr gut ausgestattete Zimmer ab ca. 25.000 Won.
Andere Reisende haben auch regelmässig Nächte in den Ruheräumen der öffentlichen Saunen verbracht. Diese Übernachtungsmöglichkeit ist mit um die 6.000 Won sicher die günstigste, aber auch nicht die gerade die bequemste (Lautstärke, eventuell nur Liegestuhl, Gepäckhinterlegung nicht immer möglich).
Für einen längeren Aufenthalt in Korea zwecks Studium oder Praktikum bietet sich natürlich die Miete einer eigenen Wohnung an, wobei die Kosten enorm sind: Hier muss mit 250.000 - 500.000 Won gerechnet werden.
Verpflegung
Koreaner kalkulieren für das Mittagessen üblicherweise 5.000 Won ein. Zu den beliebten Gerichten zählen Reispfannen, Nudelgerichte und andere Suppen. Aber auch für weniger Geld kann der Magen gut gefüllt werden, z.B. mit Kimbab ab 1.000 Won.
Abends werden oft die etwas teureren Fleischgerichte bestellt. Diese werden vielfach erst ab zwei Personen serviert und beginnen bei 7.000 Won. Allerdings gibt es, anders als in Deutschland, in den meisten Restaurants auch die typischen Mittagsgerichte am Abend zum gleichen Preis.
Transport
Korea besitzt ein sehr gut ausgebautes Busnetz, mit dem Ziele im gesamten Land erreichbar sind. Die Busse sind sehr gut ausgestattet und auch günstig (Preisbeispiel: Seoul - Chuncheon 7.000 Won). Zwischen vielen Städten gibt es schnelle Non-Stop-Verbindungen.
Zugfahrten sind etwas teurer als die Express-Busse und auch die Abdeckung ist geringer. Ansonsten ebenfalls zuverlässig.
In quasi allen Regionen Koreas gibt es auch lokale Busse. In Seoul und Busan gibt es zusätzlich ein gut ausgebautes U-Bahn-Netz. Die U-Bahn ist das bequemste Fortbewegungsmittel für Ausländer, da Stationen, Fahrkartenautomaten und Fahrpläne englische Beschriftungen aufweisen. Der Ticketpreis beginnt bei 900 Won/Fahrt.
Verbrauchsgüter
Preise einiger Verbrauchsgüter können
hier eingesehen werden.
Reiseführertipp
Für einen längeren Aufenthalt empfehle ich den sehr ausführlichen Reiseführer aus der Reihe Lonely Planet. Es gibt aber auch eine kostenlose Broschüre von der Korea National Tourist Organization. Diese ist u.a. bei der Tourist Information im Incheon Airport erhältlich und für kürzere Aufenthalte ausreichend.
1.000 Won entsprechen zur Zeit etwa 80 Euro Cent.
Es ist wieder soweit, das 19. Internationale filmfest Braunschweig steht vor der Tür: Vom 8. bis 13. November 2005 wird dem Kinoliebhaber ein interessantes Programm aus deutschen und interationalen Produktionen jenseits von Hollywood geboten. Auch in diesem Jahr sind wieder einige Filme aus Asien dabei.
Ein kleiner Auszug aus dem Programm:
Be with me
Regie: Eric Khoo, SGP 2005, 90 Min, 35 mm, Farbe, OmeU
Fr, 11. November 17:15 CinemaxX 2
So, 13. November 14:30 CinemaxX 3
"Be with me" erzählt in drei feinfühligen Episoden von Schicksal, Liebe und Hoffnung. Ein alter Mann, der sich liebevoll um seine schwer kranke Frau kümmert, zwei Teenager, die sich im Chat kennen lernen, ein Wachmann, der sich verliebt, aber nicht den Mut aufbringt, seine Angebetete anzusprechen...
Mit der Geschichte der drei unterschiedlichen Figuren schafft Khoo ein Bild urbaner Einsamkeit in Singapur, ohne dabei zynisch oder sentimental zu werden. Während die größtenteils mit Debütanten besetzten Rollen fiktiv sind, ließ sich Khoo vom Leben der blinden und taubstummen Theresa Chan inspirieren, die auch im Film eine Rolle innehat.
"Be with me" eröffnete in Cannes 2005 die Filmkunstsektion "Director´s Fortnight".
The President's last Bang
Regie: Sang-soo Im, ROK 2005, 102 Min, 35 mm, Farbe, OmeU
Mi, 9. November 22:30 CinemaxX 3
So, 13. November 20:00 CinemaxX 2
1961 stürzt General Park Chung-hee durch einen Militärputsch die demokratisch gewählte Regierung Südkoreas und regiert das Land 18 Jahre lang mit eiserner Faust. 1979 wird der als Vater des koreanischen Wirtschaftswunders geltende Diktator während eines Trinkgelages von seinem Geheimdienstchef ermordet.
Basierend auf den historischen Fakten schuf Regisseur Sang-soo Im eine Politgroteske, die das satirische Potential der haarstäubenden Ereignisse bewusst bis zur Schmerzgrenze ausspielt. Politthriller und psychologisches Kammerspiel zugleich, ist "The President's last Bang" in seiner ironischen Überhöhung ein asiatischer Bruder von Kubrick's "Dr. Seltsam". Beeindruckend: die furios inszenierte Attentatssequenz.
Bild- und Textquelle: filmfest-braunschweig.de
Weitere Informationen, das gesamte Programm sowie Ticketbestellung unter: www.filmfest-Braunschweig.de
Dennoch möchte (muss) ich mich mit diesem Beitrag aus Korea verabschieden. Heute Abend werde ich bereits auf dem Weg zurück nach Deutschland sein. Der Aufenthalt in Korea verging viel zu schnell. Aber es war eine schöne Zeit. Und nicht die letzte hier, versprochen ;-)
Kimbab ist eine gefüllte Reisrolle und in verschiedenen Varianten erhältlich. Ich persönlich bevorzuge das sogenannte Modeum-Kimbab (모듬김밥), da es keine durchgehend gleichbleibende Füllung hat. Es gibt einen Abschnitt mit Kimchi, Käse, Fisch und Fleisch. Sehr köstlich und insbesondere auch als Frühstäck oder Snack für zwischendurch geeignet!
Einige Buchempfehlungen:
한국어 1 (Hangukeo 1)
ISBN 89-7141-345-X, Preis 11.500 Won
Lehrwerk der Yonsei University in sechs Bänden mit jeweils 10 Kapiteln. Die Lektionen bestehen aus einem Dialog mit neuen Vokabeln und einer englischen Übersetzung, einem Grammatik- sowie Übungsteil. Für den Einstieg (insbesondere Aussprachetraining) wird jedoch die Hilfe eines Muttersprachlers benötigt!
Korean Grammer for International Learners (New Ed.)
ISBN 89-7141-554-1, Preis 14.000 Won
Das Grammatikbuch der Yonsei University ist ein umfangreiches Nachschlagewerk und die ideale Ergänzung zu den oben genannten Lehrwerken.
Handbook of Korean Vocabulary
ISBN: 89-7735-930-9 (Korea Reprint), Preis: 13.000 Won (Korea Reprint)
Das Vokabelbuch der Hawaii University ist in Korea sehr günstig als Reprint erhältlich. Es hat den Anspruch, das Wortverständnis und die Worterkennung koreanischer Vokabeln zu verbessern. Dazu werden Wörter unter gemeinsamen Wurzeln zusammengefasst, z.B. findet man unter der Wurzel 눈 (Auge) die Vokabel 눈물 (Auge+Wasser=Tränen).
Minjungs Deutsch-Koreanisches/Koreanisch-Deutsches WörterbuchISBN: 89-387-0505-6, Preis: 25.000 Won
Ein handliches Deutsch-Koreanisches/Koreanisch-Deutsches Wörterbuch.
Weitere Empfehlungen nehme ich gerne entgegen!
Der Cheonggyechon wurde in den 60er Jahren durch eine mehrspurige Strasse verdeckt. Inzwischen hat jedoch auch die Stadt Seoul den Wert von Grünflächen erkannt und in einem aufwendigen Projekt die (ohnehin mit Sicherheitsmängeln behaftete) Strasse wieder entfernt. Entstanden ist ein neuer, nun allerdings künstlicher Fluss quer durch das Zentrum der Stadt, dessen Wege zu einem Spaziergang einladen. Wirklich beeindruckend!
Weitere Informationen sowie einen Vorher-Nacher Vergleich auf der Homepage des Cheonggyecheon Restoration Projects.
Die erste und einfachste Option ist die Kündigung. Dadurch würden keine weiteren Kosten während meiner Abwesenheit entstehen. Meine Telefonnummer geht in diesem Fall allerdings verloren und bei Neuanmeldung würde wieder die Anmeldegebühr in Höhe von 30.000 Won anfallen.
Die zweite Option wird als Stopping bezeichnet. Der Mobilfunkvertrag wird damit weitestgehend ausgesetzt, meine Nummer bleibt jedoch reserviert und auch die erneute Anmeldegebühr entfällt bei meiner Rückkehr. Einziger Nachteil: Der Stopping-Service kostet bei KTF knapp 4.000 Won pro Monat.
Wenn man aber einmal nachrechnet und voraussetzt, dass ich spätestens im März wieder in Korea sein werde, sind die Stoppinggebühren für 5 Monate Abwesenheit günstiger als eine Vertragskündigung und Neuanmeldung. Daher werde ich mich für diese Option entscheiden und meinen Telefonvertrag zum 10.10. aussetzen lassen. Ihr müsst meine Telefonnummer also noch nicht aus eurem Telefonbuch löschen! Ich komme wieder :)
Diese Insel ist insbesondere unter Japanischen Touristen eines der Top Ausflugsziele in Korea. Sie ist nämlich Schauplatz einiger Szenen des auch dort bekannten koreanischen TV Dramas Winter Sonata. Namiseom ist ein einziger grosser Park mit vielen Bäumen. Nicht nur der Spaziergang am Wasser lohnt sich - das eigentliche Highlight sind die wunderschönen und romantischen, von hohen Bäumen eingeschlossenen Wege.
Anfahrt: Vom Dong Seoul Terminal mit dem Bus (5000 Won) bis nach Gapyeong (Richtung Chuncheon). Von dort aus mit Taxi (3000 Won) oder lokalen Bus nach Namiseom. Einlass inkl. Fähre: 5000 Won.
Im Prinzip kauft man ein Volumen an Minuten, welches durch die Anwahl einer gebührenfreien Rufnummer nach Eingabe einer persönlichen Kartennummer für beliebige Anrufe genutzt werden kann. Einige Anbieter merken sich sogar den verwendeten Telefonanschluss und können so das Kartenkonto dem verwendeten Telefonanschluss zuordnen. Dadurch entfällt die ständige Eingabe der Kartennummer. Ein grosser Vorteil, denn so wird auch die Speicherung der deutschen Rufnummern im Telefonbuch des koreanischen Handys möglich. Andernfalls müsste nach Aufbrauchen der Calling Card jeder Eintrag auf die neue Kartennummer angepasst werden. (In meinem KTF-Telefon lauten die Einträge der deutschen Rufnummern jeweils 080-1632-580-P-49-..., d.h. nur die Nummer des Calling Card Anbieters, nicht jedoch die der Karte ist gespeichert. Das P steht übrigens für Pause, damit die Übermittlung der nachfolgenden deutschen Rufnummer durch erneutes bestätigen der Ruf-Taste nach dem korrekten Verbindungsaufbau mit dem Dienstleister ausgelöst wird.)
Ein Anbieter solcher Calling Cards ist der Internetshop www.phonecard.co.kr (koreanisch). Die verschiedenen Karten können bequem per Kreditkarte via Internet bestellt werden - die Zugangsdaten kommen blitzschnell per SMS.
Bei der Wahl einer Calling Card sollten folgende Punkte berücksichtigt werden, um den günstigsten Minutenpreis zu erzielen:
- Zielland der Gespräche
- Art des eigenen Telefonanschlusses (Festnetz oder Mobiltelefon; teilweise auch Anbieterabhängig!)
- Art des Telefonanschlusses im Zielland (Festnetz oder Mobiltelefon)
Mir erschien bislang die Wapcard (왑카드, 080-1632-580) für Gespräche von meinem koreanischen Mobiltelefon (KTF) nach Deutschland am günstigsten. Für SK Telecom Kunden dürfte jedoch die Powercard (파워카드, 080-850-8220) noch günstiger ausfallen.
In der Korea-Wiki wird auch eine sogenannte "Love Card" empfohlen, welche auf dem Dongdaemun Markt günstig erhältlich sein soll.
Noch günstiger geht es natürlich mit Skype ;-)
Bei diesem Essen, auch unter den Namen Ddukbaegi Bulgogi (뚝배기불고기) bzw. Dduk Bulgogi (뚝불고기) bekannt, handelt es sich um eine süssliche Fleischsuppe mit Glasnudeln, verschiedenem Gemüse und Pilzen. Dazu werden natürlich auch Reis (schmeckt wirklich super mit dieser Suppe!) und die üblichen Beilagen serviert...
Hier eine kleine Auswahl, wie sie zur Zeit an jeder Ecke zu erwerben ist:
Nicht wirklich kreativ, aber immerhin praktisch ;-)
- Alex in Korea: Hat ueber sein Studium in Korea von Februar bis August 2004 berichtet
- Be my Seoulmate: Tagebuch von Gitte in Seoul, Februar bis Dezember 2005.
- Boris in Korea: Austauschstudent am KAIST in Daejeon seit Februar 2005. Zur Zeit auf Reise durch China.
- Die Dachkammer: Nicole berichtet aus Korea
- Matti in Korea: absolviert seit 3 Monaten ein Praktikum in Cheonan
- puda rosa räntsch: Beschreibt sich selbst als "ein wissenschaftlich-theoretischer beitrag zur diskursiven rosarot-affinität südkoreas. bleiben sie mit uns immer auf einer räntschlänge!" ;-)
- The bear went over the mountain: Zan's Jahr in Seoul
- Die Homepage von Alex und Liz ist umgezogen
- signifie in Germany: Eine Koreanerin in Deutschland
- Hirschis Journal: Austauschstudent an der Korea University seit August 2005.
Der Miniaturenthemenpark wurde im November 2003 eroeffnet und bietet etwa 109 Modelle. Darunter befinden sich 34 Staetten des Weltkulturerbes, neun der zehn grossen Kulturschaetze der Welt, sechs der sieben Weltwunder und 69 beruehmte Gebaeude aus 25 Laendern.
Der Edutainment Park ist von Seoul aus bequem und schnell mit den oeffentlichen Verkehrsmittlen zu erreichen: Mit Ubahn-Linie 1 geht es zunaechst Richtung Incheon bis zur Station Songnae. Von dort aus gibt es einen kostenlosen Shuttlebus. Der Eintritspreis betraegt fuer einen Erwachsenen am Wochenende 14.500 Won (18.000 Won inkl. 3D-Kino).
Inzwischen war ich nun schon zwei Mal in Südkorea und habe fast 9 Monate meines Lebens in diesem fremden, aber durchaus interessanten Land hinter mich gebracht. Während meiner Aufenthalte - zunächst eine neun-wöchige Reise im Herbst 2004 (siehe auch gesonderter Übersichtsartikel) sowie dem aktuellen 7 monatigen Aufenthalt zwecks Praktikum - habe ich in meinem Korea Blog ausführlich über meine Eindrücke und Erlebnisse sowie die Schönheit und Sehenswürdigkeiten dieses Landes berichtet.
Das Format des Blog (=Tagebuch) dieser Homepage ist jedoch für die gezielte Informationsrecherche zu bestimmten Regionen Koreas zwecks eigener Reiseplanung nur bedingt hilfreich. Artikelvielfalt und Mischung der reinen Reiseberichte mit teilweise persönlichen, trivialen oder für Aussenstehende uninteressanten Beiträge erschweren das Aufspüren der benötigten Informationen.
Aus diesem Grund habe ich die interessantesten Artikel meines Korea Blog in weitere geographische und thematische Kategorien eingeordnet und als Inhaltsverzeichnis eine neue Übersichtsseite, das Korea Portal, ins Leben gerufen. Ich hoffe damit zukünftigen Besuchern meiner Homepage die Informationsbeschaffung zu erleichtern.
Leider haben die Batterien meiner Kamera kurz nach Ankunft auf Seonyudo versagt. Daher ist auf den Fotos nur ein sehr kleiner und nicht betretbarer Teil der Insel zu sehen.
Seonyudo ist mit dem Bus (Blauer Bus, Nummer 461 oder 641, bin mir nicht sicher) von der Bushaltestelle ausserhalb des Gangnam Expressbusterminals erreichbar (gegenueber dem Department Store).
Weitere Fotos: Neue Fotos von Seonyudo (30.04.2007)
Was dieses Portal bietet und wie es funktioniert erfahrt ihr in folgendem Artikel:
Dennoch stellen sich jedem, der für längere Zeit oder auch nur für ein paar Monate seinen Lebensalltag in Korea organisieren muss, eine ganze Reihe von Herausforderungen, auf die es im Internet bisher keine Antworten gibt. Die Lektoren-Vereinigung Korea versucht schon seit Jahren, dem Informationsmangel mit hochwertigen Artikeln in ihrem äußerst lesenswerten Magazin DaF-Szene zu begegnen. Ergänzend zu diesem Angebot möchte ich mich für ein Internet-Projekt einsetzen, dass Informationen dezentral, unkompliziert und möglichst barrierefrei zu sammeln versucht.
Anders als bei einem Printmedium, wo ein Artikel von einem oder wenigen Autoren recherchiert und verfasst wird und später nachträglichen Ergänzungen und Revisionen nicht mehr zugänglich ist, werden die Artikel des Interprojekts Korea-Wiki nach dem Wiki-Prinzip erstellt. Genau so wie auch in der großen Internet-Enzyklopädie Wikipedia können hier Artikel nicht nur gelesen, sondern auch korriert, ergänzt und erweitert werden. So ist es möglich, dass viele, viele kleine Beiträge sich zu einem Mosaik zusammensetzen und gemeinsam ein umfangreiches und vor allem auch aktuelles Informationsangebot geben.
Die vergangenen Wochen habe ich damit verbracht, die technische Umsetzung zu gewährleisten und erste Inhalte einzufügen. Diese sind allerdings nur als Ausgangspunkt gedacht. Jeder, der einmal einen Blick darauf werfen wird, hat sicherlich das oder andere hinzuzufügen. Anders als in vielen anderen Zusammenhängen verderben bei einem Wiki viele Köche nicht den Brei, sondern lassen die Mahlzeit erst so richtig gelingen. Jeder kann würzen und abschmecken, denn niemand kann von sich behaupten, alle Aspekte eines Themas vollständig im Blick zu haben. Doch der nächste, dem dieser Mangel ins Auge fällt, kann dann Ergänzungen vornehmen. Zudem ist es ja nun einmal so, dass jeder Experte in seinem eigenen Bereich ist. Mit der Praktikumssuche habe ich mich bisher wenig beschäftigt, dafür weiss ich viel über die koreanische Sprache. Anderen geht es sicher genau umgekehrt. Warum sollte man also nicht sein Wissen teilen? Und warum sollte man nicht, wenn eine Lösung für ein kniffeliges Problem gefunden hat, den anderen diesen Lösungsweg zur Verfügung stellen?
Schwerpunkt des Projektes Korea-Wiki ist der praktische Lebensalltag in Korea. Es geht um Fragen wie:
- Wie regelt man Bankgeschäfte?
- Wie sucht man eine Wohnung?
- Wie kauft man ein Auto?
- Wie telefoniert man günstig?
- Wie heiratet man in Korea?
- Wo kann man ausgehen?
- Wo kauft man deutsche Lebensmittel?
Andere Themen, die sich mit abstrakteren Fragen zum Land beschäftigen, sind selbstverständlich nicht ausgeschlossen. Alles, was in irgendeiner Weise mit dem Land Korea in Verbindung zu bringen ist, findet in dem Korea-Wiki eine Kommunikationsplattform.
Grundsatz beim Arbeiten mit einem Wiki ist das Prinzip Sei mutig! Editieren Sie die Artikel, die Sie vorfinden, korrigieren Sie Rechtschreibfehler, fügen Sie einen neuen Aspekt hinzu, präzisieren Sie die Sprache, strukturieren Sie die Artikel. Das ist in Ordnung! Verblüffenderweise funktioniert das.
