Südostasien

Incheon International Airport

Sonntag, 27. April 2008

Nachdem ich meinen Koffer zu Felix und Rabea gebracht habe und einem gemeinsamen Mittagessen bei Kraze Burgers in Itaewon, ging es mit der Ubahn nach Nowon, wo Seyeong bereits auf mich wartete. Mit dem Airport Limousine Bus ging es schliesslich zum internationalen Flughafen in Incheon. Nach dem Check-in konnten wir bzw. Seyeong noch ihre bereits vor einigen Tagen in der Stadt ausgesuchten Duty Free Artikel in Empfang nehmen. Gegen 20.00 Uhr ging es dann los, zunaechst bis nach Taipei, wo wir allerdings keine nennenswerte Wartezeit hatten. Im Gegenteil, denn unser Flieger hatte leichte Verspaetung. Den Anschluss haben wir trotzdem noch ohne Probleme erwischt, und sind kurz vor Mitternacht (Ortszeit) in Bangkok gelandet.

Bangkok, Thailand

Golden Horse Hotel, Bangkok

Montag, 28. April 2008

Kurz nach Mitternacht verliessen wir den Sicherheitsbereich von Bangkoks Flughafen - keine gute Uhrzeit fuer die Ankunft in einer fremden Stadt, vor allem ohne Hotelreservierung. Von Seoul aus wollten wir bereits das im Lonely Planet Reisefuehrer empfohlene Lamphu House buchen - dies war jedoch nicht moeglich, da man dort keine Vorauszahlung per Kreditkarte akzeptiert und reservierte Zimmer nur bis jeweils 18.00 Uhr freihaelt. Ein Anruf vom Flughafen aus brachte uns leider auch nicht weiter, da das Hostel wie erwartet bereits voll belegt war.

Frühstück im Golden Horse Hotel, Bangkok

Somit standen wir im Prinzip vor zwei Optionen: Entweder uns per Taxi (Busse fuhren zu der Zeit nicht mehr) in die beruehmt beruechtigte Backpacker-Strasse, die Khao San Road, bringen lassen, oder einfach den Taxifahrer um Rat fragen. Wir entschieden uns fuer letztere Moeglichkeit, da wir eigentlich ziemlich fertig waren und keine Lust hatten, mit unseren Rucksaecken in dieser Verfassung noch lange Strecken von Hostel zu Hostel zu laufen. Vor dem Flughafengebaeude mussten wir uns zunaechst an den ganzen unserioesen und ueberteuerten Fahrdiensten vorbeikaempfen, die wie die Geier auf das Frischfleisch warteten. Am offiziellen Taxistand sagten wir dem Taxifahrer, er solle uns doch bitte in ein moeglichst guenstiges Hotel in der Naehe vom Grand Palace bringen, und so sind wir schliesslich im Golden Horse Hotel gelandet. Ein etwas aelteres, nicht unbedingt empfehlenswertes und auch weit teurer als erhofftes Hotel (1400 THB), dass fuer die erste Nacht aber seinen Dienst erfuellte. Fotos vom Hotelzimmer haben wir nicht gemacht, aber ich denke das Fruehstueck laesst auf ersteres schliessen...

Bangkok, Thailand

Die Tuk Tuk Scammerbande

Wenn man in einem englischen Reisefuehrer ueber Suedostasien liest, stoesst man eher frueher als spaeter auf Warnungen vor sogennanten "Scams" - zu Deutsch "Betrug", "Masche" oder auch "Beschiss". Das ganze faengt bereits am Flughafen von Bangkok an, wo unserioese Fahrdienste die ahnungslosen Touristen auf dem Weg zwischen Flughafengebaeude und Taxistand abfangen. Richtig dreist wird es aber in der Stadt selbst, wenn Tuk-Tuk-Fahrer behaupten, das bestimmte Sehenswuerdigkeiten geschlossen seien, nur um im gleichen Atemzug die Fahrdienste zu einer von ihnen angepriesenen alternativen Sehenswuerdigkeit vorschlagen zu koennen. Diese sind dann meist jedoch nicht wirklich sehenswert.

Tuk Tuks am Strassenrand

Auch bieten viele Tuk Tuk-Fahrer eine "Stadtrundfahrt" zu den "besten Sehenswuerdigkeiten" fuer wenig Geld an. Obwohl wir vorgewarnt waren, haben wir uns davon ueberzeugen lassen, denn ein freundlich wirkender Thai hat uns auf der Strasse zu einer solchen Erkundungsfahrt geraten. Er meinte, dass der Tuk Tuk Fahrer uns fuer nur 20 THB zu diversen Sehenswuerdigkeiten fahren koennte und uns auch gleich noch ein Reisebuero vorschlug, bei dem wir den Nachtbus nach Vientiane auf bequeme Weise buchen koennten. Wir vertrauten ihm, da er ein unabhaengiger Passant zu sein schien und nicht Tuk Tuk Fahrer selbst. Das Tuk Tuk hat er uns an den Strassenrand gewunken und dem Fahrer klargemacht, wo er uns hinbringen sollte.

