Die Insel ist wirklich vergleichsweise klein, man kann in ca. 1 Stunde zum anderen Ende gehen. Es gibt keine oeffentlichen Verkehrsmittel und auch sonst wenig Verkehr, da die Insel nur knapp 300 Einwohner zaehlt. Es ist wirklich sehr ruhig, und das einzige, was man hier wirklich machen kann ist - ich zitiere mal den Vermieter meiner Unterkunft: "푹 쉰다", "sich mit voller Hingabe ausruhen".
Es gibt einige Pensionen und Bungalows, die in der Saison Juli/August sehr teuer werden koennen. Fuer meine moderne Unterkunft, die viel besser ausviel als nach Lektuere des Lonely Planets befuehrchtet, habe ich 40.000 Won bezahlt. Laut Vermieter bekommt er dafuer waehrend der Hochsaison bis zu 120.000 Won.
Da weder die Saison bereits begonnen hat noch Wochenende ist, haben sich nur sehr wenige Touristen auf die Insel verirrt. Den Strand direkt vor meiner Unterkunft musste ich mir daher nur mit einer angereisten Familie teilen.
Klingt jetzt nach Paradies, aber leider nur fast. Scheinbar haben die Krabben gerade Nachwuchs bekommen, am ganzen Strand wimmelt es davon. Das ist etwas gewoehnungsbeduerftig und laed nicht wirklich zum "an den Strand legen" ein, aber ein Bad im Meer habe ich mir dadurch nicht nehmen lassen.
Erreichen kann man Boyeong in ca. 2 Stunden mit dem Bus (stuendlich) vom Kangnam Express Bus Terminal. Vom Busterminal in Boryeong aus faehrt dann ein Citybus direkt zum Strand.
Gestern war ich im groessten Museum Koreas, der Independence Hall of Korea. Dieses ist ca. 1,5 Stunden von Seoul entfernt.
Das Museum ist riesig: In 7 permanenten Ausstellungshallen wird dem Besucher das Streben und der Kampf des koreanischen Volkes nach Unabhaengigkeit von der japanischen Besetzungsmacht naehergebracht.
Ein 15 minuetiger Film im 360-Grad Kino rundet den Besuch noch ab. In diesem Film werden koreanische Sehenswuerdigkeiten gezeigt. Ueberrascht konnte ich jedoch auch einen Filmausschnitt vom Fall der Berliner Mauer identifizieren :)
Schnell wurde ein Dolmetscher der Touristeninformation auf mich aufmerksam und hat mich ueber das Festival- und Marktgelaende gefuehrt. Er hat mir einiges zu den verschiedenen Produkten erzaehlt und ich erhielt auch die Moeglichkeit, diverse zu probieren. Sehr lecker war beispielsweise ein Milchshake mit Ginseng und Honig. Aber auch Ginsengschokolade sollte man einmal probieren.
Nach einem kleinen zweiten Mittagessen - frittierter Ginseng - habe ich mich dann natuerlich auch noch mit ein paar Produkten ausgestattet. Ginsengtee und -tabletten speziell fuer Mama und dann noch ein wenig Ginsengschokolade und -bonbons.
Am spaeten Nachmittag habe ich dann meine Reise fortgesetzt und bin inzwischen in Jeonju eingetroffen.
Die vergangene Nacht habe ich in einem vom Reisefuehrer empfohlenen Motel verbracht. Die Unterkunft war sauber und ich hatte endlich einmal wieder die Moeglichkeit, ein warmes Bad zu nehmen. Und fuer die extra grosse Spielwiese gab es dann auch noch blaue Beleuchtung... schade das ich dort alleine schlafen musste ;-) haha...
Am heutigen morgen wollte ich dann so gegen 8.00 Uhr aufstehen und mir Daejeon anschauen. Da es aber draussen geregnet hat, habe ich dies ein wenig nach hinten verschoben. Ich habe mir dann nur ein unterirdisches Einkaufszentrum und einen Markt angeschaut. Aus Zeitgruenden habe ich schliesslich auf die wohl einzige Sehenswuerdigkeit dieser Stadt verzichtet, den Expo 93 Park.
Nach dem Mittagessen in einem Restaurant der koreanischen Fastfoodkette Lotteria bin ich dann mit dem Bus weiter nach Geumsan gefahren.
Am Nachmittag bin ich dann von Buyeo mit dem Bus nach Gongju (ca. 1 Std.) gefahren.