Seien Sie also herzlich eingeladen, einmal einen ersten Blick auf das Projekt Korea-Wiki zu werfen. Ich würde mich freuen, wenn Sie hier und da auch mal auf den Editieren-Knopf klicken!
Quelle: Stefan in Korea
Ein One-Way -Ticket kostet 95.000 Won, das Return-Ticket 171.000 Won.
Bestellt haben wir einen warmen Gruener Tee Caramel Con Panna, einen kalten Gruener Tee Cappuccino sowie einen kalten Gruener Tee Latte. Dazu gab es ein Stueck Gruener Tee Tiramisu, Gruener Tee Choco Mousse und Gruener Tee Choux. Alles zusammen knapp 21.000 Won.
Wo ich gerade beim Thema Essen bin: Da wir wieder Andong Chicken gegessen haben, habe ich dem Beitrag von vergangener Woche nun auch Fotos zugefuegt: Andong Chicken.
Heute waren wir drei den ganzen Tag unterwegs. Zunaechst ging es nach Junggu, um uns dort in Gahoe-dong einige historische koreanische Haeuser im Hanok-Stil anzusehen.
Im Anschluss haben wir den Changgyeonggung Palast aufgesucht. Da man diesen leider nur in einer gefuehrten Tour besichtigen kann, uns Preis und Wartezeit nicht wirklich attraktiv erschienen (schliesslich kannten wir schon einige der anderen Palaeste Seouls - siehe Gyeongbokgung und Unhyeongung) haben wir es jedoch bei einem kurzen Blick von Aussen belassen.
Die Sehenswuerdigkeiten in diesem kleinen Ort sind zwei Farmen mit Schafen. Zugegeben, fuer mich als Doerfler nicht wirklich ausgefallen. Alleine haette die fast dreistuendige Busfahrt sicher nicht auf mich genommen. Aber fuer Stadtmensch Jimin war es doch etwas ganz Besonderes und ihr Wunschziel fuer den gestrigen Tag.
Dort haben wir uns den Bomunsa Tempel angeschaut.
Aus dem Strandbesuch und Sonnenuntergang am Minmeoru Strand wurde aber leider nichts - wir sind froh, dass wir gestern ueberhaupt noch wieder zurueck nach Seoul gekommen sind. Tipp: Unbedingt ueber Bus- und Faherzeiten informieren :-D
Um 8.30 Uhr ging es mit der Ubahn zunaechst einmal nach Sinchon, um am dortigen Busterminal den richtigen Bus zu erwischen.
Gegen 11 Uhr sind wir am Ganghwa Terminal eingetroffen. Mit dem Taxi ging es weiter zum naheliegenden Yeoksagwan (Historisches Museum), bei dem ein 10 Kilometer langer Fahrradweg entlang der Ostkueste dieser Insel beginnt. Ich war sehr erstaunt, dass Jimin diese Tour auf sich nehmen wollte.
Auf der Strecke liegen einige historische Staetten. Angesehen haben wir uns die Befestigungsanlagen Gwangseongbo und Deokjinjin.
Es war etwas aegerlich, dass wir die Fahrraeder nicht am Ende der Strecke abgeben und unsere Erkundung von dort aus mit dem Bus fortsetzten konnten. Insgesamt haben wir beiden sportlichen (haha...) also fast 20 Kilometer zurueckgelegt. Zitat Jimin: Nie wieder Fahrradtour! ;-)
Auf der Insel gibt es noch zahlreiche weitere Sehenswuerdigkeit, u.a. mehrere Tempel sowie eine Palaststaette des Goryeo-Reiches. Dafuer hat die Zeit dann aber nicht mehr gereicht.
Das Shampoo hat eine sehr erfrischende Wirkung und kribbelt ein wenig auf der Haut. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, enthaelt die Flasche sogar eine echte Wurzel. Ob ich diese nach Aufbrauchen der Flasche noch in der Kueche weiterverarbeiten kann, ist allerdings fraglich ;-)
Andong Chicken (auch mit Andong Chicken Chim bezeichnet) ist Huehnerfleisch in suesslich-scharfer Sosse, dazu Glasnudeln, Reis, Kartoffeln, Spinat und weiteres Gemuese.
In Myeongdong haben wir ein tolles Restaurant ausfindig gemacht, dass ich jedem Interessierten waermstens empfehlen kann. Es befindet sich gegenueber der Citibank. Man achte auf den Schriftzug 안동찜닭.
Am kommenden Freitag endet nun auch mein Praktikum. Die vier Monate mit meinen Kollegen waren eine sehr schoene Zeit. Ich konnte selbststaendig arbeiten und auch Ergebnisse erzielen, habe eine Einfuehrung in die koreanische Sprache erhalten und Eindruecke des koreanischen Geschaeftslebens gewonnen. Alles in allem habe ich sehr viele neue Erfahrungen sammeln koennen und Korea nun auch ein kleines Stueck jenseits des Touristendaseins kennengelernt. Und ich darf jederzeit wieder kommen :-)
In der naechsten Woche werden Jimin und ich voraussichtlich einige Tagesausfluege nach Gyeonggido und Gangwondo unternehmen, bevor am Samstag mein Freund Bjoern in Seoul eintrifft. Vorausgesetzt die Japaner stellen ihm bis dahin noch ein Visum aus :-(
Gemeinsam mit Bjoern werde ich anschliessend fuer etwa eine Woche unterwegs sein, bis sich unsere Wege in Fukuoka (Japan) wieder trennen. Er wird weiter nach Tokio fliegen und dort am 1. September ein Praktikum beginnen, waehrend es fuer mich zurueck nach Seoul geht und ich mich auf eine Diplom-Pruefung vorbereiten muss.
Anfang Oktober heisst es dann auch fuer mich wieder Abschied nehmen... Ja, der grausame Tag X rueckt immer naeher... :-(
Deutschsprachige Korea-Blogs spriessen momentan wie die Pilze aus dem Boden! Freut mich sehr, denn als ich vor knapp zwei Jahren meinen ersten Aufenthalt plante, gab es noch so gut wie keine Berichte aus unserem Sprachraum. Zukuenftige Reisende werden es durch die jetzige Vielfalt etwas leichter haben.
Hier also ein weiterer: Phil - Tales from the Geekside. Fuer Phil geht es heute nach Seoul. Er wird ein Praktikum bei Bosch absolvieren.
Ein weiterer neuer Blog: Joerg in Korea. (Via Stefan)
Was liegt bei diesem schoenen Wetter schon naeher als ein Freibad aufzusuchen?
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Am Han Fluss gibt es diverse davon: |
Der Eintrittspreis betraegt 4.000 Won fuer einen Erwachsenen. Die Baeder sind in etwa gleich gross (Poolkapazitaeten je um die 3000 Personen), werden aber unterschiedlich stark frequentiert. Und dies sollte man unbedingt bei der Wahl beruecksichtigen - vor allem am Wochenende. Soweit mir bekannt ist, verzeichnen im suedlichen Gebiet Jamsil und Jamwon die wenigsten Besucher - Yeouido dagegen die meisten. Leider sind Badekappen vorgeschrieben, koennen aber vor Ort fuer etwa 4.000 Won erworben werden.
Die gute Nachricht ist jedoch, dass die Jungs und Maedels diese Aktion jeden Freitag um 20.00 Uhr starten. Wer also einmal vorbeischauen moechte: Die Unterfuehrung ist etwa 200 Meter von der Hongik Univ. Station Exit 6 entfernt.
Fazit: Muss nicht nochmal sein - lieber wieder einen zappelnden Tintenfisch.
Eine Pizza (Medium Size, vollkommen ausreichend fuer mich) kostet zum Beispiel, ebenso wie ein halbes Huehnchen, um die 7.000 Won (6 Euro). Dazu gibt es meistens noch eine Dose Pepsi, eine kleine Schale saure Gurken oder aehnliches. Mit Bonusprogrammen werden die Kunden gebunden - bei dem Pizzadienst meiner Wahl (in meiner naeheren Nachbarschaft gibt es mindestens 5 Stueck davon!) ist beispielsweise jede 8. Pizza gratis. Die Anlieferung ist grundsaetzlich gebuehrenfrei und dauert nie laenger als 30 Minuten.
Auch die Werbung kommt praktischerweise frei Haus. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein neues Menue mit interessanten Gerichten an meiner Haustuer klebt. Auch eine Moeglichkeit, die eigene Wohnung zu dekorieren :)
Vor einigen Tagen haben Jimin und ich einen neuen Dienst ausprobiert. Zum unschlagbaren Preis von 10.000 Won (8,50 Euro) wurden uns eine Medium-Size Pizza, ein frittiertes Huehnchen, eine Dose Pepsi sowie eine kleine Portion saure Gurken und Rettich geliefert. Nicht schlecht!
Bestellen kann ich inzwischen schon selbst, auch wenn ich nicht immer ganz genau verstehe, was die Person am anderen Ende der Leitung von mir eigentlich wissen will. Bisher sind aber alle Lieferungen wie gewuenscht angekommen :)
Es sei an dieser Stelle noch erwaehnt, dass der Besuch eines typischen koreanischen Restaurants nicht wesentlich teurer als die Lieferung nach Hause ausfaellt. Fuer ein Abendessen zahlt man ebenfalls nur um die 7.000 Won (ohne Getraenke, auf die aber meistens eh verzichtet wird). Bei der Nutzung der Bringdienste steht einfach nur die Bequemlichkeit im Vordergrund...
(Quelle: Andre in Korea)
Der Grund fuer die erhoehte Nachfrage ist allerdings nicht auf dieses tolle Buch selbst zurueckzufuehren: Es wurde in dem kuerzlich ausgestrahlten und ausserordentlich erfolgreichen TV Drama My Lovely Samsoon als Requisite verwendet. Und jetzt wollen es scheinbar alle Fans haben. Da kann man mal wieder sehen, wie einflussreich doch die Medien sind... Verrueckt!
Sehr ueberraschend bin ich heute Mittag in den Genuss einer koreanischen Spezialitaet der etwas anderen Art gekommen - dem sogenannten lebenden Oktopus, 산낙지 (San Nakji).
Um die 20 Euro kostet ein kleines Tier, welches im Restaurant aus dem eigenen Aquarium gefischt, schnell zerhackt und sofort serviert wird. Die einzelnen Stuecke bewegen sich noch eine ganze Weile und saugen sich teilweise recht stark am Teller fest. Oftmals ist es gar nicht so leicht, diese mit den Staebchen zu loesen. Vor dem Verspeisen werden sie schliesslich wahlweise in Sesamoel oder Chillipaste eingedippt. Schmeckt eigentlich ganz gut. Kopf habe ich allerdings nicht probiert - dieser Teil soll naemlich sehr zaeh sein und nicht besonders gut schmecken.
Und hier noch ein kleines Video:
Guten Appetit!
Die Fotos und das Video hat Jin-A aufgenommen.
Ebenfalls am vergangenen Wochenende ging es in den Everland (Festival World) Vergnuegungspark. Die Busfahrt von Kangnam aus dauert etwa 45 Minuten. Der Park biete aehnlich dem Heide Park in Soltau diverse Fahrattraktion, u.a. zwei Achterbahnen, eine Wildwasserbahn, usw. Daneben gibt es ausserdem einen kleinen Streichelzoo sowie eine Safaritour mit Baeren, Tigern, Giraffen, Zebras und sogar einem Elephanten. Die verschiedenen Paraden runden das Angebot schliesslich ab.
Tipp: Der regulaere Eintrittspreis ist mit 30.000 Won p.P. fuer ein Ganztagesticket nicht gerade knapp bemessen. Auf der englischen Homepage kann man sich jedoch einen 2.000 Won Discount-Coupon ausdrucken. Noch mehr Discount gibt es fuer Paaerchen: Nach Registrierung auf der koreanischen Seite erhaelt man einen Coupon fuer ein Couple-Ticket, welches das Paar dann insgesamt nur 48.000 Won kostet.
Der Tipp fuers kommende Wochenende: In Bucheon (vormals Puchon; erreichbar via U-Bahn Linie 1) findet vom 14. bis zum 23. Juli 2005 das 9. Puchon International Fantastic Film Festival statt.
Weitere Informationen und Filmprogramm (in Englisch):
Nachtrag vom 18.7.2005: Inzwichen war ich bereits an zwei Tagen auf dem Festival - in der Nacht vom Freitag auf Samstag und am Samstag Abend. Als erstes moechte ich an dieser Stelle den Organisatoren und freiwilligen Helfern ein ganz grosses Lob aussprechen: Nicht nur bieten sie ein interessantes Kinoerlebnis zu einem unschlagbaren Preis (Regulaerpreis je Film: 5000 Won), sondern auch das drumherum stimmt. So trifft man bereits in der Ubahn Station und auch in ganz Bucheon auf die freundlichen Helfer. Ausserdem gibt es einen kostenlosen Shuttlebus, der die Ubahnstation Songdae und die einzelnen Kinos miteinander verbindet. Am Freitag habe ich mir das Nachtprogramm angeschaut - 4 japanische Horror-Filme fuer zusammen 10.000 Won. Einer der Filme war leider nicht in englischer Sprache untertitelt, im Foyer bin ich dafuer dann aber mit dem Team in ein nettes Gespraech gekommen. Sie haben sich bei mir total nett entschuldigt, dass es keine Untertitel fuer diesen einen Film gibt und wollten mir sogar mein Eintrittsgeld ersetzten. Das habe ich natuerlich nicht angenommen! Dafuer wurde ich dann aber noch zur "PiFan & Friends Party" am Samstag eingeladen und habe die Zeit bis zum naechsten Film schliesslich noch mit einem der Leute in einer Bar bei einem Bierchen verbracht. Puenklich zum Fruehstueck um 8.00 Uhr bin ich am Samstag vormittag wieder in Seoul eingetroffen. Nach etwas Schlaf ging es dann wieder nach Bucheon, diesmal zusammen mit Jimin. Zunaechst haben wir uns einen amerikanischen Schocker angeschaut, und im Anschluss gibt es dann auf besagte Party. Dort gab es kostenlos Bier und Snacks - echt toll. Leider hat sich meine Begleitung dort nicht so wohlgefuehlt - ihr waren die Leute zu alt. Schade, aber dafuer hatten wir schliesslich noch einen netten Abend zurueck in Seoul.
Seit kurzem kann ich mein Lieblingsspiel Kart Rider der Firma Nexon nicht mehr im PC Bang spielen. Scheinbar moechte der Hersteller von den Betreibern der Internetcafes fuer seine populaeren Spiele nun erhoehte Lizenzgebuehren kassieren. Verstaendlich, schliesslich generieren diese Spiele einen enormen Umsatz fuer die Cafes. Einsehen wollen das die Betreiber der PC Bangs allerdings nicht und haben zum Boykott des Unternehmens aufgerufen. Auf dem heimischen Computer kann das Spiel zwar weiterhin kostenlos gespielt werden, nur mit meinem alten Notebook komme ich da leider nicht weit...
Es scheint aber auch andere Gruende zu geben, warum Nexon in der koreanischen Spielergemeinschaft nicht allzu beliebt ist...
Update: Siehe auch offizielle Homepage der Internet PC Culture Association (IPCA) -> Anti-Nexon (koreanisch - keine Sorge, ich kanns auch nicht lesen ^^;;)
Der Strand liegt in der Naehe des Incheon Airports und ist von Seoul aus via Bus Nr. 301 erreichbar. Dieser Bus faehrt die Route Seoul - Gimpo Airport - Incheon Airport - Eulwangni und kostet 5000 Won. Haltestellen in Seoul sind u.a. bei der Yeongdeungpo Stn. (Linie 1) und Dangsan Stn. (Linie 2)
Die lebhaften Strassen hier in Seoul gefallen mir besonders gut. Dazu gehoeren auch die vielen Imbissbuden, an denen allerlei Koestlichkeiten fuer den kleinen Hunger zwischendurch angeboten werden...
Nun muesste ich nur noch alles verstehen... ;-)
Dass das Schulsystem in Korea nicht ganz ideal ist, duerfte jedem bei naeherer Betrachtung einleuchten (siehe auch Artikel bei Stefan). Aber Anti-Japanische Propaganda als Thema im Kunstunterricht mit oeffentlicher Ausstellung? Das geht nun wirklich etwas zu weit, ist dumm und verantwortungslos. Wenn ich sowas hoere, bin ich wirklich etwas enttaeuscht von Korea. Stellt euch mal vor, was in Deutschland in solch einem Fall los waere.... Fotos der Ausstellung gibt es hier und hier. (via Marmot)
- Andre wird ab dem 1. Juli ein fuenfmonatiges Praktikum in Busan absolvieren
- Daniel wird von Mitte Juli bis Anfang Januar ein Praktikum in Seoul absolvieren
Freue mich schon auf Eure Berichte, insbesondere wenn ich wieder daheim bin und mich zurueck sehne...
Johannes hat unter der Internetadresse www.kboard.de ein Forum speziell fuer an Korea interessierte Deutsche bzw. an Deutschland interessierte Koreaner eroeffnet. In einer Email schrieb er mir dazu:
Mit Sicherheit eine gute Ergaenzung zu den verfuegbaren Webseiten aus dem englischen Sprachraum. Bekannt waren mir bisher Dave's ESL Cafe und Koreabridge Forums.
Gestern Abend waren Chris und ich in Hongdae verabredet. Zunaechst haben wir leckeres Huehnchen-Galbi gegessen und etwas Soju getrunken. Im Anschluss gab es noch ein paar Dosen Hite aus dem Convenience Store. Es war schoen, Chris nach so langer "virtueller Bekanntschaft" endlich einmal persoenlich kennenzulernen. Ein gelungener Abend!
Eine tolle Internetseite hat Stefan gestern vorgestellt: Den interaktiven Nahverkehrsplan Koreas. Damit konnte ich mir endlich einen Ueberblick meiner Wohngegend verschaffen. Die Webseite basiert auf Active X und ist daher nur mit dem Internet Explorer darstellbar. Leider ist keine Druckfunktion verfuegbar - mit Bildschirmfotos und einem Grafikprogramm laesst sich aber der gewuenschte Ausschnitt zu Papier bringen.
[...] In dieser Karte finden Sie nicht nur alle Bus- und U-Bahn-Linien ganz Koreas (in der englischen Version bisher nur Seoul), sondern können auch nach Herzenslust größer und kleiner zoomen, Firmen- und Gebäudenamen (nicht nur Haltestellennamen) eingeben, Entfernungen und Flächen messen und einen virtuellen Streifzug durch die Städte Koreas wagen. Geben Sie einfach mal den Begriff Embassy ein und schauen Sie, wo die Botschaften der unterschiedlichsten Länder in Seoul zu finden sind. Auf dem Plan werden sogar die Telefonnummern und Internetadressen der abgebildeten Gebäude mit angezeigt. [...]
(Quelle und kompletter Artikel bei Stefan in Korea)
Raju schreibt dazu:
Vor einem Jahr erfuhr ich von einer Gruppe von Koreanern in Berlin, die planten, ein koreanisches Portalkonzept auf Deutschland zu übertragen: Die Mini Homepage. Der führende Anbieter der Mini Homepage in Korea ist Cyworld. Im Oktober 2004 verfügte Cyworld bereits über 11 Mio. Nutzer in Südkorea, was bedeutet, dass jeder fünfte Südkoreaner eine Homepage bei Cyworld besitzt. 90% aller Südkoreaner zwischen 20 und 30 Jahren sind registrierte Nutzer von Cyworld. Für das Jahr 2005 plant die Firma die Expansion nach China, Japan sowie weitere ostasiatische und südostasiatische Länder.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die Koreaner in Berlin mit dem Portal npool.de. Das Portal steht zur Zeit in einer Beta-Version online, eine Registrierung ist problemlos möglich. Die Einrichtung einer persönlichen Homepage mit Skinning, Bildergalerie, Message Board, usw. dauert nur wenige Minuten. Interessant ist dabei das Konzept des Cyber Moneys, dass Cyworld mit Erfolg eingeführt hat unter dem Namen Totori. Ob man im nicht so technologiebegeisterten Deutschland ähnliche Erfolge mit solchen Portalen haben kann, werden die nächsten Monate zeigen.
(Quelle und kompletter Artikel bei Raju Bitter)
Einen weiteren Artikel zu dem erfolgreichen Geschaeftsmodell von Cyworld gibt es bei Heise Online.
(Quelle: Seoul Selection)
Die Fotos aus Japan stelle ich Morgen Abend ins Netz und koennen dann an dieser Stelle abgerufen werden.