In einem Tuk Tuk in Bangkok, Thailand

Alles schien in Ordnung, im Nachhinein bereuen wir die Entscheidung allerdings ein wenig. Zwar wurden wir von dem Tuk Tuk Fahrer selbst nicht finanziell uebers Ohr gehauen, aber die ganze Erkundungstour lief einfach nur hektisch ab, und die Tempel kamen uns auch nicht besonders toll vor - einer davon war sogar gerade Baustelle. Dazu wurde zwischen den einzelnen Stationen immer wieder Stopps an Juweliergeschaeften eingelegt, oder zumindest solchen, die vorgaben es zu sein. Laut Reisefuehrer gibt es dort naemlich oftmals nicht mehr als buntes Glas zu hohen Preisen. Fairerweise muss ich allerdings auch anmerken, dass der Fahrer uns klar gesagt hat, dass wir gar nichts kaufen muessten, sondern einfach nur einmal durch den Laden gehen sollen, damit er einen Benzingutschein erhaelt. Das haben wir auch brav gemacht, schliesslich waren die mit ihm vereinbarten 20 THB fuer die Rundfahrt nicht wirklich viel.

Was uns im nachhinein aber richtig geaergert hat, ist die Buchung des Nachtbusses nach Vientiane ueber das Reisebuero. Dazu brachte uns der Tuk Tuk Fahrer zu dem empfohlenen Buero von der TAT, der Tourism Authority of Thailand, also der offiziellen thailaendischen Tourismusbehoerde. Zumindest stand "TAT" draussen dran. In diesem Buero gab es auch ein Reisebuero, das laut Beleg "UNSEEN TRAVEL" heisst. Bei dem angepriesenen Preis fuer den Nachtbus nach Vientiane von 1500 THB pro Person wurden wir schon skeptisch, denn im Reisefuehrer war ein Bruchteil davon angegeben. Also mehrmals nachgefragt, angeblich Benzinpreise, die Abholung vom Hotel, und das Argument, dass andere Busse nur bis zur thailaendischen Grenze und nicht direkt bis nach Vientiane fahren, wurden als Argumente fuer den Preis aufgefuehrt, so dass wir ihn letztendlich als gegeben hinnahmen. Im Bus erfuhren wir spaeter allerdings, das andere Reise (in anderen Reisebueros) tatsaechlich nur knapp die Haelfte fuer das Ticket bezahlt haben...

Fazit: Unser erster Eindruck von Thailand war nicht gerade positiv. Den Slogan "Land des Laechelns" haben wir in Gedanken in "Land der Abzocke" umgedichtet, und waren heil froh, als wir im entspannten Laos ankamen. Haetten wir noch weitere Stationen in Thailand eingelegt, haette sich unser Bild wohl noch gewandelt, das ist natuerlich auch uns klar. Aber dazu blieb dann leider gegen Ende der Reise keine Zeit mehr. Die Tuk Tuk Erkundungsfahrt selbst war natuerlich auch nicht ganz so schlimm und schon ein Erlebnis fuer sich. Wer aber eh schon vom langen Hinflug nach Thailand genervt ist und nur wenig Zeit hat fuer die Stadtbesichtigung hat, sollte lieber darauf verzichten und die Stadt auf eigene Faust erkunden. Ein guter Tipp, insbesondere fuer diejenigen mit wenig Zeit in Suedostasien koennte lauten: Weiche niemals vom urspruenglichen Plan ab, egal was andere Dir erzaehlen wollen!

Bangkok, Thailand

Wat Intharawihan (Tempel in Bangkok)

Der erste Tempel, zu dem uns der Tuk Tuk Fahrer gebracht hat, war der noerdlich von Banglamphu gelegene Wat Intharawihan. Er wurde unter Koenig Rama IV errichtet und besitzt ein markantes, grosses Abbild eines stehenden Buddhas. Dieses ist beeindruckende 32 Meter hoch und 10 Meter breit.

Wat Intharawihan Tempel, Bangkok, Thailand

Wat Intharawihan Tempel, Bangkok, Thailand

Wat Intharawihan Tempel, Bangkok, Thailand

Wat Intharawihan Tempel, Bangkok, Thailand

Wat Intharawihan Tempel, Bangkok, Thailand

Wat Intharawihan Tempel, Bangkok, Thailand

Wat Intharawihan Tempel, Bangkok, Thailand

Wat Intharawihan Tempel, Bangkok, Thailand

Wat Intharawihan Tempel, Bangkok, Thailand

Bangkok, Thailand

Wat Sangwet (Tempel in Bangkok)

Der zweite Tempel unser Hetzfahrt durch Bangkok - natuerlich nach einem Zwischenstopp im Glasperlengeschaeft - war der Wat Sangwet. Eigentlich ein Witz, uns zu dieser Baustelle zu kutschieren...