Als erstes wollte ich das im Reisefuehrer angepriesene Korea Folk Drama Museum besuchen. Dieses bietet angeblich
Nun, entweder hat der Taxifahrer mich zum falschen Ort gebracht, oder der Reisefuehrer hat ein wenig uebertrieben. Schon nach der Ankunft kam es mir ein wenig seltsam vor, denn das angebliche Museumsgebaeude war ziemlioch winzig. Die Tuer war zwar geoeffnet, doch auch hier war wieder kein Mensch anzutreffen! Somit habe ich nur einen kurzen Blick in das Gebaeude riskiert. Tatsaechlich waren in dem kleinen Raum einige Musikinstrumente zu sehen, aber keinesfalls besonders historische. Und von Puppen und Masken fehlte jede Spur. Zudem war dieses "Museum" auch irgendwo in der Pampa, und ich brauchte im Anschluss bestimmt 20 Minuten, bis ich ein Taxi zurueck in die Zivilisation bekommen konnte. Dieser Abstecher war also ein absoluter Reinfall! Dumm gelaufen...
Im Anschluss habe ich dann die Gongsanseong-Anlage aufgesucht. Auch hier gab es wieder ein paar historische Gebaeude zu bewundern. Im wesentlichen nichts neues, und somit habe ich mir auch nicht die Zeit geommen, die gesamte Anlage zu besichtigen.
Als letzte Sehenswuerdigkeit fuer den heutigen Tag habe ich schliesslich noch die Grabanlage von Baekje Koenig Muryeong besucht. Die Graeber konnte man zwar nur von aussen bewundern, doch in einer Ausstellungshalle waren einige Abschnitte vom Inneren der Graeber nachgebaut.
Um 19.00 Uhr habe ich dann den Bus nach Daejeon (ca. 1,5 Std.) genommen und werde mich hier morgen vormittag ein wenig umschauen. Nun wird es aber wieder Zeit, eine Unterkunft zu finden...
Im Anschluss habe ich mich dann auf die Suche nach der Jugendherberge begeben. Diese konnte ich zum Glueck schnell ausfindig machen, wurde dort aber etwas ueberrascht: Die Tuer war zwar offen, doch es war ziemlich dunkel und der Empfang nicht besetzt! Dabei war es erst 22.30 Uhr! Nachdem ich dann ca. 10 Minuten gegruebelt habe, ob ich es mir auf dem Sofa im Eingangsbereich gemuetlich machen oder eine neue Unterkunft suchen sollte, ist dann aber doch noch jemand auf mich aufmerksam geworden. Ich konnte diese Person schliesslich auch davon ueberzeugen, mir ein Zimmer fuer die Nacht zu geben. Und dieses war wirklich gut. Man erwartet von Jugendherbergen ja im allgemeinen nicht so viel, und schon gar nicht in Korea. Aber diese Unterkunft war wirklich toll: Ich hatte ein Einzelzimmer mit eigenem Bad. Und das fuer nur 11000 Won (mit DJH-Karte, sonst 16000 Won).
Heute morgen bin ich dann fruehzeitig aufgestanden um Buyeo zu erkunden. Buyeo ist die letzte Hauptstadt des Baekje Koenigsreichs und ist dementsprechend ganz dieser Epoche gewidmet.
Als erstes habe ich mir den Gudurae Skulpturenpark angesehen, da dieser direkt gegenueber der Jugendherberge liegt.
Im Anschluss habe ich dann den Busosan Park aufgesucht. Hier kann man die Ueberreste der Baekje-Festung sowie einige Tempel, Pavillons und Schreine bewundern. Der Besuch des Tempels wurde aber zu einem teuren Spass: Man konnte dort seinen Namen auf eine Karte schreiben, die dann an der Decke des Tempels aufgehaengt wird. Dies soll Glueck bringen. Ich bin davon ausgegangen, dass hier eine freiwillige Spende von ca. 1000 Won ansteht, jedoch durfte ich dann 10000 Won abdruecken. Naja, vielleicht bringt es dann ja wenigstens Glueck :) Ob eine Reklamation im Ungluecksfall moeglich ist, wollte ich dann aber doch nicht erfragen...
Im Anschluss habe ich den Jeongnimsa Tempel aufgesucht. Die Anlage machte jedoch einen geschlossenen Eindruck und so habe ich sie nur von der Strasse aus betrachtet. Aber hier gleicht sowieso ein Tempel dem anderen, und hat man einen gesehen, so hat man eigentlich auch alle gesehen... von daher nicht so tragisch!
Auf dem Weg zur naechsten Sehenswuerdigkeit, einem Pavillon in einem See sowie dem riesigen Denkmal zu Ehren des Generals Gyebaek gab es dann auch noch eine weitere Statue eben dieses Mannes zu bewundern.