Ueberall in Seoul sieht man diese rotierenden Staebe. Doch was wollen sie uns sagen? Diese Geschaefte haben naemlich in der Regel keine Schaufenster. Verdaechtig ist auch, dass sich oft ein Motel anschliesst.
Nun, offiziell handelt es sich dabei um Friseursalons fuer Maenner. Tatsaechlich werden aber in den meisten dieser Geschaefte weit mehr Dienstleistungen angeboten, als der typische deutsche Friseurgaenger erwarten wuerde...
Gut, dass ich mir meine Haare selbst schneiden kann! ;-)
Der Flohmarkt war tatsaechlich ziemlich gross, und scheint mir mit den vielen Imbissbuden eine staendige Einrichtung zu sein. Es gab diversen Krempel und Schrott, Raupkopien, aber auch Moebel und vieles mehr. Ueberrascht wurde ich insbesondere von der offenen Darbietung von Sexspielzeug. Und das in KOREA! Ich bin schockiert! :p
19.00 - 22.00 Uhr: Essen mit reichlich Soju
22.00 - 23.00 Uhr: Karaoke mit reichlich Bier
23.00 Uhr bis zum Umfallen: Whisky-Shots im Bier versenken ("Hurricane")
Mit den Standortwechseln hat sich natuerlich auch die Teilnehmeranzahl reduziert. Anfangs waren wir etwa 12 - als ich ins Taxi gefallen bin, habe ich noch drei Kollegen zurueck gelassen... Ja, so ein Geschaeftsessen macht hier richtig Spass!! :P
Frueh´ uebt sich - ein Eindruck von dem, was mich vielleicht mal eines Tages erwarten koennte :P
Jimins Freundin Taeeun macht eine Ausbildung zur Make Up Artistin und hatte am Samstag einen Wettbewerb. Jimin hat sich als Brautmodel zur Verfuegung gestellt...
- KOPRA Stammtisch, regelmaessig am ersten Freitag eines Monats in Daehagroh.
- Monatlicher Stammtisch der meet-korea.de Community
- Woechentlicher deutscher Stammtisch: Jeden Mittwoch ab ca. 20.00 Uhr im 3 Allys Pub in Itaewon. (Von der Hauptstrasse in Itaewon in die kleine Seitengasse direkt links vom KFC einbiegen , am Ende dieser Strasse wieder links und nach ca. 300 Metern befindet sich das 3 Allys Pub auf der rechten Seite - grosses gelbes Schild, ist nicht zu uebersehen)
- Die Gruppen "Korea" und "Seoul" der Business-Community Xing organisieren ca. alle 1-2 Monate jeweils einen gut besuchten Stammtisch in Kangnam
Auch ich kann mich diesem Trend natuerlich nicht entziehen. Daher gehe ich nun nur noch im entsprechenden Minirock auf die Strasse. Jimin traegt dafuer Turnschuhe - man muss eben Kompromisse eingehen ;-) Scherz beiseite: Am vergangenen Wochenende haben wir uns schoene Couple Rings bestellt. Samstag koennen wir sie abholen, ich bin gespannt. Fuer Interessierte: Eine grosse Auswahl an Schmuck gibt es in den unzaehligen Geschaeften in Jongno (3ga).
Zunächst haben wir einen Rundgang um die Stadtbefestigung angestrebt. Da wir beiden Langschläfer aber erst recht spät aus Seoul weggekommen sind, haben wir keine ganze Umrundung geschafft. Wir mussten nämlich den Shuttlebus zum Volkskundedort erwischen...
Fotos von der Stadtbefestigung gibt es hier vom letzen Jahr. Damals konnte ich jedoch keine Fotos im Folk Village liefern. Dies wird hiermit nachgeholt :)
Die korrekte gegenseitige Vorstellung zweier Menschen ändert das Verhältnis dieser beiden Personen auf Dauer. Ihr wird ein hoher Wert beigemessen, daher ist es unüblich, Personen vorzustellen, die eigentlich nichts von einander wollen und sich auch wahrscheinlich nie wiedersehen werden. Auf die Vorstellung folgt der Austausch von Visitenkarten. Selbst Touristen tun gut daran, englisch und koreanisch beschriftete Visitenkarten mitzunehmen, diese erweisen sich oft als "Sesam-öffne-dich". Die Visitenkarte des Gegenübers gilt es ausgiebig zu studieren, selbst wenn man kein Wort versteht. Es ist üblich, dass man durch einen Dritten, zum Beispiel einen gemeinsamen Freund, vorgestellt wird.
Bei der Begrüßung verbeugt man sich, die Arme bleiben am Körper. Geschäftsleute begrüßen Ausländer per Handschlag. Als Zeichen von Höflichkeit gilt dann, bei älteren und höhergestellten Koreanern mit der linken Hand das rechte Handgelenk zu umfassen und so den Händedruck auszuführen.
Verbeugungen gehört zur Begrüßung und zeigt die Standesunterschiede auf. Sind die Unterschiede sehr groß, verbeugt sich nur der Rangniedere.
Nach der Vorstellung werden persönliche Informationen ausgetauscht, die der Feststellung von Gemeinsamkeiten dienen.
Bei Koreanern steht der Familienname vor dem - meist zweisilbigen - persönlichen Namen. Es gilt als unhöflich, jemanden mit seinem "Vornamen" anzusprechen. Deshalb wird der ganze Name ausgesprochen.
Viele Koreaner suchen Kontakt zu Ausländern oder Ausländerinnen, weil ihnen diese Bekanntschaft Vorteile verspricht. Zum einen lassen sich dann die Fremdsprachenkenntnisse erproben oder man hat eine Kontaktperson, die man im Ausland besuchen kann.
Kibun
Ein Zentralbegriff für den Umgang mit Koreanern wird mit dem Wort Kibun beschrieben. Man könnte ihn mit emotionales Gleichgewicht, Selbstwertgefühl oder Reputation übersetzen, wirklich treffen tut es das aber auch nicht. Es handelt sich hierbei um das Verständnis der Gedankengänge der Mitmenschen. Die Verletzung dieses Kibun ist mit Gesichtsverlust verbunden.
Aufgrund der konfuzianisch geprägten Kultur Koreas wird dem persönlichen Gemütszustand besondere Bedeutung zugemessen. Eine harmonische zwischenmenschliche Beziehung ist wesendlich bedeutsamer als der Abschluss dringender Geschäfte oder die Nennung unbequemer Wahrheiten. Dieses innere Gleichgewicht nennt der Koreaner Kibun. Im Umgang mit Koreanern ist es wichtig, das Kibun des Anderen richtig einschätzen zu können und es nicht zu verletzen. Dies kann nur allzuleicht passieren, das Kibun eines Koreaners wird beispielsweise verletzt, wenn ein Untergebener ihm nicht den nötigen Respekt zollt, sich nicht tief genug verbeugt oder nicht die richtige Höflichkeitsform verwendet. Redet man unwissendlich schlecht über die Heimatstadt des Gegenübers oder überreicht ihm ein Geschenk mit der linken Hand, verletzt man ebenfalls sein Kibun. Die Einhaltung der traditionellen Höflichkeitsformen ist das oberste Gebot, besonders beim Essen sind etliche Tabus zu beachten.
Für Fremde gibt es viele solcher Fettnäpfchen, glücklicherweise gesteht man westlichen Menschen eine gewisse Narrenfreiheit zu. Wer jedoch tiefere Kontakte knüpfen will oder geschäftliche Erfolge erzielen will, sollte sich nach Kräften bemühen, sowohl das eigene wie auch das Kibun des Gegenübers zu schonen.
Nunchi
Nunchi, was etwa Augenmaß bedeutet, beschreibt die Fähigkeit, das Kibun des Gegenübers richtig einzuschätzen. Hierbei geht es vor allem darum, die soziale Harmonie so wenig wie möglich zu stören und sich auf die Gemütsverfassung der Mitmenschen einzustellen. Für westliche Menschen ist dies aufgrund des anderen kulturellen Hintergrund nicht gerade leicht, so kann zum Beispiel Lächeln in Korea auch Scham oder Verlegenheit ausdrücken. Wichtig im Umgang mit Koreanern ist eine gewisse Zurückhaltung, sowohl beim Reden als auch bei der Gestik. Hat man es mit mehreren Koreanern zu tun, ist es besonders wichtig, den Höchsten in der Hierarchie mit besonderem Respekt zu behandeln. Erschwerend kommt hinzu, dass Koreaner versuchen, ihre wahren Gefühle im Zaum zu halten.
Sprache
Die koreanische Sprache verlangt die genaue Einschätzung der sozialen Stellung des Gegenübers, denn nur so können die Höflichkeitsstufen richtig angewandt werden. Auch aus diesem Grund sind Visitenkarten so beliebt, wenn man sich vorstellt.
Essen und Trinken
Beim Essen gibt es einige Tabus, die auf jeden Fall zu vermeiden sind. Obwohl die Restaurants westlich möbliert sind, hat jedes einen Bereich, der etwas erhöht ist und wo man auf einem dünnen Kissen auf dem Boden sitzt. Gerade die koreanischen Bosse ziehen diese Art zu sitzen vor, da sie als traditionell und vornehm gilt. Hierbei darf man seine Füße nicht dem Gegenüber unter dem Tisch entgegenstrecken, man sitzt vielmehr mit gekreuzten Beinen. Bevor man diesen Bereich betritt, entledigt man sich seiner Schuhe. Beim Essen sind Koreaner - wie Chinesen und andere Asiaten - geräuschvoll; man schlürft seine Suppe, schmatzt mehr oder weniger, verleiht seinem Wohlbefinden durch bestimmte Äußerungen Ausdruck. Der schlimmste Fehler, der einem Ausländer unterlaufen kann, ist, sich beim Essen zu schneuzen, obwohl die Nase bei dem würzig-scharfen Essen bald zu laufen beginnt.
Beim Essen wird nicht gesprochen, da dem Essen ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen soll. Arbeitsessen sind deshalb nicht angebracht.
Da Koreaner gerne trinken, prüfen sie erst, ob der Gast trinkfest ist. Da nur ein Glas in Gebrauch ist, ist es Sitte, dieses auf ex zu leeren, den letzten Tropfen auszuschütten und dieses dann dem nächsten in der Reihe zu übergeben. Anschließend füllt man es und der Koreaner trinkt. Auch hierbei wird die rechte Hand von der linken unterstützt, wenn man das Glas empfängt oder weiterreicht und dieses füllt.
Trinken dient auch der Konfliktlösung. Wer weniger trinkt als die anderen, erregt Argwohn. Eine Möglichkeit, sich dem Trinkzwang zu entziehen ist der Hinweis darauf, dass man koreanische Medizin einnimmt.
Im Zusammenhang mit dem Trinken steht oft auch das Singen. Nicht nur in Karaoke-Bars kann man mehr oder weniger nachdrücklich genötigt werden, selbst auch ein Lied zu singen. Wer sich dem entzieht, verliert mehr Ansehen als der, der nur krächzen kann. Die sozial am höchsten gestellte Person wird zuerst zum Singen aufgefordert.
Ein genauer Blick in das Alltagsleben zeigt, daß die traditionelle Denkweise immer noch vorhanden ist und entsprechend das Leben des Koreaners prägt. Sobald er die Schuhe auszieht und sein Heim betritt, taucht er in eine andere Kultur ein. Das beginnt mit der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau: Während der Mann oft von früh morgens bis spät abends im Berufsleben steht - Arbeitstage von 12 Stunden sind eher die Regel als die Ausnahme - kümmert sich die Frau um den Haushalt, wobei sie auch die Familienfinanzen mit Geschick verwaltet, und sorgt mit Hingabe für die Kinder. Bei den Mahlzeiten ißt erst der Hausherr mit den älteren Söhnen oder mit männlichen Besuchern, danach versammelt sich der weibliche Teil der Familie mit den kleineren Kindern am Eßtisch.
Die Achtung der Kinder vor den Eltern ist ausgeprägt, selbst erwachsene Söhne eilen sofort herbei, sobald der Vater leise, aber unüberhörbar einen Wunsch geäußert oder eine Anweisung erteilt hat. Je höher der soziale Rang, desto strenger die Sitten: So ist es üblich, daß die Söhne samt Ehepartnern morgens Aufstellung nehmen, wenn der Familienpatriarch als erster das Haus verläßt, um ins Büro zu fahren, und diesen mit Verbeugung zu verabschieden. Es ist alter Brauch, daß die Kinder an Neujahr sich im Hanbok vor den Eltern im Kotau-Stil verbeugen.
Bewertung der Bildung
Gleichwohl nehmen die Eltern immense Belastungen auf sich, um ihren Kindern die bestmögliche Bildung und Erziehung zu ermöglichen. Denn in Korea ist Bildung ein Wert an sich, und der einzige Weg, um in Wirtschaft und Staat Karriere zu machen. Das beginnt im Kindergarten, wo die Kleinen schon das koreanische Alphabet und die Zahlen lernen. Es ist nicht ungewöhnlich, daß begabte Kinder bereits mit drei oder vier Jahren stundenweise im Lesen und Schreiben unterrichtet werden. Zwar ist der Schulbesuch kostenlos und Lernmittel sind preiswert, aber bei den meisten Familien kommt mit dem Abschluß der Oberschule die erste finanzielle und nervliche Belastung zum Tragen: Nur die zehn besten Absolventen jeder Oberschule sind in der Reihenfolge ihres Abschlusses für die zehn besten Universitäten Koreas qualifiziert. Alle anderen müssen den Weg über die schwere Aufnahmeprüfung nehmen, für die auf besonderen Nachhilfeschulen - hakweon - bis zum Umfallen gebüffelt wird.
Abgesehen von der Karriere, die nur über die Leistung in Schule und Studium bestimmt wird, entscheidet das erreichte Bildungsniveau auch über die Wahl des Ehepartners. Eine Koreanerin heiratet nur einen Mann, der eine mindest gleichwertige Ausbildung absolviert hat; hat sie einen Universitätsabschluß, ist es conditio sine qua non, daß auch der Heiratskandidat einen solchen vorweisen kann.
Diese Bildungswut findet ihren Ausdruck auch in der Tatsache, daß in jedem Haushalt, der es sich finanziell leisten kann, ein Klavier steht oder sonst ein Musikinstrument vorhanden ist. Denn es gehört zum Grundkonsens der gebildeten Koreaner, jedes Kind nach Möglichkeit das Beherrschen eines Instruments zu lehren.
Friedfertigkeit und Naturverbundenheit
Ein weiteres Merkmal der koreanischen Kultur ist die Friedfertigkeit als Ausdruck der Tatsache, daß Korea nie seine Nachbarn angegriffen hat. Dies findet im Alltagsleben seinen Niederschlag: Der Umgang miteinander ist von ausgesprochener Höflichkeit, wobei der Höhergestellte durch besondere Formulierungen und Wortwahl geehrt wird. Andererseits wird mit Kindern selten geschimpft und es ist verpönt, Kinder zu schlagen. Entscheidungen werden meist durch das Finden eines Gesamtkonsens herbeigeführt. So ist es für Ausländer fatal, im westlichen Stil Koreaner direkt auf Probleme zu stoßen oder - noch schlimmer, ihnen zu verstehen zu geben, sie seien der Materie nicht gewachsen. Hat man aber den Respekt und die Freundschaft des Koreaners erworben, ist er der großzügigste und freundlichste Gastgeber, den man sich denken kann. Die höchste Anerkennung für einen Ausländer ist die Einladung in die Wohnung. Normalerweise werden Fremde nämlich in Restaurants bewirtet.
Ein weiteres Merkmal koreanischer Kultur ist die innige Naturverbundenheit. An Wochendenden und im knapp bemessenen Jahresurlaub zieht es die Koreaner hinaus in die schöne Natur ihres Landes, besonders zu den bekannten Sehenswürdigkeiten wie das Seorak-Gebirge, die schönen Strände an der Ostküste oder auf die Insel Cheju, das Hawaii Koreas mit tropischer Vegetation und skurilen Felsgebilden.
Man wandert in Gruppen an schön gelegene Ausflugsziele, wo man sich auf niedrigen Podesten niederläßt. Entweder ist ein Lokal in der Nähe oder man hat Fleisch und Schnaps - soju - mitgebracht. Es wird gegrillt und getrunken und zum Klang einer Trommel getanzt.
(Quelle: Wikipedia)
(Quelle: Tour2Korea)
Höhepunkt der Feier ist der Abend der Laternen-Parade, die beim Dongdaemun-Tor ihren Anfang nimmt und bis zum Jogyesa-Tempel verläuft. Das Leuchten der farbigen Laternen bezaubert Besucher aus aller Welt. Sie können eine Ausstellung zur Laternenkunst besuchen und ihre eigenen Laternen herstellen, um sie dann bei der Parade mitzuführen. Das Fest findet vom 6. bis zum 14. Mai statt und lässt Sie eintauchen in eine Festival-Atmosphäre in schillernden Farben.
(Quelle: Tour2Korea)
Pünktlich um Mitternacht gab es zunächst einmal eine süsse Multimedia-Nachricht mit Grafik und Hintergrundmusik von Jimin auf mein Handy.
Heute morgen bin ich dann natürlich wieder ins Büro und habe meine Kollegen mit einer Ladung Donuts überrascht. Am Nachmittag wollte ich etwas früher gehen um meine Verabredung mit Jimin einzuhalten. Doch kam mir noch eine Geburtstagstorte dazwischen, die meine Kollegen spontan besorgt haben!! :D
Eine Stunde später als verabredet bin ich schliesslich zu Hause eingetroffen. Dort wurde ich von Jimin bereits erwartet. Mit der Dekorierung meiner Wohnung hat sie mich wirklich ganz lieb überrascht! Und dazu gabs natürlich ... noch eine Torte! :D
Wir haben einen gemütlichen Abend verbracht und werden hoffentlich am Wochenende noch etwas weiterfeiern :)
Es gibt in Korea noch weitere interessante Verkäufer bzw. Dienstleistungen, und ich frage mich regelmässig, wie um Himmels Willen sich das bitte rentieren soll? Weiteres Beispiel heute in der U-Bahn: Da es geregnet hat, wurde der Wagon in einen Regenschirmhandel umfunktioniert. Nur 3000 Won solle das "qualitativ hochwertige und doch so praktisch kleine Ding" kosten. Die Haltbarkeit wage ich mal anzuzweifeln...
Mehr interessante Geschäftsideen bei Stefan: Mit der Gurkenmaske in die U-Bahn
- Alex und Liz sind für 9 Monate in Korea. Alex ist Export Sales Manager, derzeit im ETP Korea an der Sejong-Universität. Liz studiert dort die koreanische Sprache.
- Anette, Kathrin und Niels sind für ein integriertes Auslandsstudium an der University of Seoul in Korea.
Passend zu Jimins Geburtstag konnten wir uns die Kirschbäume auf Yeoido in voller Blüte anschauen.
1. Teil: Gestern Abend haben wir es uns gemuetlich gemacht. Um Mitternacht gab es dann einen als Geburtstagstorte getarnten Donut und die Geschenke. Jimin hat sich sehr gefreut. Leider musste sie kurz darauf nach Hause - Mama hat um diese Zeit immer sehr grosse Sehnsucht ...2. Teil: Heute Mittag bin ich zu Jimin gefahren und habe dort gegessen. Anschliessend sind wir mit der UBahn nach Yeouido gefahren. Die Idee hatten leider auch noch andere - bei dem guten Wetter aber auch kein Wunder. Trotzdem haben wir uns ein Tandem gemietet und durch die Menschenmassen im Park gekaempft. Anschliessend ging es entlang der Yunjungno-Strasse. Dort konnten wir die vielen Kirschbaeume in voller Bluete bewundern. Am Abend haben wir im Restaurant mit Soju auf ihren Geburtstag angestossen :)
Gestern Abend haben wir uns mit Jimins Freundinnen Ah-Jeong und Sooni in einem Lokal in Itaewon getroffen. Es war ein kleines Abschiedstreffen fuer Sooni, die naechste Woche in die Staaten fliegt um dort im Mai ihren Freund zu heiraten. Sie hat jedem von uns einen netten Abschiedsbrief geschrieben, sogar mir, obwohl wir uns das erste Mal getroffen haben.
Vor einigen Tagen habe ich die kostenlose Software Skype installiert. Sie bietet eine hervorragende Sprachqualität und ist einfach zu bedienen. Unter Linux läuft das Programm bei mir leider noch nicht ganz so gut, unter Windows hingegen perfekt.