Wat Sangwet Tempel in Bangkok, Thailand

Wat Sangwet Tempel in Bangkok, Thailand

Wat Sangwet Tempel in Bangkok, Thailand

Bangkok, Thailand

Wat Somanas Vihara (Tempel in Bangkok)

Letzter Tempel unser Tuk-Tuk-Tour durch Bangkok wurde schliesslich der Wat Somanas Vihara - eine grosse Anlage, mehr Kloster als Tempel... Es sollte zwar nicht der letzte Tempel des Tages werden, aber wir hatten einfach keine Lust mehr auf das staendige gehetze zwischen den einzelnen Orten. Hinzu kam noch, dass wir durch die staendigen Fahrten mit dem TukTuk auch ueberhaupt keinen Orientierungssinn fuer die Stadt entwickeln konnten. Also sagten wir dem Fahrer letztendlich, er solle uns doch bitte nach der Besichtigung dieses Tempels nach China Town bringen, und dass wir von dort aus zu Fuss weitergehen wuerden. Nach einer kurzen Diskussion und unter der Bedingung, vorher noch in einem weiteren Juweliergeschaeft vorbei zuschauen, hat er schliesslich eingewilligt.

Wat Somanas Vihara, Kloster in Bangkok, Thailand

Wat Somanas Vihara, Kloster in Bangkok, Thailand

Wat Somanas Vihara, Kloster in Bangkok, Thailand

Wat Somanas Vihara, Kloster in Bangkok, Thailand

Bangkok, Thailand

Wat Traimit (Tempel in Bangkok)

Eigentlich sollte der Tuk-Tuk-Fahrer uns am Wat Traimit Tempel in Bangkoks Chinatown absetzen. Mit der Begruendung, dass der Verkehr dort zu dicht sei, endeten wir jedoch irgendwo auf halber Strecke. Zum Glueck hatten wir im Reisefuehrer eine halbwegs brauchbare Karte und haben so doch noch den Weg gefunden. In einer Sache waren wir uns aber einig: Dies sollte wirklich der letzte Tempel des Tages werden!

Wat Traimit Tempel, Chinatown, Bangkok, Thailand

Wat Traimit Tempel, Chinatown, Bangkok, Thailand

Wat Traimit Tempel, Chinatown, Bangkok, Thailand

Bangkok, Thailand

Thieves Market (Markt in Bangkok)

Vom Wat Traimit schlenderten wir schliesslich die Charoen Krung Road entlang zum Thieves Market. Dieser Markt in Bangkoks Chinatown verdankt seinen Namen angeblich der frueher hier verkauften "heissen Ware". Moment mal... frueher?

Thieves Market in Chinatown, Bangkok, Thailand

Imbissstände am Thieves Market, China Town

Thieves Market in Chinatown, Bangkok, Thailand

Bangkok, Thailand

Imbissstände in Bangkok

Wie fast ueberall in Asien, gibt es sie natuerlich auch in Bangkok. Die Rede ist von den vielen Imbissständen am Strassenrand. In Korea kann man eigentlich fast ohne Bedenken zuschlagen, in Suedostasien war ich aber etwas vorsichtiger....

Imbissstand in Bangkok, Thailand

Imbissstand in Bangkok, Thailand

Imbissstand in Bangkok, Thailand

Imbissstand in Bangkok, Thailand

Bangkok, Thailand

Ekliges Essen im Chinatown Food Court

Food Courts, eine ueberdachte Ansammlung von Restaurants und Imbissbuden, meist im obersten Stockwerk von Kaufhaeusern angesiedelt, mochte ich noch nie. Allein schon der Atmosphaere wegen. Immerhin sind sie relativ sauber - jedenfalls in Korea. Mit dieser falschen Erwartungshaltung suchten wir das im Lonely Planet empfohlene ATM Food Centre in Chinatown... ob wir dort gelandet sind, oder in einem anderen Food Court, kann ich schlecht sagen. Ein anderes Kaufhaus konnten wir jedenfalls in der Naehe der Kartenmarkierung nicht entdecken. Um es mal in einem Satz zusammen zufassen: Es war ekelig!

Food Court in einem Kaufhaus in Chinatown, Bangkok

Food Court in einem Kaufhaus in Chinatown, Bangkok

Food Court in einem Kaufhaus in Chinatown, Bangkok

Food Court in einem Kaufhaus in Chinatown, Bangkok

Aber nicht nur das. Mal abgesehen davon, dass man dem Kaufhaus selbst auch schon sein Alter ansah und die Toiletten wahrscheinlich seit Eroeffnung auch keine Reinigung mehr erlebt hatten, war zunaechst einmal die haelfte der Restaurants im Food Court geschlossen. Da es keine fuer uns lesbare Speisekarte gab, bestellten wir nach gut Glueck. Nudelsuppe und gebratener Reis kann ja nicht ganz verkehrt sein, oder? So dachten wir zumindest. Unseren Geschmack verfehlte das Essen leider.