Wer mich sprechen möchte, mein Skype-Name lautet: floya123 - alternativ bin ich natürlich auch weiterhin über mein Mobiltelefon erreichbar :)
Am Donnerstag werde ich ein Seminar der Kanadischen Industrie- und Handelskammer besuchen und im Mai haben wir eine grosse Konferenz mit asiatischen Partnerfirmen und unseren koreanischen Kunden. Eventuell kann ich im Mai zur Cebit Asia nach Shanghai fliegen. Das waere genial.
Visitenkarten sind auch bestellt. Mein Titel lautet: International Marketing :) Ich hatte gehofft von unserem Marketing Director in dieser Hinsicht viel zu lernen, doch leider hat er diese Woche gekuendigt... Titel sind in Korea uebrigens sehr wichtig, da man dadurch von den Gespraechspartnern in der gesellschaftlichen Hierarchie eingeordnet werden kann. Gleiches gilt fuer das Alter, und man wird nicht selten danach oder auch dem Familienstand gefragt.
Jimin muss diese Woche viel lernen, da einige Pruefungen anstehen. Seit meiner Ankunft in Korea hatte ich daher gestern zum ersten Mal Jimin-frei ;-) Aber spaetestens am Samstag werden wir wohl wieder auf die Piste, um ihren Geburtstag zu feiern! :D :D
Einmal abgesehen von den Tagen, an denen ich mich mit Jimin treffe, sieht mein Ablauf momentan in etwa wie folgt aus:
7.45 Aufstehen
9.00 Ankunft im Buero
12.00-13.00 Gemeinsames Mittagessen mit den Kollegen
13.00-14.00 Koreanisch Unterricht
18.00 Feierabend
18.45 Ankunft zu Hause / Abendessen
20.30 Vorlesungsvideo TU Braunschweig (*gaehn*)
22.30 Hausaufgaben Koreanisch
23.00 Kart Rider im Internetcafe :)
zw. 0.00~2.00 totmuede ins Bett fallen...
Heute war jemand wegen dem Internetanschluss hier, hat es aber leider noch nicht installieren koennen (Probleme mit dem Kabel...). Morgen will er nochmal vorbeikommen.
Die ersten beiden Arbeitstage waren auch ganz gut. Ich arbeite von 9.00 bis 18.00 Uhr und brauche 35 Minuten bis zum Buero. Bisher habe ich einige technische Dokumente uebersetzt und mich in die Materie eingelesen. Desweiteren habe ich heute den ersten koreanisch Unterricht vom Privatlehrer meines Chefs bekommen. Die (ueberwiegend koreanischen) Kollegen sind sehr freundlich und das gemeinsame Mittagessen macht Spass. Mal schauen wie es so weitergeht...

Gestern habe ich mir zunächst einmal Tetris für mein Handy gekauft. Das Spiel hat 2000 Won gekostet und ist ideal für lange U-Bahnfahrten :)
Am Nachmittag sind Jimin und ich nach Sinchon gefahren und haben uns in einem Board-Game-Cafe zu einer Runde Jenga niedergelassen. Dort habe ich meine Handy-Kamera getestet :) Die zu niedrig eingestellte Auflösung habe ich erst zu Hause bemerkt...
Am Abend ging es dann schliesslich noch mit Young-Han nach Kangnam, wo wir etwas zu viel getrunken haben. Heute muss er leider wieder zurück zur Army.
Daher habe ich mich gestern mit Heejung und Boram zum Mittagessen bei Pizza Hut und Kangnam getroffen. Im Anschluss waren wir noch bei Starbucks.
Am Abend habe ich dann Jimin von der Uni abgeholt. Sie hat mich über den Campus geführt. Zu Hause musste sie schliesslich für einen Test lernen, daher bin ich zusammen mit der Mutter in die Sauna gegangen. Das war entspannend.
Das Familienleben in Korea ist anders. Ein naiver Satz aus Jimins Mund wie "Ich weiss nicht viel über das Leben(Alltag) der Männer." sagt schon so einiges aus. Männer gehen hier nach der Arbeit sehr oft mit ihren Kollegen trinken und Gerüchten nach spielt dabei häufig auch Prostitution (inzwischen illegal in Korea) eine Rolle. Es ist durchaus normal, wenn der Mann erst um 22.00 Uhr nach Hause kommt. Es wird oft mehr Zeit mit den Kollegen und Freunden als der Familie verbracht...
Wohnen wuerde ich natuerlich gerne in der Naehe meiner Arbeit bzw. Jimins Familie. Wohnungen in dieser Gegend (Kangnam bzw. Seocho) sind aber nicht guenstig. Ein winziges Zimmer in einer Art Studentenwohnheim ohne eigenes Bad konnten wir fuer 350.000 Won (um die 250 Euro) ausfindig machen. Unter 300 Euro wird man hier wohl kaum etwas Vernuemftiges finden. Da mir aber nicht sehr viel Geld zur Vefuegung steht, koennte dies ein kleines Problem werden....
Heute und in den naechsten Tagen wollen wir uns noch weitere Wohnungen anschauen. Bis wir etwas geeignetes gefunden haben, kann ich selbstverstaendlich hier wohnen bleiben :)
Sie wurde von den Eltern ihres Mannes ausgewaehlt. Beim vierten Treffen wurde geheiratet. Ein Mitspracherecht hatte sie nicht. Ihr Bruder hingegen liess sich auf die von den Eltern ausgewaehlte Frau nicht ein. Es dauerte 3 Jahre, bis die von ihm gewaehlte Frau akzeptiert und der Heirat zugestimmt wurde.
Heute ist es nicht mehr ganz so extrem. Die juengere Generation sucht sich ihre Parnter durchaus selbst aus. Dennoch lautet die Formel "Mitteilung - Entscheidung (Eltern) - Heirat", waehrend bei uns eher "Entscheidung (Paar) - Mitteilung - Heirat" angesagt ist. Zusammenleben vor der Ehe wird von der Gesellschaft auch heute noch nicht akzeptiert.
Dennoch sieht auch sie die grosse Kluft zwischen juengerer und aelterer Generation. Ich denke, dass sich Korea in den naechsten Jahrzehnten in dieser Hinsicht stark wandeln wird.
Am Abend sind wir dann ins Noraebang zum Karaoke gegangen. 10 Euro fuer eine Stunde singen finde ich aber auch nicht ganz so guenstig, zudem auch viel Zeit durch das Auswaehlen der Lieder verloren geht. Aber Spass gemacht hat es natuerlich trotzdem!
Weiter ging es nach Keondae (Konkuk Univ. Stn.), wo wir uns einen Film angeschaut und etwas gegessen haben. Ich liebe koreanisches Essen!!!
Um kurz nach Mitternacht waren wir dann wieder zu Hause. Das ist schon fast spaet fuer koreanische Verhaeltnisse. Habe ich meine letzte Zeitvorgabe fuer die naechtliche Rueckkehr vielleicht noch mit 16 Jahren bekommen, ist es hier auch mit 20 Jahren und bis zur Heirat nicht ungewoehnlich...
Meine Nummer koennt ihr per Email oder ICQ erfahren. Per Call-by-Call ist ein Anruf nach Korea auch nicht teurer als ein Gespraech innerhalb Deutschlands!
Im Anschluss sind wir noch in eine Kneipe gegangen und haben etwas gegessen und Soju getrunken. Es war ein toller Abend.
- Wie wohl schon im letzten Jahr erwähnt, besteht das Essen hier meist aus mehreren Komponenten. Zwei wesentliche Komponenten, die bei keiner Mahlzeit (morgens, mittags, abends) fehlen, sind Reis und Kimchi.
- In der Wohnung werden i.d.R. weder Schuhe noch Socken getragen. Das Parkett wird mit der Fussbodenheizung warm gehalten.
- Dem Vater gebührt der meiste Respekt. Wenn er morgens das Haus verlässt, verabschieden sich alle anwesenden von ihm an der Tür. Kommt er abends nach Hause, wird er an der Tür entsprechend empfangen.
- Unverheiratete Paare sollten sich nicht alleine in einem Zimmer aufhalten, vor allem nicht in einem Schlafzimmer. Wenn doch, dann auch nur tagsüber und die Tür bleibt geöffnet.
Nachtrag: Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Man muss sich leider doch mit der Windows-Software authentifizieren, aber wenn man anschliessend die PCMCIA-Karte entfernt (ohne sich abzumelden) und dann schnell genug in Linux bootet, funktioniert es weiterhin :)
Nachtrag 2: Ich habe einen Linux-Client für den Nespot-Wireless Router gefunden: Linspot
Wer gerne über Korea (oder auch andere Themen) auf dem laufenden bleiben möchte, dem empfehle ich Google News. Dort werden aktuelle Schlagzeilen zu bestimmten Suchbegriffen zusammengestellt. Diese kann man sich mit Google Alerts bequem ins Postfach liefern lassen. Dabei steht sofortige, tägliche und wöchentliche Zusendung der Informationen zur Auswahl.
Auch bei Web.de gibt es einen Bereich zu Korea.
Der Nachrichtendienst der Botschaft der Republik Korea auf KoreaHeute.de ist auch sehr Interessant und stets aktuell.
Was bietet sich an einem langweiligen Wochenende besseres an, als in der Blogosphäre (was ist denn das eigentlich für ein Wort??) nach neuen Berichten aus Korea zu recherchieren. Bei Blogg.de bzw. BlogStats.de wurde ich dann auch fündig:
- Matthias ist seit gestern vor Ort in Seoul.
- Lind ist seit Dezember in Seoul. Sein letzter Eintrag liegt nun aber schon etwas zurück...
- Martin hat bereits 2001 ein Praktikum in Korea absolviert.
- Bei Nfriends gibt es Nachrichten aus Korea. Aber auch nicht mehr so ganz aktuell. Also weiterhin The Marmot's Hole besuchen!
Schade!!! Quelle: Tour2Korea.com.
Am Freitag habe ich eine kleine Abschiedsparty für meine Freunde in Braunschweig gegeben. Es sind zwar noch drei Wochen bis zum Abflug, aber ab Mitte kommender Woche bin ich bei meinen Eltern und werde wieder in Hamburg arbeiten.
Inzwischen haben nun schon drei liebe Menschen einen Besuch in Korea angekündigt. Das wäre wirklich schön! Ich freue mich auf Euch :)
Heute habe ich eine Auslandskrankenversicherung für meinen Aufenthalt in Korea abgeschlossen. Ich habe mich für die ISIS Reiseversicherung entschieden. Der Spaß kostet 214,- Euro für 7 Monate.
Desweiteren gab es nicht so gute Nachrichten bezüglich dem Visum. Die Botschaft hat mich informiert, dass ein Dokument fehlt, welches mein Arbeitgeber beim Justizministerium in Korea beantragen muss. Ob ich dieses noch rechtzeitig bekommen kann, weiß ich nicht. Eventuell muss ich nun das Visum nach der Einreise vor Ort beantragen.
Ergänzungen vom 13.12.2005:
- Bei einem Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist die Versicherung von STA Travel günstiger.
- Vielleicht bietet aber auch die reguläre Versicherung einen Zusatzschutz an. Nachfragen!
- Eine Diskussion zu diesem Thema mit weiteren Angeboten kann in der China Community abgerufen werden.
Interessante Webseiten zur Wohnungssuche:
- Anzeigen im Korea Herald
- Anzeigen in der Korea Times
- OneRoom.co.kr
- Forum bei TransKorea2000
- Anzeigen auf der Homepage des Seoul Metropolitan Government
Weitere Artikel zur Wohnungssuche von mir:
- Erste Erfahrungen bei der Wohnungssuche: Unter 300 Euro wird man hier kaum etwas Vernümftiges finden.
- Meine kleine Wohnung in Seocho-gu kostet 450.000 Won/Monat (375 Euro) zzgl. 500.000 Won (415 Euro) Kaution. Diesen vergleichsweise günstigen (!) Preis konnte die Mutter meiner Freundin aushandeln. Damit sind allerdings auch alle Nebenkosten inkl. Breitband-Internet abgedeckt.
Externe Artikel zum Thema Wohnen in Korea:
- Wohnen in Korea: Wohnungssuche und Umzug (Lektoren-Vereinigung Korea).
- Studentenunterkünfte und Appartements in Korea (Stefan-in-Korea.de)
Weitere Bemerkungen:
- Die Kaution ist in Korea oftmals sehr hoch, daher kommen viele vermeintlich günstige Angebote nicht in Frage.
- Viele Makler und Vermieter sprechen kein oder nur wenig Englisch. Auch sind die Mietverträge oft nur in koreanischer Sprache verfasst. Möglichst mit einem Muttersprachler zusammen auf Wohnungssuche gehen!
- Englische Anzeigen für Wohungen bzw. freie Zimmer in Wohngemeinschaften (ab ca. 250.000 Won) findet man z.B. im Korea Herald und bei TransKorea - siehe oben.
Aktualisiert am 8.7.2005
Jetzt fliege ich aber mal ganz schnell zur Universität....
Was bedeutet das nun? Im Prinzip, dass wir Zeit als knappes Gut ansehen, welches optimal genutzt werden muss. Daher ist uns das Einhalten von Terminen, Pünktlichkeit usw. auch sehr wichtig. Diese Normen spielen dagegen in Asien scheinbar eine nicht so große Rolle. Schließlich geht die Sonne jeden Tag von neuem auf, und die Zeit kann somit (bis zum nächsten Zyklus) anderweitig verwendet werden...
Dieser kulturelle Unterschied ist natürlich nicht nur für Geschäftsbeziehungen relevant, sondern erklärt sicher auch so einige kleine Missverständnisse in zwischenmenschlichen Beziehungen.
Dank ihr habe ich einen tollen Einblick in das koreanische Alltagsleben erhalten, weit mehr als man als Tourist ohne engere Kontakte bekommen könnte. Und eine solche Möglichkeit möchte auch ich ihr nun bieten. Schließlich interessiert sie sich sehr für Deutschland und wird Deutsch vielleicht als Hauptfach in der Universität belegen. Und was bietet sich da schon passenderes an, als das Weihnachtsfest in einer deutschen Familie zu verbringen?
Ehrlich gesagt: Ich hatte kaum Hoffnung, dass ihre Eltern diese Idee auch nur im Ansatz unterstützen würden. Denn Korea ist konservativ geprägt, die Eltern sind oft sehr fürsorglich und Beziehungen gestalten sich daher schon etwas komplizierter als bei uns.
So habe ich in Seoul einen Japaner kennengelernt, der seine koreanische Freundin besuchen kam. Die beiden sind sich in Australien nähergekommen und dort mehrere Monate gemeinsam gereist. Es ist unfassbar für mich, dass er während seines Aufenthalts nicht in ihr Elternhaus eingeladen wurde! Denn der feste Freund wird in Korea oft erst kurz vor der Heirat der Familie vorgestellt.
Ohh...da fällt mir ein: Ich habe Jimin's Mutter kennengelernt! Bin ich nun so gut wie verlobt??? ;-)
Wie dem auch sei, tatsächlich haben Jimin's Eltern einem Besuch in Deutschland zugestimmt. Dabei ist sicher nicht der Wunsch ihrer Tochter, den deutschen Freund wiederzusehen das ausschlaggebende Argument gewesen. Denn eine günstigere Möglichkeit unser Land kennenzulernen wird sich wohl kaum ergeben. Angesichts der hohen Flugkosten finde ich aber auch diese Argumentation akzeptabel.
Jimin ist nun sehr zuversichtlich und möchte in kürze einen Flug buchen. Dennoch konnte sie mir keine 100%ige Zusage geben, da sie in den Ferien eventuell einen Kurs an ihrer Universität belegen muss. Ich drücke die Daumen, dass dem nicht so ist!
Im März werde ich wieder nach Seoul fliegen, mit einem Zwischenstopp in Hongkong. In der chinesischen Sonderverwaltungszone ist ein einwöchiger Aufenthalt geplant, über den es dann wohl auch sehr viel Interessantes zu berichten gibt. Ich bin sehr gespannt, insbesondere auch im Vergleich zu meinen Eindrücken von Korea. Dort werde ich mich anschliessend etwas länger aufhalten...
Stefan studiert zur Zeit koreanisch in Seoul und berichtet regelmässig über seine Erfahrungen und Erlebnisse im Land der Morgenstille.
Seine Artikel sind toll verfasst und lassen Seoul doch gleich viel näher rücken. Ohhh... wie gerne wäre ich doch wieder am 한강!
Sebastian hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, dass vom 9. bis zum 14. November das 18. Internationale Filmfest Braunschweig stattfindet.
Im Rahmen dieser Veranstaltung werden auch einige aktuelle koreanische Kinofilme gezeigt: Samaria, Silmido, Old Boy, Memories of Murder, Oasis, The Legend of the Evil Lake, Save the Green Planet.
Ich habe alle der genannten Filme bereits in Korea gesehen und kann insbesondere die vier erstgenannten empfehlen.
Informationen zu den Filmen und dem weiteren Programm des Filmfestes gibt es unter www.filmfest-braunschweig.de
Dieser Artikel soll einen kurzen Überblick über die veröffentlichten Berichte geben. Dabei können einzelne Artikel über die entsprechenden Hyperlinks aufgerufen werden.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, alle Berichte in chronologischer Reihenfolge zu lesen.
NEU! Eine thematische und geographische Zusammenstellung mit vielen weiteren Südkorea-Berichten dieses Blogs bietet das Korea Portal.
Reiseland Korea
Korea ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wer das ganze Land sehen möchte, dem empfehle ich einen Aufenthalt von 4-5 Wochen. Korea ist sehr klein, und mein neunwöchiger Aufenthalt wäre ohne meine koreanische Freundin eindeutig zu lang gewesen.
In eigentlich jeder Stadt gibt es ein Touristenzentrum. Dort kann man fast immer auch Informations- und Kartenmaterial in englischer Sprache erhalten. Natürlich kostenlos. Zusätzlich empfehle ich als Reiseführer die aktuelle Ausgabe der Reihe Lonely Planet.
Das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gestaltet sich als sehr zuverlässig und angenehm. Korea verfügt über ein sehr gut ausgebautes Bus- und Bahnnetz.
Meine Reiseberichte
| Tagesausfluege - Berichte aus der Umgebung von Seoul | ||
| 12.08.2004 | Eulwangni Strand | |
| 15.08.2004 | Suwon (Hwaseong Festung) | |
| 16.08.2004 | Incheon | |
| 20.08.2004 | Gangchon | |
| 28.08.2004 | Seoul Grand Park & Noraebang (Karaoke) | |
| 29.08.2004 | Die innerkoreanische Grenze | |
| 05.09.2004 | Korean Folk Village | |
| 06.09.2004 | Icheon (Keramikstadt) | |
| 19.09.2004 | Ilsan Park | |
| 06.10.2004 | Independence Hall of Korea | |
| Reise auf der Insel Jeju | ||
| 25.08.2004 | Ab in den Süden | Flugbuchung |
| 30.08.2004 | Jeju-si |
Stadtteile Sinjeju und Gujeju
Fluss- (Sanjicheon) und Meerpromenade |
| 30.08.2004 | Seongsan-ri | Ankunft am Abend. Unterkunft zusammen mit einem Amerikaner und einer Kanadierin gemietet. |
| 31.08.2004 | Seongsan-ri |
Seongsan Ilchulbong (Sunrise Peak)
Ausflug an die Strände der kleinen Insel Udo |
| 01.09.2004 | Seogwipo |
Cheonjiyeon Wasserfall & Jeongbang Wasserfall
Jeju Conference Center & Daepo Küste Yakcheonsa Tempel Jungmun Strand |
| 02.09.2004 | Jeju-si | Wandern auf dem Mt. Halla |
| 03.09.2004 | Jeju-si | Gimnyeong Strand |
| 03.09.2004 | Zurück in Seoul | |
| Reise durch das westliche Gebiet | ||
| 14.09.2004 | Cheongju |
Studentenviertel Jungmun
Sangdangsanseong Festung |
| 15.09.2004 | Buyeo |
Gudurae Skulpturenpark
Busosan Park Jeongnimsa Tempelanlage General Gyebaek Denkmal |
| 15.09.2004 | Gongju |
Gongsanseong
Baekje-Graeber |
| 16.09.2004 | Daejeon | Marktbesuch in Daejeon |
| 16.09.2004 | Geumsan |
Koreas größter Marktplatz für Ginseng
Geumsan Ginseng Festival |
| 17.09.2004 | Jeonju |
Hanok Stadtviertel
Pungnammun Stadttor Nambu Markt Traditional Culture Center |
| 17.09.2004 | Boseong | Boseong Nokcha Dawon (Teeplantage) |
| 18.09.2004 | Gwangju |
18. Mai Nationalfriedhof
(Uebernachtung im Boston Motel) |
| Reise durch das nordöstliche Gebiet | ||
| 07.09.2004 | Chuncheon |
Skulpturenpark
Abbruch der geplanten Reise wegen Regen und Rückkehr nach Seoul |
| 22.09.2004 | Chuncheon |
Soyang Damm
Bootsfahrt auf dem Soyang Lake bis nach Yanggu, von dort aus weiter mit dem Bus nach Sokcho |
| 23.09.2004 | Sokcho | Seoraksan National Park |
| Es waren noch weitere Stationen an der Ostküste geplant. Doch aufgrund von Terminen in Seoul musste ich diese Rundreise leider auch im zweiten Anlauf frühzeitig abbrechen. Das wird aber noch nachgeholt. Irgendwann... :) | ||
| Reise durch das südöstliche Gebiet | ||
| 27.09.2004 | Busan |
Busan Blue Backpackers Hostel
Geumgang Park & Geumjeong Festung Stadtviertel Nampodong & PIFF Square Jagalchi Fischmarkt Heosimcheong Spa |
| 28.09.2004 | Busan | Beomeosa Tempel |
| 28.09.2004 | Daegu | Einkaufsviertel Yasigolmok |
| 29.09.2004 | Gyeongju |
Bulguksa Tempel
Seokguram Grotte Gyeongju National Museum |
| 30.09.2004 | Gyeongju |
Tumuli Park (Silla-Graeber)
Cheomseongdae (Sternwarte) Seokbinggo (Kuehlhaus) |
| 01.10.2004 | Andong |
Hahoe Folk Village
Andong Folk Village Andong Maskenfestival |
Die verbleibenden zwei Wochen der Semesterferien sollen schließlich sinnvoll genutzt werden: Seit Dienstag arbeite ich wieder in Hamburg. Momentan bin ich dabei, unsere Gentoo Linux-Systeme auf den aktuellen Stand zu bringen. Außerdem stehen auch noch einige kleinere Programmierarbeiten an.
Aber auch privat wird es in den nächsten Wochen am PC nicht ganz so langweilig. Es sind viele neue Programmpakete erschienen (u.a. KDE 3.3), und ich habe auch bereits einige interessante neue Applikationen auf kde-apps.org entdeckt (amarok, kaffeine, ...).
Das nächste Semester ist noch nicht bis ins letzte Detail geplant, aber eine grobe Vorstellung habe ich bereits. Ich werde mich insbesondere um mein Vertiefungsfach Marketing bemühen, ein Praktikum in Enterprise Applications belegen und ansonsten versuchen, möglichst viele der noch ausstehenden Scheine zu erarbeiten. Aber auch die im vergangenen Semester begonnene Studienarbeit muss endlich fertig gestellt werden! Es gibt also wieder genug zu tun...
Eine nicht so erfreuliche Nachricht kam dann noch am gestrigen Nachmittag über die Mailingliste: Der Dozent meiner Vertiefung "Verteilte Systeme" wird die Universität wechseln. Bleibt zu hoffen, dass die Prüfungen noch einige Semester abgenommen werden....
Dank der vielen Arbeit werde ich wenigstens nicht so viel Zeit haben, um Jimin zu vermissen :) Und mit etwas Glück wird sie mich über Weihnachten hier in Deutschland besuchen. Das wäre super!
Ich werde im laufe der nächsten Tage noch einen Abschlussartikel bzw. eine Übersicht meiner Korea-Berichte inklusive Landkarte mit eingezeichneten Reiserouten verfassen. Daher möchte ich an dieser Stelle nun nicht noch allzu viele Worte über meinen Urlaub verlieren.
Dank Jimin wurde aus dem Aufenthalt jedoch mehr als nur ein Urlaub, und ich werde voraussichtlich im Frühjahr 2005 wieder nach Korea fliegen...
Natürlich hat es auch Jimin und mich dorthin verschlagen. Die Vorführungen waren wirklich super. Insbesondere eine koreanische Gruppe hat eine tolle Show mit Kücheninstrumenten (Messer, Wasserbehältern, usw) geboten.
Auf das klassische Dinner im Restaurant haben wir verzichtet. Zur Feier des Tages gab es eine schöne Schokoladentorte :D
Ja, der Abschied von Seoul und Jimin wird schon schwer fallen, doch ich freue mich natürlich auch auf die Freunde daheim :)
Gestern habe ich ein paar Snacks und Getränke besorgt, die ihr, meine lieben Freunde, dann am Anfang des nächsten Semesters probieren dürft!
Heute werde ich mich noch auf die Suche nach einigen Artikeln begeben, die Björn mir in Auftrag gegeben hat.
Gestern war ich im größten Museum Koreas, der Independence Hall of Korea. Dieses ist ca. 1,5 Stunden von Seoul entfernt.
Das Museum ist riesig: In 7 permanenten Ausstellungshallen wird dem Besucher das Streben und der Kampf des koreanischen Volkes nach Unabhängigkeit von der japanischen Besetzungsmacht nahegebracht.
Ein 15 minütiger Film im 360-Grad Kino rundet den Besuch noch ab. In diesem Film werden koreanische Sehenswürdigkeiten gezeigt. Überrascht konnte ich jedoch auch einen Filmausschnitt vom Fall der Berliner Mauer identifizieren :)
Am Vormittag bin ich mit dem Zug in Andong eingetroffen. Mit dem Bus ging es dann weiter in das Hahoe Volkskundedorf. Dieses befindet sich ca. 24km außerhalb von Andong.
Die Anlage ist ebenso sehenswert wie das Volkskundedorf in Suwon, jedoch mit dem großen Unterschied, dass dieses Dorf tatsächlich bewohnt ist.
In einem der Restaurants habe ich zum Mittag die lokale Spezialität "Andong Chicken Chim" gegessen: Hühnerfleisch in süßlicher Soße, dazu Glasnudeln, Reis, Kartoffeln, Spinat und weiteres Gemüse. Unglaublich gut!
Im Anschluss bin ich dann noch in das zweite Volkskundedorf dieser Region gefahren, das Andong Folk Village. Im Gegensatz zum Hahoe-Dorf jedoch enttäuschend. Darauf hätte ich verzichten können!
Die Fahrt hat sich aber trotzdem gelohnt, denn das angrenzende kleine Andong Folk Museum war durchaus interessant.
Während ich am Bahnhof auf meinen Zug gewartet habe, ist noch eine Parade anlässlich des Andong Maskenfestivals vorbeigezogen.
Hier gibt es, ähnlich wie in Gongju, viele Grabhügel zu bewundern. Diesmal handelt es sich allerdings nicht um Baekje-, sondern natürlich um Silla-Gräber. Die Hügel hier sind bedeutend größer als in Gongju.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist Cheomseongdae, laut Reiseführer die älteste Sternwarte in Fernost. Hinter der einfachen Architektur verbirgt sich jedoch bei weitem mehr: 12 Grundsteine symbolisieren die Monate eines Jahres, 30 Schichten die Tage eines Monats und die insgesamt 366 verwendeten Steine die Tage eines Jahres.
Schließlich gab es noch Seokbinggo zu bewundern, welches während der Joseon Dynastie als Kühlhaus genutzt wurde.
Gyeongju war einst Hauptstadt des Silla-Königreiches und hat dementsprechend viele Sehenswürdigkeiten aus dieser Zeit zu bieten.
Mit dem lokalen Bus bin ich zuerst zum Bulguksa Tempel gefahren. Dieser befindet sich ca. 16km außerhalb der Stadt. Diese Anlage ist ein Meisterwerk der Silla-Architektur und auch von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt.
Von dort aus ging es dann weiter zur Seokguram Grotte. In diesem Gewölbe, welches man leider nur durch eine Glasscheibe bewundern kann, sitzt ein riesiger Buddha aus Stein. Ein wirklich beeindruckendes Werk. Fotografieren war allerdings nicht gestattet.
Während ich anschließend auf den Bus zurück in die Stadt gewartet habe, wurde ich von einem jungen koreanischen Ehepaar angesprochen. Sie haben mir angeboten, mich in ihrem Auto mitzunehmen.
Sie sind selbst Touristen aus Busan und über die Feiertage nach Gyeongju gereist. Spontan haben wir uns entschieden, vor der Rückkehr in die Stadt noch das Gyeongju National Museum zu besuchen.
Und wie Koreaner eben so sind, haben sie mich am Abend dann auch noch zum Essen eingeladen. Ich glaube so voll war der Tisch noch nie. Bestimmt 20 kleine Schüsselchen mit Kimchi, Fleisch, Fisch, verschiedenen Suppen und und und... Lecker, teilweise aber doch etwas zu exotisch für mich :)
Um 13.00 Uhr bin ich mit dem Zug nach Daegu gefahren. Allerdings leider nicht ganz so direkt wie geplant, da ich die Station verschlafen habe. Aber alles halb so schlimm... mit 1,5 Stunden Verspätung bin ich dann schließlich doch noch an meinem Ziel angekommen.
Daegu selbst hat jedoch nicht so viel zu bieten, daher bleibe ich nur bis morgen früh. Ich habe mir eben das Einkaufsviertel Yasigolmok angeschaut und werde mich nun etwas ausruhen.
Am Abend habe ich dann das Heosimcheong Spa aufgesucht. Es ist eines der grössten Bäder Asiens, und bieten neben verschiedenen Pools auch einige Saunen. Auch hier gab es natürlich wieder eine strikte Geschlechtertrennung, da nackt gebadet wird. Jedenfalls war der Aufenthalt sehr entspannend!
Übrigens hat heute das dreitägige Erntedankfest begonnen, neben dem Chinesischen Neujahr die wichtigsten Feiertage in Korea. Trotzdem waren aber entgegen meiner Befürchtungen so gut wie alle Geschäfte geöffnet.
Im Anschluss bin ich in das schöne Einkaufsviertel Nampodong gefahren. In der Fussgängerzone in Richtung PIFF Square sind scheinbar schon alle auf das PIFF eingestellt, das Pusan International Film Festival, welches hier in wenigen Tagen beginnt.
Heute morgen habe ich dann begonnen, mich etwas in Busan umzuschauen.
Als erstes bin ich zum Geumgang Park gefahren und von dort aus mit der Seilbahn auf den Berg Geumjeongsan. Von dort aus hatte ich nicht nur eine schöne Sicht auf die Stadt, sondern konnte auch noch etwas wandern und die Überreste der Geumjeong Festung anschauen.
Da nach der Ankunft der U-Bahnbetrieb bereits eingestellt war, musste ich ein Taxi zu meiner neuen Unterkunft nehmen. Das war aber auch sehr gut! Alleine hätte ich das Busan Blue Backbackers nämlich niemals gefunden! Dieses kleine Hostel mit Platz für ca. 15 Personen ist in einer Wohnung und befindet sich um 18. Stock eines der typischen Apartmentblöcke. Die Wohnung und Ausstattung ist aber einfach nur super und ich kann diese Unterkunft mit gutem Gewissen weiterempfehlen. (Dank nochmals an Björn, von dem ich den Tipp bekommen habe. Im Lonely Planet wird dieses Hostel nicht aufgeführt!).
Nachtrag vom 1.4.2007: Inzwischen war ich nun schon das dritte Mal im Busan Blue Backpackers und ich kann mich nur wiederholen: Dieses Hostel ist einfach nur genial und das Beste, in dem ich jemals war. Auf der Homepage gibt es auch eine Wegbeschreibung mit Karte - so kompliziert ist es dann doch nicht zu finden. Und die Lage, 5 Minuten Fußweg von der Beomnaegol U-Bahnstation, ist auch perfekt zentral. Probiert es einfach mal aus, ihr werdet Euch dort wie zu Hause fühlen. Und grüßt die Eigentümerin Jin ganz lieb von mir!
Nebenbei bemerkt ist es auch vergleichsweise Preiswert: Nacht im kleinen Dorm kostet 15.000 Won, inklusive Frühstück (Toast, Kaffee). Manchmal ist es überfüllt, aber auch dann schmeißt Jin niemanden raus - und für die Übernachtung im Wohnzimmer auf der Couch oder dem Fußboden nimmt sie dann auch nur 10.000 Won, obwohl es nicht weniger gemütlich ist!
Heute morgen bin ich um 8.00 Uhr aufgestanden und mit dem Bus zum Seoraksan National Park gefahren. Der äußere Teil dieses Parks ist nur 20 Minuten von Sokcho entfernt.
An der Bushaltestelle habe ich einen Hongkong-Chinesen getroffen, der das gleiche Ziel ins Auge gefasst hatte. Wir haben uns dann entschlossen, den Park gemeinsam zu erkunden.
Als erstes sind wir ca. eine Stunde zu einem Wasserfall gewandert.
Nach der Rückkehr zum Ausgangspunkt sind wir dann mit einer Seilbahn auf einen ca. 1000 Meter hohen Berg gefahren. Dort sind wir noch ein wenig Richtung Gipfel geklettert. Es war allerdings sehr steinig, und ich hielt die Gefahr in dem kaum abgesicherten Gelände abzurutschen dann doch für zu groß, um den Gipfel zu erklimmen.
Im Anschluss haben wir uns noch eine riesige Buddha Statue angeschaut. Diese war wirklich beeindruckend.
Nach dem Mittagessen - mal wieder Bibimbab (Reis mit Ei, Gemüse und scharfer Chillipaste) - bin ich dann mit dem Bus (4 Std.) wieder zurück nach Seoul gefahren.
Als Fazit bleibt zu sagen, dass der Seoraksan Park nicht umsonst als einer der schönsten Koreas gilt. Gerne wäre ich länger geblieben und hätte auch etwas vom inneren Teil des Parks erkundet. Vielleicht ergibt sich ja nochmal die Gelegenheit.... irgendwann :)
Heute bin ich nochmals nach Chuncheon gefahren. Von dort aus bin ich aber gleich zum Soyang Damm aufgebrochen. Dies ist einer der größten Staudämme Koreas.
Mit einem recht schnellen Boot ging es dann weiter in den Ort Yanggu. Die Bootsfahrt durch das landschaftlich sehr schöne Gebiet hat 30 Minuten gedauert.
Von Yanggu bin ich am späten Nachmittag schließlich mit dem Bus in die Stadt Sokcho an der Ostküste gefahren.
Morgen Vormittag werde ich hoffentlich noch viel von Sokcho und dem angrenzenden Seoraksan Nationalpark sehen, bevor es dann am Nachmittag leider schon wieder zurück nach Seoul geht.
Am Nachmittag habe ich es dann aber doch noch geschafft, das Haus zu verlassen und bin wieder einmal in die COEX Mall gefahren. Dort habe ich das kleine Kimchi Museum besucht.
Wie wohl schon an anderer Stelle erwähnt, ist Kimchi eine der wichtigsten Beilagen in Korea. Es wird zu jeder Mahlzeit gegessen und schmeckt etwas gewöhnungsbedürftig. Jedoch ist Kimchi nicht gleich Kimchi. So habe ich bereits die Erfahrung gemacht, dass es in dem einem Restaurant wirklich lecker schmecken kann, im nächsten jedoch absolut widerlich ist :) Kimchi ist im Prinzip in Salzlache eingelegter Chinakohl. Dazu dann noch scharfe Gewürze und ein paar andere Gräser.
Im Kimchi Museum wurden neben der Geschichte des Kimchi und dem Herstellungsprozess auch die verschiedensten Sorten vorgestellt. Nicht unbedingt eine der Top Touristenattraktionen, und mit 3000 Won meiner Meinung nach auch etwas teuer. Aber wenn man sonst nichts zu tun hat....
Heute Abend haben wir mal wieder am Hangang Flussufer verbracht. Da es den ganzen Nachmittag über geregnet hat, war es allerdings etwas feucht und ziemlich kühl. Die neu angeschaffte Jacke hat sich also bereits ausgezahlt.
Zum Dinner haben wir uns koreanisches BBQ gegönnt, d.h. Schweinefleisch, welches man am Tisch selbst zubereitet und dann zusammen mit etwas Soße und Kraut in ein Salatblatt einwickelt und so verspeist. Wirklich sehr lecker!
Nun hoffe ich auf besseres Wetter, damit ich meine Reise möglichst bald fortsetzten kann...
Der Park wurde mir von der koreanischen Freundin eines Japaners hier aus dem Hostel empfohlen. Auch Jimin kannte ihn noch nicht. Wir waren beide sehr begeistert, und mir ist es rätselhaft, warum diese Anlage in keinem meiner Reiseführer beschrieben wird.
Der Ilsan Park ist um einen See angelegt, und bietet insbesondere einen tollen Fahrradweg. Wir haben uns also ein Tandem gemietet und sind in ca. 40 Minuten einmal um den See geradelt. Dabei gibt es neben vielen tollen Grünflächen auch schöne große gepflasterte Plätze mit Springbrunnen, Bänken, usw. Sogar eine lokale Rockband hat ein kleines Konzert gegeben.
Erreichen kann man den Park über Linie 3 (Orange), Station Jeongbalsan.
Mit dem Bus bin ich dann zum May 18th National Cemetery (18. Mai Nationalfriedhof) gefahren, einer Gedenkstätte an das Massaker von Gwangju.
Im Jahre 1980 fanden große Studentendemonstrationen gegen das damalige Regime statt. Am 18. Mai 1980 ist schließlich das Militär in Gwangju eingezogen. Obwohl die Soldaten anfangs ohne scharfe Munition ausgestattet waren, wurden viele Demonstranten mit Schlagstöcken getötet oder verletzt. Dies hatte zur Folge, dass auch die Demonstranten aufgerüstet haben. Öffentliche Gebäude wurden besetzt, Polizeistationen verwüstet, und schließlich das Militär aus der Stadt vertrieben. Doch die brutale Antwort des Militärs gab es neun Tage später: Am 27. Mai 1980 wurde die Stadt von mit Schusswaffen ausgestatteten Soldaten eingenommen. Obwohl niemand damit gerechnet hatte, haben die Soldaten beim Zusammentreffen mit den Demonstranten das Feuer eröffnet. Während des Aufstands wurden insgesamt 154 Personen getötet, 70 gelten als vermisst und weitere 4089 wurden verletzt oder inhaftiert. (Frei nach LP)
Als weitere Sehenswürdigkeit bot sich noch die Gwangju Biennale an, ein internationales Kunstfestival. Da die Busfahrt zum und vom Friedhof leider sehr lange gedauert hat, habe ich jedoch darauf verzichten müssen.
Nach ca. 3,5 Stunden Busfahrt und 30 Minuten U-Bahn bin ich dann um 18.15 wieder im Hostel in Seoul eingetroffen, wo Jimin bereits auf mich gewartet hat.
Eigentlich wollte ich diese Nacht in einer im Reiseführer empfohlenen privaten Unterkunft verbringen. Diese sollte jedoch nicht das beste sein, dafür aber 20000 Won kosten. Also habe ich mein Glück zuerst in einem der vielen Motels versucht. Mit Erfolg! Im Boston Motel konnte ich den Zimmerpreis von 30000 auf 22000 unterhandeln, und wie man auf den Bild erkennen kann, ist das Zimmer wirklich spitze! Hier habe ich sogar einen modernen Rechner mit Internet! :)
In Boseong dreht sich alles um Grünen Tee. Und dafür ist dieser Ort auch Landesweit bekannt.
Mit dem lokalen Bus bin ich vom Boseong Terminal zur Boseong Nokcha Dawon, der Teeplantage eines des größten koreanischen Teeunternehmens (Daehan) gefahren. Diese steht Besuchen offen und das gut gepflegte Gelände kann bei einem schönen Spaziergang erkundet werden.
Natürlich konnte man sich im Shop dann noch mit diversen Tee-Artikeln eindecken. Ich habe etwas Grünen Tee sowie Bonbons aus selbigen erworben.
Im Cafe habe ich dann schließlich noch einen Milchshake mit Grünem Tee getrunken, welchen ich wärmstens weiterempfehlen kann.
Obwohl es am Nachmittag etwas verregnet war, hat sich der Ausflug nach Boseong doch gelohnt. Nun bin ich aber wieder in Gwangju eingetroffen, damit ich diese Stadt gleich morgen Vormittag erkunden kann. Am Nachmittag soll es nämlich wieder zurück nach Seoul gehen, denn schließlich wartet dort jemand auf mich ;-)
Unter Hanok versteht man die typischen historischen Häuser Koreas. In vielen Teilen des Landes sind diese Gebäude verfallen und wurden durch moderne Apartmentblöcke ersetzt. Jeonju ist eine der wenigen Städte, der diese Häuser erhalten geblieben sind und Touristen zugänglich gemacht werden.
Neben dem Hanok Stadtviertel gab es schließlich noch das Pungnammun, das einzige erhaltene Stadttor der früheren Stadtmauer sowie den dort angrenzenden Nambu Markt zu besichtigen.
Auch das an das Hanokviertel angrenzende Traditional Culture Center hatte einige nette Gebäude vorzuweisen. Darunter eine Hochzeitshalle (für traditionelle koreanische Zeremonien) und einen großen Vorplatz für traditionelle Spiele.
Auf dem Weg zurück zum Busterminal habe ich dann noch eine Kleinigkeit gegessen: Im Supermarkt (bzw. Convenience Store)! Ich bin da jedoch kein Einzelfall :) In diesen 24-Stunden Läden gibt es nämlich fast immer auch eine kleine Sitzecke, in der man die dort gekauften Instantnudeln oder Hamburger sofort verzehren kann. Heißes Wasser für die Nudeln bzw. Microwelle für den Hamburger wird kostenlos zur Verfügung gestellt.
Schnell wurde ein Dolmetscher der Touristeninformation auf mich aufmerksam und hat mich über das Festival- und Marktgelände geführt. Er hat mir einiges zu den verschiedenen Produkten erzählt und ich erhielt auch die Möglichkeit, diverse zu probieren. Sehr lecker war beispielsweise ein Milchshake mit Ginseng und Honig. Aber auch Ginsengschokolade sollte man einmal probieren.
Nach einem kleinen zweiten Mittagessen - frittierter Ginseng - habe ich mich dann natürlich auch noch mit ein paar Produkten ausgestattet. Ginsengtee und -tabletten speziell für Mama und dann noch ein wenig Ginsengschokolade und -bonbons.
Am späten Nachmittag habe ich dann meine Reise fortgesetzt und bin inzwischen in Jeonju eingetroffen.
Die vergangene Nacht habe ich in einem vom Reiseführer empfohlenen Motel verbracht. Die Unterkunft war sauber und ich hatte endlich einmal wieder die Möglichkeit, ein warmes Bad zu nehmen. Und für die extra große Spielwiese gab es dann auch noch blaue Beleuchtung... schade das ich dort alleine schlafen musste ;-) haha...
Am heutigen morgen wollte ich dann so gegen 8.00 Uhr aufstehen und mir Daejeon anschauen. Da es aber draußen geregnet hat, habe ich dies ein wenig nach hinten verschoben. Ich habe mir dann nur ein unterirdisches Einkaufszentrum und einen Markt angeschaut. Aus Zeitgründen habe ich schließlich auf die wohl einzige Sehenswürdigkeit dieser Stadt verzichtet, den Expo 93 Park.
Nach dem Mittagessen in einem Restaurant der koreanischen Fastfoodkette Lotteria bin ich dann mit dem Bus weiter nach Geumsan gefahren.
Am Nachmittag bin ich dann von Buyeo mit dem Bus nach Gongju (ca. 1 Std.) gefahren.
Als erstes wollte ich das im Reiseführer angepriesene Korea Folk Drama Museum besuchen. Dieses bietet angeblich
Nun, entweder hat der Taxifahrer mich zum falschen Ort gebracht, oder der Reiseführer hat ein wenig übertrieben. Schon nach der Ankunft kam es mir ein wenig seltsam vor, denn das angebliche Museumsgebäude war ziemlich winzig. Die Tür war zwar geöffnet, doch auch hier war wieder kein Mensch anzutreffen! Somit habe ich nur einen kurzen Blick in das Gebäude riskiert. Tatsächlich waren in dem kleinen Raum einige Musikinstrumente zu sehen, aber keinesfalls besonders historische. Und von Puppen und Masken fehlte jede Spur. Zudem war dieses "Museum" auch irgendwo in der Pampa, und ich brauchte im Anschluss bestimmt 20 Minuten, bis ich ein Taxi zurück in die Zivilisation bekommen konnte. Dieser Abstecher war also ein absoluter Reinfall! Dumm gelaufen...
Im Anschluss habe ich dann die Gongsanseong-Anlage aufgesucht. Auch hier gab es wieder ein paar historische Gebäude zu bewundern. Im wesentlichen nichts neues, und somit habe ich mir auch nicht die Zeit genommen, die gesamte Anlage zu besichtigen.
Als letzte Sehenswürdigkeit für den heutigen Tag habe ich schließlich noch die Grabanlage von Baekje König Muryeong besucht. Die Gräber konnte man zwar nur von außen bewundern, doch in einer Ausstellungshalle waren einige Abschnitte vom Inneren der Gräber nachgebaut.
Um 19.00 Uhr habe ich dann den Bus nach Daejeon (ca. 1,5 Std.) genommen und werde mich hier morgen Vormittag ein wenig umschauen. Nun wird es aber wieder Zeit, eine Unterkunft zu finden...
Im Anschluss habe ich mich dann auf die Suche nach der Jugendherberge begeben. Diese konnte ich zum Glück schnell ausfindig machen, wurde dort aber etwas überrascht: Die Tür war zwar offen, doch es war ziemlich dunkel und der Empfang nicht besetzt! Dabei war es erst 22.30 Uhr! Nachdem ich dann ca. 10 Minuten gegrübelt habe, ob ich es mir auf dem Sofa im Eingangsbereich gemütlich machen oder eine neue Unterkunft suchen sollte, ist dann aber doch noch jemand auf mich aufmerksam geworden. Ich konnte diese Person schließlich auch davon überzeugen, mir ein Zimmer für die Nacht zu geben. Und dieses war wirklich gut. Man erwartet von Jugendherbergen ja im allgemeinen nicht so viel, und schon gar nicht in Korea. Aber diese Unterkunft war wirklich toll: Ich hatte ein Einzelzimmer mit eigenem Bad. Und das für nur 11000 Won (mit DJH-Karte, sonst 16000 Won).
Heute morgen bin ich dann frühzeitig aufgestanden um Buyeo zu erkunden. Buyeo ist die letzte Hauptstadt des Baekje Königreichs und ist dementsprechend ganz dieser Epoche gewidmet.
Als erstes habe ich mir den Gudurae Skulpturenpark angesehen, da dieser direkt gegenüber der Jugendherberge liegt.
Im Anschluss habe ich dann den Busosan Park aufgesucht. Hier kann man die Überreste der Baekje-Festung sowie einige Tempel, Pavillons und Schreine bewundern. Der Besuch des Tempels wurde aber zu einem teuren Spaß: Man konnte dort seinen Namen auf eine Karte schreiben, die dann an der Decke des Tempels aufgehängt wird. Dies soll Glück bringen. Ich bin davon ausgegangen, dass hier eine freiwillige Spende von ca. 1000 Won ansteht, jedoch durfte ich dann 10000 Won abdrücken. Naja, vielleicht bringt es dann ja wenigstens Glück :) Ob eine Reklamation im Unglücksfall möglich ist, wollte ich dann aber doch nicht erfragen...
Im Anschluss habe ich den Jeongnimsa Tempel aufgesucht. Die Anlage machte jedoch einen geschlossenen Eindruck und so habe ich sie nur von der Straße aus betrachtet. Aber hier gleicht sowieso ein Tempel dem anderen, und hat man einen gesehen, so hat man eigentlich auch alle gesehen... von daher nicht so tragisch!
Auf dem Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit, einem Pavillon in einem See sowie dem riesigen Denkmal zu Ehren des Generals Gyebaek gab es dann auch noch eine weitere Statue eben dieses Mannes zu bewundern.
Am Vormittag bin ich also vom Nambu Bus Terminal in Seoul nach Cheongju (1,5 Std) gefahren. Nach meiner Ankunft bin ich vom Busterminal in das Studentenviertel Jungmun gefahren.
Hier gibt es neben den vielen Bars auch eine ganze Reihe preiswerter Restaurants. Gegessen habe ich mal was neues, und zwar eine scharfe Tofu-Suppe, dazu Reis und noch viele weitere kleine Beilagen. Gekostet hat das Essen nur 3000 Won (2,50 Euro), und es war mehr als genug.
Im Anschluss bin ich mit dem lokalen Bus zur Sangdangsanseong Festung gefahren (ca. 3km außerhalb von Cheongju) und habe dort einen Spaziergang (4km) um die Befestigung gemacht. Dort habe ich auch ein älteres koreanisches Ehepaar getroffen. Er ist Pastor und konnte erstaunlich gut Englisch sprechen. Wir haben uns gut unterhalten (Standardgesprächsthema mit älteren Koreanern ist die Wiedervereinigung Deutschlands) und nach dem Rundgang hat er mich mit seinem Auto zurück zum Busterminal in Cheongju gebracht.
Dort bin ich dann gleich in den nächsten Bus nach Buyeo (2 Std) gestiegen. Nun ist es schon dunkel und ich werde gleich im Anschluss versuchen, die im Reiseführer beschriebene Jugendherberge ausfindig zu machen. Morgen früh werde ich dann die Sehenswürdigkeiten vor Ort erkunden.
Gestern Abend waren Tsunehisa (Tessy) aus Japan, sein koreanischer Bekannter Jong-Keun und ich in Sinchon unterwegs. Dort haben wir uns in einer Sojubar niedergelassen. Hier gibt es neben Bier und dem klassischen Soju auch Soju-cocktails. Getrunken haben wir den grünen Maesil-Soju, welcher mich ein wenig an Waldmeister erinnert hat. Jedenfalls war das Zeug unglaublich süß.
Wenn man in Korea in eine Bar geht, wird auch immer eine Kleinigkeit zu essen bestellt. In dieser Sojubar haben wir frittierte Chips (oder so ähnlich, jedenfalls war es ziemlich fettig) gegessen. Vorher waren wir noch in einer anderen Kneipe, dort haben wir sehr scharfe Chickenwings gegessen. Und mit Scharf meine ich, dass die Zunge noch nach zwei Stunden brennt ;)
Heute Abend und morgen bin ich wieder mit Jimin verabredet, aber am Sonntag werde ich den zweiten Versuch einer kleinen Reise in Richtung Ostküste starten. Dann wird es hoffentlich auch wieder spannendes zu berichten geben.
Im Anschluss habe ich dann das Kriegsmuseum besucht. Hier gibt es Austellungen sowohl über die Kriege zur Zeit der drei Königreiche Koreas sowie natürlich auch über den Koreakrieg in den 50er Jahren. Das Museum ist ziemlich gross, und leider reichten die 1,5 Stunden bis zur Schliessung nicht ganz aus, um alle Ausstellungsstücke in Ruhe zu betrachten. Hier könnte mal eigentlich schon fast einen halben Tag verbringen.
Nach dem Mittagessen bin ich mit der U-Bahn in das Viertel Donamdong gefahren. Es ist ein grosses Jugendviertel mit vielen Bekleidungsgeschaeften, Boutiquen und Restaurants. Im Prinzip also nichts besonderes, aber trotzdem einen Spaziergang wert.
Nach meiner Rückkehr habe ich mich noch spontan mit Jimin auf einen Kaffee im Starbucks getroffen und konnte so wenigstens den Abend dieses ansonsten recht bescheidenen Tages retten.
Und hier noch ein Foto von gestern Abend im Hostel:
Eigentlich hatte ich für diese Woche eine schöne Rundreise durch das nordöstliche Korea geplant. Somit bin ich heute morgen auch mit dem Bus nach Chuncheon gefahren, wo meine Route beginnen sollte. Von hier aus wollte ich mit Bus und Boot weiter nach Sokcho an die Ostküste, um von dort aus morgen im Park zu wandern.
Doch seit gestern Abend regnet es, und trotz meiner Hoffnung soll es auch die nächsten Tage weiterhin feucht bleiben. Ich bin jetzt ein wenig nass und habe die Schnautze voll. Mit dem nächsten Bus gehts gleich zurück nach Seoul... in der Hoffnung auf besseres Wetter in den nächsten Tagen...
Gestern waren Jimin und ich in dem Keramikdorf Icheon, ca. 1 Std. von Seoul mit dem Bus. Nun, dort gab es, wie der Name schon sagt, viel Keramik zu bewundern. Leider sind die verschiedenen Sehenswürdigkeiten sehr verteilt, so dass wir uns nur eine Marktstrasse mit diversen Keramikgeschäften angeschaut haben. Nicht so spannend, aber so gut wie alle anderen Sehenswürdigkeiten hier in der näheren Umgebung habe ich bereits gesehen....
Am Abend habe ich mich dann wieder mit Jimin getroffen und wir haben etwas Zeit am See vor dem Lotte World Park verbracht. Der Blick auf die Gebäude von Lotte World war auch von aussen ganz nett.
Die Speicherkarte meiner Kamera war nun zwar wieder leer, die Batterien leider auch. Und in Suwon konnte ich leider keine Lithium Batterien finden. Daher gibt es keine Fotos :(
Wie versprochen habe ich jetzt auch die Fotos der vergangenen Tage eingestellt...
Nun sitze ich im Jeju Flughafen und es sind noch knapp 40 Minuten bis zum Rückflug nach Seoul. Für heute Abend ist leider noch nichts weiter geplant, denn Jimin hat irgendein Treffen mit Kommilitonen und Professor... ja, hier wird Freizeit und Studium schön verbunden :( Ich werde wohl ins PC Bang gehen um meine Kamera zu entleeren und Euch neue Fotos präsentieren. Die Speicherkarte ist seit gestern voll, es wird also höchste Zeit.
Auf dem Weg dorthin gab es noch die Mysterious Road zu bewundern. Angeblich wird der Betrachter hier durch eine optische Täuschung in die Irre geführt: Obwohl die Straße abfällt, scheint es als wenn eine Steigung vorliegt. Ich selbst konnte dies aber irgendwie nicht so ganz nachvollziehen....
Um 9 Uhr bin ich dann am Anfang des Gwaneumsa-Wanderweges angekommen. Dieser ist knapp 9 km lang und führt auf einen über 1800m hohen Aussichtspunkt auf dem Mt. Halla. Eine Richtung hat ca. 3,5 Stunden in Anspruch genommen. Es war wirklich anstrengend... hätte ich das vorher gewusst... :) :) Dafür war die Aussicht natürlich super und auch sonst eben mal ein ganz anderes Erlebnis als bisher.
Zum Abschluss habe ich mir dann noch den Jungmun Strand angeschaut, welcher im besseren Resortgebiet der Insel liegt. Dort befinden sich auch die grossen Hotels. Da es heute jedoch wieder einmal bewölkt war, habe ich von einem längeren Aufenthalt abgesehen.
Mit dem Bus bin ich dann vor knapp 2 Stunden wieder nach Jeju-si gefahren. Als erstes habe ich am Flughafen meinen Rückflug nach Seoul umgebucht. Allerdings habe ich ihn nur um drei Stunden nach hinten verschoben. Denn am Freitag soll es wieder sonnig werden, und so kann ich noch etwas mehr Zeit an einem der vielen Strände verbringen.
Bevor ich hier das Internetcafe aufgesucht habe, bin ich in ein Minbak hier in Jejusi eingekehrt. Warum der Reiseführer diese heruntergekommene Bruchbude empfohlen hat weiss ich nicht. Aber alles andere kostet eben doppelt so viel. Und ein oder zwei Nächte wird es schon gehen... Morgen werde ich eh den ganzen Tag wandern.
Obwohl ich nun schon fast mehr als genug Tempel in Seoul bewundern konnte, habe ich mir auch hier in der Region einen der Tempel angeschaut, den Yakcheonsa Tempel. Und die Besichtigung hat sich gelohnt! Der Tempel ist wunderschön, sowohl außen und innen. Auch ist es der größte buddhistische Tempel Asiens. Im Erdgeschoss gibt es einen großen Altar mit riesigen Buddha Statuen. Im Obergeschoss konnte man dann noch tausende kleine Buddhas bewundern.
Ich war bei zwei der drei Wasserfällen in diesem Gebiet, Cheonjiyeon und Jeongbang. Letzterer mündet direkt ins Meer und ist angeblich der Einzige dieser Art in Asien.
Nach dem Frühstück wollen wir mit der Fähre auf die kleine Insel Udo aufbrechen. Da die Wolken von gestern so gut wie verschwunden sind, werden wir dort hoffentlich einen schönen Strand vorfinden und etwas entspannen.
Der Ausflug auf Udo hat sich gelohnt. Den ganzen Tag lang hat die Sonne geschienen. Mit einem Bus-Tagesticket konnten wir die kleine Insel erkunden und haben uns für mehrere Stunden an zwei verschiedenen Stränden niedergelassen.
Am Abend haben Estelle und ich uns entschlossen, eine weitere Nacht in dem Minbak (=privates Zimmer) zu verbringen. John wollte eigentlich nach Seoul zurückfliegen. Überrascht ist er dann aber in der Nacht wieder zu uns gestoßen, da er den letzten Flug verpasst hat (Die Dame am Telefon hat ihm die falsche Zeit genannt...). Wir haben den Tag dann mit einem Bierchen vor dem Fernseher (Es lief der französische Film A la folie (He loves me, he loves me not) abgeschlossen. Filme werden hier übrigens nicht nachsychronisiert, sondern nur untertitelt. So konnte sogar ich ein wenig verstehen :)
Pünktlich um 4.30 hat der Wecker geklingelt, und um 5.00 Uhr waren wir bereits dabei den Sunshine Peak zu erklimmen. Allerdings haben nur John und ich uns auf den Weg gemacht. Estelle war nicht aus dem Bett zu kriegen :)
Der Aufstieg hat weniger Zeit in Anspruch genommen als angenommen. Bereits um 5.30 Uhr waren wir die ersten auf dem Berg. Doch die koreanischen Touristen ließen nicht lange auf sich warten :) Doch so schnell sie dort oben waren, sind sie nach Sonnenaufgang und den obligatorischen Fotos auch wieder verschwunden. Unverständlich, denn es war wirklich ein schöner Ausblick. Wir haben wohl den perfekten Tag erwischt: Vollmond bei klarem Himmel bescherte selbst vor Sonnenaufgang eine tolle Sicht auf Seongsanri und das Meer.
Inzwischen bin ich in Seongsanri angekommen. Mit im Bus waren John, ein Amerikaner und Estelle, eine Kanadierin. Wir sind zusammen essen gegangen und haben uns eben gerade gemeinsam ein nettes Zimmer gemietet. Inklusive Internet :) Somit wird die erste Übernachtung hier also doch nicht ganz so teuer. Für das Zimmer zahlen wir insgesamt nur 40000 Won. Zum Vergleich: Als Einzelperson zahlt man hier in der Region auch zwischen 20000 und 30000.
Morgen früh werden wir dann wohl gemeinsam so gegen 5.00 Uhr den bereits erwähnten Sunshine Peak erklimmen.
Auch kenne ich nun den Grund für die Bewölkung hier: In Japan wütet gerade ein wirklich extremer Typhoon, der Jeju nur knapp verfehlt hat. Dies sieht man auch auf den Fotos:
Pünktlich um 11.40 Uhr bin ich mit Korean Air vom Gimpo Airport in Seoul in Richtung Jejudo gestartet. Da ich auf dieser Insel nur bis Freitag bleiben werde, habe ich das meiste Gepäck im Hostel in Seoul zurückgelassen und nur das nötigste Handgepäck dabei. Somit lässt es sich doch wirklich angenehm reisen!
Der Flug hat eine Stunde gedauert, und vom Flughafen auf Jejudo bin ich mit dem Bus in die Stadt Jeju-si gefahren. Als erstes bin ich in Sinjeju ausgestiegen, dem neueren Stadtteil. Das war allerdings keine so gute Idee, denn dort gab es nichts weiter als ein paar Geschäfte und Shopping Malls.
Nach dieser Feststellung und einigen Kommunikationsproblemen mit den Busfahrern bin ich dann aber schließlich doch noch im älteren Stadtteil, Gujeju, angekommen. Hier habe ich mir einen Markt angeschaut und bin durch die doch recht ansprechende Fußgängerzone geschlendert. Auch ein Spaziergang an einer, wenn auch kurzen, Flusspromenade (Sanjicheon) sowie dem Meerufer war ganz schön.
Eigentlich hätte ich mich gerne direkt nach der Ankunft für ein paar Stunden an den Strand gelegt, doch leider wurde ich hier von schönen grauen Wolken begrüßt. Noch ist es zwar warm und trocken, aber es gibt bestimmt noch Regen. Hoffentlich wird es die nächsten Tage besser....
Heute Abend werde ich mit dem Bus in den Ort Seongsan-ri an der Ostküste fahren. Die Fahrt soll laut Reiseführer 1,5 Std. dauern (Jeju-si ist in der Mitte der Nordküste). Dort möchte ich morgen früh vor Sonnenaufgang auf den Ilchulbong, auch Sunrise Peak genannt, wandern. Vorausgesetzt ich komme rechtzeitig aus dem Bett :)
Nach der Rückkehr von der DMZ habe ich mich mit Jimin zum Nachtpicknick getroffen. Wir haben es uns auf der Grünfläche vor der Seoul City Hall gemütlich gemacht. Überrascht wurden wir von einer Band, die Lieder von den Beatles gecovert hat. Insgesamt also ein gelungener Abend, auch als Abschied. Zumindest für knapp eine Woche... :) Denn Morgen fliege ich für ein paar Tage nach Jejudo. Das Wochenende werde ich dann aber wohl wieder "zu Hause" in Seoul verbringen.
Vom Dora Observatory hat man einen schonen Blick auf das unbewohnte Propagandadorf des Nordens und auch die dort gehisste riesige nordkoreanische Fahne.
Die Besichtigung des 3. Tunnels. Nordkorea hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Tunnel unter der DMZ gegraben. Der Tunnel befindet sich 73 Meter unter der Erde und endet nur 44 km von Seoul entfernt.
Die Dorasan Station (Bahnhof) wurde von Südkorea gebaut, um nach einer Wiedervereinigung den Personenzugverkehr mit dem Norden wieder aufnehmen zu können. Momentan dient dieses Bahnhofsgebäude jedoch nur als Touristenattraktion.
In die Grenzstadt Panmunjeom, welche direkt an der Demarkationslinie am 38. Breitengrad liegt, konnten wir leider nicht. Dafür hätten wir eine andere Tour buchen müssen. Da für diesen Ort jedoch ein sehr strikter Dresscode besteht (keine Jeans, usw.) kam ein Ausflug dorthin für die meisten von uns sowieso nicht in Frage.
Insgesamt war der Ausflug ganz nett, aber auch nicht ganz billig. Mit 46000 Won waren wir dabei, Touristenpreise eben. Leider durfte man in der DMZ nur an sehr wenigen Orten fotografieren. Die Fahrt mit dem Bus durch die leeren Straßen, teilweise mit Blockaden, Checkpunkten und natürlich sehr viel Stacheldraht und Hinweisschilder auf die Minenfelder war aber dennoch ein einmaliges Erlebnis.
Nun bin ich wieder im Hostel und werde wohl noch mit einigen Leuten hier zusammen etwas trinken.
Heute war ich zusammen mit Jimin im Seoul Grand Park. Dieser befindet sich etwas außerhalb (ca. 1 Std.) der Stadt und bietet verschiedene Attraktionen. Wir haben den Tag im Zoo verbracht. Der ist zwar nicht besonders groß und hat auch keine ausgefallenen Tiere zu bieten, aber ansonsten war ich nun ja auch schon fast überall in dieser Stadt :)
In Südkorea besteht Wehrpflicht, wohl auch aufgrund der angespannten Beziehung zu Nordkorea. Die Dienstzeit beträgt drei Jahre und dürfte kein Zuckerschlecken sein. Überall in Seoul trifft man daher auch auf uniformierte Soldaten, wie hier an der Wangsimni U-Bahn Station.
Das Lieblingsspielzeug der Koreaner ist das Mobiltelefon. Jeder hat eins, und jeder benutzt es. Ob in der U-Bahn oder im Restaurant, überall piept und summt es, überall wird auf der kleinen Tastatur im Megatempo gehämmert. Und ob Mann oder Frau: jedes Handy wird verziert und es baumelt irgendein Kitsch an den kleinen Geräten. Auch Jimin ist Weltmeister im SMS schreiben. Ich schätze mal, dass sie so um die 20 Stück pro Tag versendet. Dabei kann sie natürlich blind auf der kleinen Tastatur tippen und hat die Nachricht bereits so schnell verschickt, dass man es kaum glauben kann :)
Eben war ich im großen Elektronikmarkt in Yongsan. Der Markt ist wirklich riesig, und bietet Unmengen an Computern, Notebooks, MP3-Playern und Mobiltelefonen. Vermisst habe ich jedoch Haushaltsgeräte und andere Kleinelektronik. Vielleicht war ich aber auch nur zu blind.
Daher sind wir spontan mit der U-Bahn auf die Insel Yeouido gefahren. Diese Insel befindet sich im Hangang, dem Han Fluss, welcher Seoul in Nord und Süd teilt. Dort kann man am Flussufer sitzen und den Tag genießen. Dementsprechend viel war auch los. Insbesondere junge Menschen haben es sich dort bei einem Bierchen gemütlich gemacht.
Nach Anbruch der Dunkelheit haben wir dann von Yeouido aus eine einstündige Bootsfahrt auf dem Han Fluss unternommen. Das war ein tolles Erlebnis, zumal die Lichter von Seoul einen schönen Blick bieten. Und bei der ganzen Romantik durften koreanische Lovesongs während der gesamten Fahrt natürlich auch nicht fehlen....;-)
Nach der Besichtigung sind wir nach Ahyeon gefahren. Diese Shopping-Strasse ist insofern etwas besonderes, als dass es hier unzählige Geschäfte für Hochzeitskleider gibt. Da haben wir doch gleich mal was passendes ausgesucht... haha. Kleiner Scherz! ;-) Die Auswahl war aber wirklich riesig! Eigentlich wollten wir im Anschluss noch etwas singen, doch um 17.00 Uhr waren die dortigen Noraebang noch alle geschlossen.
Am 10.8. bin ich das erste Mal zur Gyeongbokgung Palastanlage gefahren. Dort angekommen musste ich leider feststellen, dass diese ausgerechnet Dienstags geschlossen ist. Also durfte ich nur die Eingangstore bewundern.
Anschließend bin ich eine Station weiter nach Insa-Dong. Dort bin ich ziellos durch die Gegend gewandert und habe schließlich auch ein einigermaßen gutaussehendes Restaurant gefunden.
Nun fragt ihr euch sicher, wie ich denn bestellt habe? Nun, glücklicherweise waren im Schaufenster Fotos von den Gerichten, und dazu der koreanische Name. Ich habe also die Zeichen abgeschrieben und dem Kellner unter die Nase gehalten. Hat alles gut geklappt! Das Essen war wirklich super gut!! Und hat nur 5000 Won (also so 4 Euro) gekostet. Dazu gab es Wasser kostenlos. (Mehrmaliges Auffüllen war auch nötig, denn erstens war es draußen ja immer noch mehr als heiß, zum anderen war das Fleisch gut gewürzt...)
Heute hat es aber endlich geklappt. Gegen Mittag habe ich mich mit Jimin am Gyeongbokgung Palast getroffen. Heute konnten wir die Palastanlage aber endlich betreten und ich wurde sehr positiv überrascht! Ich hätte nicht erwartet, dass die Anlage so groß und gut gepflegt ist. Ohne Bedenken kann man diesen Ort wohl als DIE Sehenswürdigkeit von Seoul bezeichnen.
Für heute gibt es nicht so viel zu berichten. Um 12.00 Uhr habe ich mich mit Jimin zum Picknick im Olympia Park getroffen. Dort haben wir auch den ganzen Tag verbracht. Es war angenehm ruhig und auch das Wetter hat mitgespielt. Der Park ist jedoch riesig und meine Füße danken mir nun eine Ruhezeit im Hostel :)
Dort gab es einige historische Gebäude, Tempel und Schreine zu bewundern. Jedoch ist dieses Gebiet keine typische Touristenattraktion. Menschen leben hier bzw. suchen diesen Ort für Gebete und Meditation auf. Daher konnte ich verständlicherweise auch nicht sehr viele Fotos machen. Da dies alles auf bzw. an einem Berg (mit einem recht steilen Anstieg) angesiedelt ist, hatte ich auch noch einen netten Blick auf den Seoul Tower.
Im Anschluss bin ich nach Yongsan gefahren und wollte mir den dortigen Markt für Elektronikartikel anschauen. Laut Reiseführer ist dies der größte Markt seiner Art in Asien. Doch leider war er schon geschlossen. Naja, vielleicht dann nächste Woche nochmal...
Gangchon ist ein recht beliebtes Ausflugsziel bei Studenten. Nach dem Mittagessen haben wir uns Fahrräder gemietet und sind zu einem nahegelegenen Wasserfall gefahren. Auch wenn ich nun nicht gerade ein Radsportprofi bin, fielen mir zu Jimins Geschick nicht mehr viele Worte ein... Sie hat scheinbar seit 10 Jahren kein Fahrrad mehr benutzt, und brauchte daher erst einige Anläufe um von der Stelle zu kommen :) Nachdem ich ihr dann noch erklärt habe, wozu eine Gangschaltung gut ist, konnten wir uns auch in einem einigermaßen akzeptablen Tempo fortbewegen.
Am Abend haben wir uns vor der Rückkehr nach Seoul noch einen Film im DVDBang angeschaut.
Gestern bin ich zum Mittagessen zum Worldcup Stadion gefahren und habe mir dieses - wenn auch nur von außen - angeschaut. Da ich auf die schnelle kein ansprechendes koreanisches Restaurant finden konnte, gab es zum ersten Mal seit meiner Ankunft hier amerikanisches Fastfood (KFC) :)
Um 15.00 Uhr war ich dann mit Takeshi verabredet, einem Japaner, den ich hier im Hostel kennengelernt habe. Zusammen mit seinem koreanischen Bekannten sind wir in eine traditionelle koreanische Sauna gefahren. Nun, im Prinzip unterscheidet diese sich nicht viel von den Saunen bei uns zu Lande. Man liegt jedoch auf Matten auf dem Fußboden. Der größte Unterschied ist jedoch, dass man in der Sauna sowohl eine kurze Hose als auch ein T-Shirt trägt. Dafür sind dann aber auch beide Geschlechter vertreten. Nach der Sauna nimmt man ein Bad. Die Bäder sind nun aber getrennt und es wird nackt gebadet.
Im Anschluss sind wir in das Viertel der Hongik Universität gefahren. Hier haben wir weitere Koreaner getroffen und wir waren gemeinsam Essen. Das war schon eine spannende Sache, mit so vielen Personen hier gemeinsam zu speisen. Es gab Schweinefleisch, welches wir selbst am Tisch gebraten haben. Dieses wurde nun zusammen mit verschiedenem Gemüse und einer scharfen Soße in einem Salatblatt eingewickelt und dann verspeist. Sehr lecker!
Am Anschluss sind wir dann noch in einige Bars gefahren und haben Soju und Bier getrunken. Eigentlich wollten Takeshi und ich noch in einen Club, aber gegen 23.00 Uhr waren wir bereits so müde, dass wir die Koreaner verlassen haben und ins Hostel zurückgekehrt sind.
Von diesem Tag gibt es leider keine weiteren Fotos, da ich meine Kamera am Abend nicht dabei hatte. Schade!
Gestern Abend habe ich zusammen mit zwei Japanern hier im Hostel ein wenig Soju getrunken. Unglaublich, wie billig dieser doch recht hochprozentige Alkohol ist. Für eine ca. 0,33 Liter Flasche bezahlt man nur 1 Euro. Das wär doch was für Dich, Sebastian??? ;-)
Das Essen war sehr gut (wir haben einmal Reis mit Seafood und Reis mit Hühnchen bestellt), jedoch für koreanische Verhältnisse etwas teuer. Wobei 7 Euro p.P. natürlich immer noch günstig sind. Dazu muss ich auch noch sagen, dass es hier generell überall kostenlos Wasser zum Essen dazu gibt, man also in der Regel nicht wie in Deutschland noch zusätzliche Getränke bestellt.
Nach dem Essen haben wir uns zuerst einige Geschäfte in Insadong angeschaut. Mama würde es hier lieben, denn in diesem Stadtteil gibt es sehr viele Kunstgalerien, Antiquitätengeschäfte und kunsthandwerklichen Schnickschnack. Ich habe hier erstmal ein paar Postkarten gekauft (Ich dachte schon, sowas gibt es in Korea nicht!).
Um 5 Uhr musste Jimin dann leider nach Hause, da um 6 Uhr ihr Englischunterricht beginnt.
Ich habe eben gerade noch Heejung angerufen, und wir werden uns gleich zum Abendessen treffen. Beim letzten Treffen konnten wir uns aufgrund der Lautstärke in dem Lokal leider nicht so viel unterhalten, ich denke mal das werden wir dann heute nachholen.
Ok, was ist ein DVDBang? Das ist ein kleiner Raum, der im Prinzip aus zwei Dingen besteht: einem Projektor mit Leinwand und einem riesigen Sofa (der Begriff Spielwiese wäre wohl passender...). Dort kann man dann in aller Ruhe und ungestört einen Film anschauen. Wir haben uns für eine koreanische Komödie entschieden. Und keine Angst, wir waren anständig ^^;;
Seit gestern Nachmittag regnet es hier. Trotzdem sind wir am Abend noch nach Namsan gefahren und dort mit der Seilbahn hoch zum Seoul Tower.
Die Aussicht war dem Wetter entsprechend nicht besonders gut, aber was solls. Es war schon ein kleines Abenteuer, im Anschluss noch ein Taxi zu bekommen. Aber irgendwann hat es dann doch geklappt und wir sind wieder ins Zentrum gefahren.
Soeben bin ich aus Incheon zurück gekommen. Incheon ist eine wichtige Hafenstadt und ebenso wie Suwon noch an das Seouler U-Bahnnetz angeschlossen. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden. Nun, wirklich toll war es dort nicht. Es gibt dort einen ganz netten Park und eine Chinatown, wo ich heute Mittag auch etwas gegessen habe.
Eigentlich wollte ich heute Abend nach Namsan, dort soll man eine gute Sicht auf Seoul haben. Da es aber wohl noch Regen geben wird, fällt diese Idee ins Wasser. Naja, mal abwarten was Jimin so sagt...
Heute habe ich einen Ausflug in die Stadt Suwon (1 Mio Einwohner) gemacht. Diese ist noch mit der U-Bahn (ca. 1 Std.) von Seoul aus zu erreichen.
Ich habe die Stadtmauer einmal komplett umlaufen. Dies hat ca. 2 Std. gedauert und war teilweise ganz schön hügelig. Aber es hat sich doch gelohnt.
Jetzt werde ich mir erstmal irgendwo etwas zu essen suchen und anschließend wieder nach Seoul zurück fahren.
Als Bonus noch der Grund, warum man Lebensmittel vor dem Verzehr waschen sollte ;-)
Gestern Vormittag bin ich nach Kangnam gefahren und habe mir die COEX Mall angeschaut, ein riesiges Einkaufszentrum. Dort soll auch irgendwo ein schöner Tempel sein, doch leider ist mir das Mittagessen nicht so ganz bekommen und ich bin recht schnell wieder ins Hostel gefahren.
Nach einer kurzen Ruhezeit ging es mir aber zum Glück wieder besser.
Gestern war ich bei Jimin zu Hause zum Mittagessen eingeladen. Ihre Mutter hat für uns gekocht. Es gab eine recht große Auswahl: drei verschiedene Arten von Kimchi, Nudeln mit Gemüse, gebratenes Fleisch, Reis und Suppe. Es war wirklich lecker. Jimins Mutter war sehr freundlich zu mir und wir haben uns sehr gut verstanden, auch wenn sie kaum Englisch spricht. Aber mit einem Lächeln kommt man eben überall weiter :) Und mein koreanisch Vokabular wächst auch mit jedem Tag. Die Wohnung ist auch schön eingerichtet und recht geräumig.
Nach dem Essen hat Jimin für mich zwei Stücke am Piano gespielt. Sie ist zwar ein wenig aus der Übung, aber es klang doch ziemlich gut (Kanon von Johann Pachelbel) :)
Am Abend haben wir uns dann mit Heejung und Boram in Kangnam getroffen. Wir sind dort in eine Kneipe gegangen und haben einen Cocktail getrunken. Leider mussten die beiden schon sehr früh wieder nach Hause.
Jimin und ich haben uns anschließend einen Noraebang - einen Karaoke-Raum - für eine Stunde gemietet. Das ist ein kleiner Raum mit Tisch und Bänken, für ca. 2-6 Personen. An einem Computersystem kann man dann aus bestimmt mehr als 10.000 Songs auswählen. Es gab auch sehr viele englische Songs, also blieb auch ich vom singen nicht verschont :) Es hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich vielleicht nicht immer die richtige Tonlage getroffen habe :) Ich hoffe das wiederholen wir in den nächsten Tagen noch einmal.
Hier noch ein Foto, das ich gestern Nacht nach meiner Rückkehr ins Hostel aufgenommen habe:
Für heute habe ich noch keine konkrete Planung. Ich werde wohl die Stadt noch etwas weiter auf eigene Faust erkunden. Mal schauen was der Tag noch so bringt. Nachdem es in der vergangenen Nacht geregnet hat, ist die Luft hier nun auch wieder etwas abgekühlt.
Dort angekommen haben wir als erstes einmal etwas gegessen. Und zwar Nudelsuppe mit reichlich Muscheln. Das war total lecker und hat auch nur 5000 Won gekostet!
Anschließend haben wir uns einen Sonnenschirm gemietet (1000 Won für den ganzen Tag!!) und das schöne Wetter genossen. Naja, einen Sonnenbrand hab ich leider trotzdem davon getragen. Der Strand wird zwar den deutschen Ansprüchen nicht ganz gerecht (in Punkto Sauberkeit), aber es war unglaublich viel los.
Zum Abschluss sind wir nochmals essen gegangen, diesmal gab es Reis, andere Meeresfrüchte, usw. (für mich unidentifizierbar, aber lecker). Wir waren dort den ganzen Tag, ich bin eben gerade erst wieder im Hostel angekommen. Es hat sich also gelohnt. Jimins Freundin Taeeun ist auch eine wirklich freundliche Person. Wir wollen demnächst wohl nochmal zusammen etwas unternehmen.
Morgen bin ich aber erstmal bei Jimin zu Hause, und ihre Mutter will wohl auch etwas für uns kochen. Da bin ich ja mal gespannt. Am Abend treffen wir uns dann mit Heejung und Boram. Einen konkreten Plan haben wir jedoch noch nicht gemacht. Eventuell ins Noraebang (Karaoke), DVDbang (Video gucken) oder einfach nur irgendwo Soju trinken!
Am frühen Abend war ich noch kurz in Itaewon. Dort gibt es viele Kneipen und Clubs, und daher auch relativ viele Amerikaner. Auf die hatte ich ehrlich gesagt nicht allzu viel Lust, daher bin ich auch nur einmal kurz die Straße abgegangen und dann wieder Richtung Dongdaemun Markt. Dort wollte ich was essen.
Im Restaurant habe ich vier junge Koreaner getroffen. Sie konnten zwar so gut wie kein Englisch, aber sie haben mich zum Essen eingeladen und wir haben ein Bierchen getrunken. War also ganz witzig, auch ohne sinnvolle Unterhaltung.
Jetzt gehe ich gleich ins Bett, denn morgen Vormittag wollen Jimin, eventuell ihre Freundin Tae-eun und ich gemeinsam zu einem Strand ans Wasser...
Wichtige Ergänzung vom 8.6.2009: Das Hostel wurde inzwischen komplett renoviert und auch die Konditionen haben sich geändert. Weitere Infos im Beitrag: Das neue Travelers A Hostel in Seoul: Renoviert, aber jetzt ohne Dormitory!
Hier noch ein paar Fotos von dem Hostel in dem ich momentan übernachte:
Nachtrag: Weitere Info in diesem Artikel zum Traveler's A. Ich habe dort fast 5 Wochen lang gewohnt und die Unterkunft ist absolut in Ordnung! Die Angestellten sind freundlich, es gibt kostenlosen Kaffee und Internetzugang (wenn auch nicht gerade mit den neusten PCs), es wird regelmäßig geputzt. Minus: Die Küche ist etwas heruntergekommen.
Wegbeschreibung: U-Bahnstation Euljiro 4-ga, Exit 6. 10 Meter geradeaus, dann gleich links in die erste Seitenstrasse einbiegen. Nach ca. 300 Metern seht ihr das Hostel auf der linken Strassenseite.
Für alle daheimgebliebenen Singles ;-)
Auf dem Plakat im Hintergrund konnte man sich verewigen und dann wurde ein Foto vor diesem Hintergrund gemacht. Dieses hat man dann gleich als Digitalausdruck mitbekommen.
Um 15.00 Uhr bin ich zur U-Bahnstation Jansil gefahren gefahren. Das hat ca. 45 Minuten gedauert. Dort war ich mit Jimin verabredet. Wir sind dort zusammen in den Lotte World Park gegangen.
Dieser hat sowohl einen riesigen Indoor- und einen Outdoor Bereich mit Karussells, usw. Sehr überrascht war ich, dass ich diesen Park schon aus einigen koreanischen Filmen kannte ;-) Jedenfalls war es echt super! Aber die Schlangen waren teilweise sehr lang. Am Schloss,welches sich im Eingangsbereich befindet, klebt übrigens der Bundesadler als Wappen! Und beim tollen Karussell hängen unsere Schwarz-Rot-Goldenen Farben :) Da fühlt man sich ja schon fast wieder heimisch :))) Jedenfalls waren wir dort bis 22.00 Uhr. Um 21.30 gab noch eine tolle Lasershow. Wir wären gerne länger geblieben, aber Jimin muss sich immer um 23.00 Uhr zu Hause zurückmelden...
Die Rückkehr ins Hostel hat Dank dem wirklich guten U-Bahn-System gut geklappt. Ohne diese U-Bahn wäre ich hier wohl auch total aufgeschmissen :)
Ich bin pünktlich um 11.10 angekommen. Der Flug war ok, von der Stewardess Stefanie gab es sogar noch eine Flasche Sekt als Geschenk mit auf dem Weg. Nochmals vielen Dank an dieser Stelle!
Kurz nachdem ich das Gepäck abgeholt habe, hat mich auch schon Jimin gesichtet. Sie ist also tatsächlich erschienen und wir haben bis 16.00 Uhr die Gegend erkundet.
Zuerst haben wir mein Gepäck in dem Hostel abgegeben, und danach waren wir essen - natürlich koreanisch. War gar nicht so scharf wie angenommen. Und guuut!
Über meine Geschenke hat Jimin sich sehr gefreut. Von ihr bekomme ich wohl auch noch etwas, wenn ich das richtig verstanden habe. Sie hat mir aber auch schon einen kleinen Regenschirm, einen Mini-Ventilator für Unterwegs und ihre Straßenbahnkarte mit Startguthaben geschenkt. Später musste sie leider zur English-Schule. Aber morgen Nachmittag wollen wir zusammen in den Vergnügungspark Lotte World gehen (etwa vergleichbar mit Heide Park denke ich mal).
Nachdem sie dann also nach Hause gefahren ist, habe ich noch etwas den Dongdaemun Markt erkundet und danach in das Hostel zurückgekehrt. Dort musst ich erstmal duschen. Heute war wohl der heißeste Tag hier, laut Jimin. Das hat man gespürt, bzw. geschwitzt.
Die weiteren Erfahrungen des heutigen Tages mal kurz zusammengefasst:
Bis später!
Morgen Nachmittag geht es auf die grosse Reise nach Korea! Und der gute Aldi-Rucksack ist bereits gepackt. Schon in Kanada hat er sich als zuverlässig erwiesen.
Ich habe mich nun doch sehr stark an die von mir bereits veröffentlichte Packliste gehalten.
Rausgeflogen sind die beiden Pullover, dafür habe ich aber ein zusätzliches Paar Schuhe eingepackt. Auch werde ich keine Lebensmittel mitnehmen (nur kleine Süßigkeiten zum verschenken) und auf den analogen Fotoapparat verzichten. Meine koreanische Freundin hat mir empfohlen, anstelle von Regenjacke und -hose lieber vor Ort einen kleinen Regenschirm zu erwerben. Daher bleiben auch diese zu Hause.
Analoge Fotos sind zwar meist noch etwas schöner als die digitalen Bilder, aber ich habe weder Lust zwei Apparate mit mir zu schleppen noch will ich alles doppelt knipsen. Ich hoffe ich bereue die Entscheidung für digital später nicht. Besucher meines Blogs dürfen sich daher natürlich auf (hoffentlich) regelmässige Foto-Updates freuen. Internetcafes mit Breitbandanschluß, sogenannte PC Bang (PC방), gibt es in Korea praktischerweise an jeder Ecke :)
Das komplette Gepäck bringt übrigens 13 KG auf die Waage. Davon sind allerdings fast 4 KG Geschenke für meine Freunde aus Seoul. Diese Last werde ich also schnell wieder los :)
Wichtige Ergänzung vom 8.6.2009: Das Hostel wurde inzwischen komplett renoviert und auch die Konditionen haben sich geändert. Weitere Infos im Beitrag: Das neue Travelers A Hostel in Seoul: Renoviert, aber jetzt ohne Dormitory!
Ich habe mich in den vergangenen Tagen mit der Frage beschäftigt, in welchem Hostel in Seoul ich als erstes einkehren möchte.
Nach Internet-Recherche und Studium des Lonely Planets bin ich zu dem Entschluss gekommen, zuerst das Traveler´s A aufzusuchen. Dessen Website klingt auch recht vielversprechend:
Die Beschreibung im Loney Planet lässt den Schuppen zwar in einem etwas anderen Licht erscheinen,
dennoch spricht die Lage direkt am Dongdaemun Markt und der unschlagbar günstige Preis (12000 Won abzüglich Studentenrabatt, also unter 10 Euro) unbedingt dafür!
Aus Vorsicht habe ich aber erstmal nur für 3 Tage reserviert...
Doch in der Realität sieht es leider etwas anders aus - zumindest wenn man in Deutschland wechseln möchte. So konnte mir die Sparkasse nur einen sehr schlechten Kurs (1000 Won für 1 Euro) anbieten. Man hat mir jedoch versichert, dass der Kurs bei Geldwechsel in Korea besser sein wird. Ein kleiner Trost also.
Ich werde mir jetzt nur ein paar US Dollar besorgen, und diese dann direkt nach der Ankunft in Incheon am Flughafen umtauschen. Das wird hoffentlich günstiger und sollte für die ersten paar Tage ausreichen... bis ich eine Citibank ausfindig gemacht habe :)
Einen kurzen Artikel zum koreanischen Won gibt es bei PRKorea/Inews (Englisch).
Für mich als Liebhaber asiatischer Filme eigentlich ein Muß. Doch leider ist mein Rückflug bereits am 10. Oktober. Vielleicht im nächsten Jahr....
Weitere Informationen: www.piff.org
Webseiten zum Thema asiatischer Film:
AsianFilmWeb.de
Die wohl größte deutsche Seite zu diesem Thema, mit vielen Filmvorstellungen und Diskussionsforen.
Eine englische Seite mit vielen Informationen rund um das koreanische Kino.
Südkorea besteht aus neun Provinzen (do, 도, 道) und sieben Städten mit Spezialstatus (gwang-yeog-si, 광역시, 廣域市). Diese Städte sind in der folgenden Liste mit einem * markiert:
Busan * (부산광역시; 釜山廣域市)
Nord-Chungcheong (충청북도; 忠清北道)
Süd-Chungcheong (충청남도; 忠清南道)
Daegu * (대구광역시; 大邱廣域市)
Daejeon * (대전광역시; 大田廣域市)
Gangwon (강원도; 江原道)
Kwangdschu * (광주광역시; 光州廣域市)
Gyeonggi (경기도; 京畿道)
Nord-Gyeongsang (경상북도; 慶尚北道)
Süd-Gyeongsang (경상남도; 慶尚南道)
Incheon * (인천광역시; 仁川廣域市)
Jeju (제주도; 濟州道)
Nord-Jeolla (전라북도; 全羅北道)
Süd-Jeolla (전라남도; 全羅南道)
Seoul * (서울특별시; 漢城特別市)
Ulsan * (울산광역시; 蔚山廣域市)
Die Hyperlinks verweisen auf die jeweiligen Eintrag bei Wikipedia.
Weitere Interessante Seiten bei Wikipedia:
Die Halbinsel Korea
Themen: Namen, Geschichte, Korea unter japanischer Herrschaft, Die Teilung von Korea
Republik Korea (Südkorea)
Themen: Geschichte, Politik, Provinzen und Städte, Geographie, Wirtschaft, Bevölkerung, Sprache, Religion, Kultur
Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea)
Themen: Bevölkerung, Religion, Geschichte, Politik, Atomwaffenkonflikt, Informationsfreiheit, Verwaltungsgliederung (Provinzen), Geographie, Wirtschaft
Die Koreanische Sprache (Koreanisch) wird hauptsächlich in Korea (Süd- und Nordkorea) von mehr als 70 Mio. Menschen gesprochen. Die lokalen Namen sind Choseoneo (조선어) oder Choseonmal (조선말) in Nordkorea und Han-guk-eo (한국어) oder Han-gungmal (한국말) in Südkorea. Die unterschiedlichen Namen kommen von den unterschiedlichen Eigenbezeichnungen Süd- bzw. Nordkoreas für ihr Land. Auf dem Gebiet der Volksrepublik China gibt es eine koreanischsprachige Minderheit (Eigenbezeichnung "Joseonjeok" ;조선적). In China hat koreanisch offiziell den Status einer anerkannten Minderheitensprache. In den zentralasiatischen Republiken der ehemaligen Sowjetunion lebt eine koreanischsprachige Minderheit mit der Eigenbezeichnung "Goryeoin" oder "Goryeosaramdeul" (고려인, 고려사람들). Weitere größere koreanischsprachige Minderheiten außerhalb Koreas gibt es in Japan und den USA.
Die koreanische Schrift Hangul wurde neben anderen Reformen 1446 von König Sejong bzw. in seinem Auftrag von Gelehrten entwickelt. In jener Zeit sprachen und schrieben Gelehrte nur Chinesisch. Hangul ermöglichte es auch einfacheren Menschen, zu lesen und sich schriftlich zu äußern.
Anm. Die Darstellung ist nicht ganz vollständig. Eine weitere Grafik gibt es hier, jedoch mit abweichender Umschrift.
Optisch ähnelt Hangul für westliche Augen dem Chinesischen, ist aber leicht anhand der häufig vorkommenden Kreise zu erkennen; Kreise erscheinen in chinesischen Zeichen nur sehr selten.
Das Hangul knüpft insofern an die vorherrschende chinesische Kultur an, als dass jede Silbe in einem (quadratischen) Block dargestellt wird. Andererseits setzt sich jeder dieser Blöcke aus ausgesprochen konstruierten Zeichen für Konsonanten und Vokale zusammen. Eine Silbe besteht mindestens aus einem initialen Konsonanten und einem Vokal, ein abschließender Konsonant kann folgen.
Ein großer Teil der koreanischen Sprache besteht aus chinesischen Lehnwörtern, so dass auch die chinesischen Zeichen (in Korea Hanja genannt) benutzt werden, auch wenn ihr Gebrauch stark zurückgeht. In Nordkorea wird ausschließlich Hangeul benutzt.
Quelle: Wikipedia:Koreanische Sprache, Hangeul.
Zur allgemeinen Information gibt es an dieser Stelle einmal eine Karte von Korea. Leider sind dort die Namen der Provinzen nicht verzeichnet, aber ansonsten doch ganz nett. Diese Abbildung und weitere Informationen zu Korea sind bei ISIC TravelMax (Englisch) abrufbar.
Dort ist auch der Internationale Studentenausweis erhältlich, den ich inzwischen schon besitze. Damit gibt es erfreulicherweise einige tolle Vergünstigungen in Korea. Insbesondere der Preisnachlass von 20% auf die ohnehin schon günstigen Zugtickets erfreut mich. Auch auf einige Fährverbindungen scheint es 20% zu geben. Das klingt sehr interessant, insbesondere im Hinblick auf einen Ausflug auf die Insel Jeju.
Ein Rückblick auf das Wetter im letzten Jahr verspricht nicht unbedingt viel gutes. Es könnte feucht werden. Aber so eine Regenzeit zu erleben ist doch auch mal was...
In knapp einem Monat ist es nun also soweit, es geht auf die grosse Reise. Vorher werde ich jedoch noch mindestens eine Woche vollzeit arbeiten, und auch Klausuren stehen noch an. Es ist also durchaus angebracht, sich schonmal Gedanken über das Gepäck zu machen.
Die Erfahrungen des letzten Urlaubs helfen hier natürlich. Das wichtigste Fazit: Lieber zu wenig Gepäck, als zu viel. Ich bleibe schliesslich in der zivilisierten Welt :-) Der Rucksack wurde mir im letzen Jahr doch etwas zu schwer, obwohl ich ihn Dank dem Backpacker-Bustransport nur selten längere Zeit auf dem Rücken tragen musste. Die Reise durch Korea ist jedoch bei weitem weniger geplant und organisiert und ich werde nicht auf einen solchen von Jugendherberge-zu-Jugendherberge Transport wie in Kanada zurückgreifen können. Dadurch bin ich zwar noch flexibler, doch der Rucksack wird wohl des öfteren auf meinem Rücken verweilen.
Dies ist nun mein vorläufiger Leitfaden für die Gepäckplanung (Die Liste habe ich bereits vor einiger Zeit auf Englisch verfasst, und habe nun keine Lust diese ins Deutsche zu übersetzen...):
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Bags
Backpack Daypack Shoulder bag Neck pouch Clothes 5 underwear 5 pair of socks a pair of warm socks 3 t-shirts 2 sweaters 2 long trousers a short trousers swimming trunks rain jacket and trousers short and long towels Personal Hygiene toothbrush and -paste 5 packs of tissue Nivea soft cream Labello cotton swaps small hand mirror nail scissors tweezers pack of plaster |
Kitchen
closeable plastic plate closeable cup knife, spoon, fork Food multi-vitamin fizzy tablets instant coffee cereals bar chewing gum sweets Money cash credit cards and pins traveller cheques US$ Documents insurance documents passport drivers license inoculation pass hostel member card international student card 2 copies of all documents addressbook for postcards |
Utilities
roll of duct tape 3 big plasic bags 2 padlocks small sewing kit paper and pen travel guides and maps lighter signal whistle Electronics flash light analog camera and films digital camera mp3 music player wristwatch alarm clock batteries battery charging unit Medicaments various |
Inwiefern ich nun wirklich alle genannten Gegenstände mit auf die Reise nehme, wird sich jedoch erst nach einem "Probepacken" des Rucksacks entscheiden. Wie gesagt, lieber weniger als zu viel...
Nun möchte ich auch noch etwas zum Thema Geld sagen: Auch wenn Korea ein sehr sicheres Reiseland ist, sollte man natürlich wie bei jeder Reise nur begrenzt Bargeld bei sich tragen. Doch wie soll man im Ausland günstig an Bargeld kommen? In Kanada habe ich einige Male meine Kreditkarte am Automaten verwendet. Davon kann ich aufgrund der hohen Gebühren (5 Euro!) jedoch nur abraten. Aus diesem Grund habe ich ein Konto bei der Citibank (jetzt: Targobank), der weltgrössten Privatkundenbank, eröffnet. Diese ist auch an mehreren Standorten in Korea vertreten, und dort kann ich mit meiner EC-Karte kostenlos Bargeld abheben. Wunderbar! Desweiteren werde ich mir noch einige American Express Traveller Cheques in US Dollar besorgen. (Anmerkung vom 23.06.2010: Sehr empfehlenswert ist auch das Konto der Deutschen Kreditbank AG Berlin, DKB AG, da man mit der Kreditkarte weltweit an jedem beliebigen Geldautomaten kostenlos Bargeld erhalten kann!)
Und die Reiseplanung? Nun, da ich neun Wochen in Korea verbringen werde, besteht kein zwingender Bedarf für eine komplette Planung. Ich habe meine beiden Reiseführer gelesen und auf einer Landeskarte einmal alle für mich interessanten Orte und Städte markiert. In welcher Reihenfolge ich diese bereisen werde, und wie lange ich an den einzelnen Orten bleibe, werde ich dann spontan vor Ort entscheiden. Die ersten zwei bis drei Wochen der Reise werde ich mich jedoch im Grossraum Seoul aufhalten, da ich dort auch einige Bekannte besuchen werde.
Meine Reiseführer:
Die Reihe "Lonely Planet" ist wohl jedem Rucksacktouristen ein Begriff. Diese Reiseführer richten sich an Individualtouristen und decken Orte im ganzen Land ab. Neben Kartenmaterial, Sehenswürdigkeiten gibt es auch Informationen zu relativ günstigen Unterküften, dem Nachtleben usw. Auch Hintergrundinformationen zu Kultur und Sprache sind enthalten.
Den zweiten Reiseführer habe ich von der KNTO (Korea National Tourism Organisation) kostenlos zugeschickt bekommen. Man könnte meinen es sei eine reine Werbebroschüre für das Land. Nun, dem ist nicht so. Es ist wirklich ein sehr brauchbarer Reiseführer mit vielen interessanten Informationen.
In der nächsten Woche werde ich mich mal wieder in Hamburg aufhalten. Um der Arbeit nachzugehen, versteht sich. Trotzdem freue ich mich darauf, wieder in der Hansestadt zu sein und meine dortigen Freunde zu treffen.
Gestern habe ich mich ausführlich mit Heejung aus Seoul unterhalten. Wir freuen uns schon auf unser Treffen im August, dann ist endlich Karaoke angesagt! :) Von Jimin habe ich leider schon eine Woche lang nichts mehr gehört, sie scheint durch ihr Studium sehr eingespannt zu sein. Trotzdem freue ich mich natürlich auch auf das Treffen mit ihr! Doch noch sind es 73 Tage bis zum Abflug nach Seoul...
Meine Studienarbeit beschäftigt mich momentan natürlich auch, aber hier geht es zum Glück voran. Die Arbeit sollte eigentlich noch vor meinem Urlaub fertig werden.
Mein Glück scheint mich in dieser Woche verlassen zu haben - zumindest was die Anbindung an das Internet angeht.
Am vergangenen Wochenende ist mein DSL-Router gestorben. Ok, halb so schlimm: das DSL-Modem hängt nun direkt am Rechner. Aber ärgerlich ist es schon, zumal ich nun nur noch mit dem Desktop ins Netz komme, und nicht mehr mit dem Notebook.
Der nähste GAU liess jedoch nicht lange auf sich warten: Vor zwei Tagen wurden die Mailserver der Universität von einer Spam-Welle ergriffen und sind seitdem vollkommen berlastet. Dies äussert sich vor allem darin, dass vielen Benutzern - einschliesslich mir - seitdem keine Mails mehr zugestellt wurden. Hoffentlich gehen keine Daten verloren, denn schliesslich warte ich auf einige wichtige Schreiben.
Und da wären wir auch schon beim nächsten Thema: Wichtige Schreiben. Ich habe in letzter Zeit einige sehr interessante Berichte ber Auslandspraktika gelesen, und nun hat auch mich das Interesse gepackt. Auch wenn noch viel Zeit bis zu meinem gewnschten Ausreisetermin (März 2005) ist, habe ich bereits bei einigen Unternehmen diesbezglich angefragt. Auf die Antworten warte ich momentan jedoch vergeblich, siehe oben. Wo es hingehen soll, das dürfte eigentlich jedem klar sein: Natürlich nach Asien! Ganz oben steht Seoul, gefolgt von Hongkong.
Vielleicht ist die Wahl von Seoul etwas voreilig, schliesslich war ich noch nicht dort, und wer weiss welche Überraschung ich im August dieses Jahres in meinem Urlaub erleben werde. Die Stadt soll ja - milde ausgedrückt - nicht wirklich sauber sein. Dafür dürfte das Klima aber etwas angenehmer sein als in der City of Life - Hongkong. Und auch die koreanische Kultur interessiert mich mehr als die chinesische, von daher werde ich meine Entscheidung bestimmt nicht bedauern!
Nun fehlt also nur noch ein geeigneter Arbeitsplatz...
Today is so-called "White Day" in Korea.
While we in Germany only know Valentine's day, Koreans have this additional day to show their love. On Valentine's day, korean girls usually give chocolate to their boyfriends. The favour is returned by the boys on White Day, in form of candy.
But just one candy is not enough for my girl, so please take the whole store!
Happy White Day, Jimin!